Olympia 2024 - Radsport: Gold im Straßenrennen an Remco Evenepoel - Belgier mit Solo zum zweiten Olympiasieg in Paris

Goldener Doppelschlag von Remco Evenepoel in Paris: Im Straßenrennen holte sich der Belgier den nächsten Olympiasieg nach seinem Triumph im Einzelzeitfahren. Als Solist triumphierte der Tour-Dritte nach 278 Kilometern vor spektakulärer Kulisse und begeisterten Fanmassen. Ein solches Double hat es bei Olympia noch nie gegeben.

Evenepoel fährt am Eiffelturm mit 15-km-Solo zum Doppel-Olympiasieg

Quelle: Eurosport

Ein Defekt am Louvre sorgte knapp vier Kilometer vor dem Ziel noch einmal für eine Schrecksekunde bei Evenepoel, doch der schnelle Radwechsel ließ seinen Sieg nicht mehr in Gefahr geraten.
Silber holte der Franzose Valentin Madouas mi 1:11 Minuten Rückstand, der eine zeitlang mit Evenepoel ein Spitzenduo gebildet hatte, bis er dessen Antritt 15 Kilometer vor dem Ziel nicht mehr folgen konnte.
Auch Bronze sicherten sich die Gastgeber, Europameister Christophe Laporte gewann den Sprint einer kleinen Gruppe von sieben Fahrern um Platz drei (+1:16).
Der Österreicher Marco Haller (6.) und der Schweizer Stefan Küng (7.) kamen zeitgleich mit Laporte ins Ziel. Bester der beiden deutschen Starter war Maximilain Schachmann auf dem 28. Rang (+2:59).
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Evenepoel: "Erster Doppel-Olympiasieger - ich bin so stolz!"

Quelle: Eurosport

"Grandios", nannte Schachmann Evenepoels Leistung. Er selbst habe "nicht die besten Beine" gehabt, "aber es war nicht schlecht. Klar wären wir gern mit besseren Ergebnissen nach Hause gegangen, aber für mich persönlich merke ich, dass es wieder bergauf geht." Der Berliner störte sich am Mangel an Verpflegungspunkten. "Sie hätten mehr davon erlauben können, wenn sie im Sommer so ein langes Rennen machen. Das fand ich nicht gut."
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Evenepoel startet Solo in Richtung Gold - Madouas kann nicht mehr folgen

Quelle: Eurosport


Olympia: Politts Attacke nicht gekrönt

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wartet seit 24 Jahren auf eine Medaille im Straßenrennen. 2000 in Sydney war Jan Ullrich als bislang letzter Deutscher Olympiasieger in dieser Disziplin geworden. Andreas Klöden sicherte sich damals Bronze. 1988 hatte Olaf Ludwig für die DDR triumphiert.
Das deutsche Duo Schachmann und Nils Politt war in Unterzahl und so mit einem taktischen Nachteil ins Rennen gegangen. Starke Nationen wie Dänemark, Frankreich oder Belgien waren mit vier Fahrern vertreten und konnten das Rennen diktieren. "Wir müssen uns den Gegebenheiten anpassen", hatte Schachmann vorab gesagt.
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Olympic Games Paris 2024 : Men Road - Remco Evenepoel celebrating gold medal (repost social)

Quelle: Eurosport

Politt suchte sein Heil in der Offensive. Das Rennen mit nur 90 Startern - 37 davon waren im Juli bei der Tour de France im Einsatz - entwickelte nach dem Angriff des Kölners 60 km vor dem Ziel eine neue Dynamik. Allzu weit kam Politt mit seiner Flucht aber nicht.
Der 30-Jährige verlor vor der zweiten Auffahrt zum gepflasterten Montmartre-Anstieg, an dem eine gewaltige Stimmung wie sonst nur bei Klassikern oder Tour-Bergankünften herrschte, den Anschluss an die restlichen Ausreißer.
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Blick zum Eiffelturm treibt Evenepoel die Tränen in die Augen

Quelle: Eurosport

Evenepoel gab auf dem kurvenreichen und technisch anspruchsvollen Rundkurs das Tempo vor. Sein niederländischer Rivale, Weltmeister Mathieu van der Poel, war in der Verfolgung auf sich gestellt. Von seinem belgischen Begleiter Wout van Aert konnte er keine Hilfe erwarten.
Evenepoel verschärfte nochmals das Tempo und hängte Madouas ab - dann wurde es für einige Momente dramatisch, das Material streikte. Doch die Triumphfahrt des Belgiers zum zweiten Gold der Sommerspiele in Paris geriet nicht mehr in Gefahr.
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(mit SID)
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Blitzer-Alarm! Peloton rauscht in Radarfalle bei Olympia-Rennen

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