Paris - Nizza: Vingegaard wird mit kurioser Outfit-Wahl zum "Trendsetter" - Däne gewinnt 4. Etappe im strömenden Regen

Beim eiskalten vierten Abschnitt von Paris - Nizza von Bourges nach Uchon hat Jonas Vingegaard nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch mit einer ungewöhnlichen Kleidungsstrategie für Aufsehen gesorgt. Der Kapitän von Visma-Lease a Bike gewann die 4. Etappe trotz widrigster Wetterbedingungen - und das in einer improvisierten Ausrüstung, die selbst im Peloton für hochgezogene Augenbrauen sorgte.

"Was macht Jonas denn da?!" Vingegaard kämpft mit Hose bei Bergetappe

Quelle: Eurosport

Dauerregen und niedrige Temperaturen zwangen das Feld zu maximalem Kälteschutz. Nahezu alle Fahrer traten mit Regenjacken, Handschuhen, Überschuhen und langen Trägerhosen an. Viele setzten zusätzlich auf Neopren-Zehenkappen über den Überschuhen. Auch Vingegaard.
Dass er mit seiner Kleiderwahl richtig lag, bestätigte der Däne später selbst: "Ich glaube, viele Fahrer haben heute gefroren. Ich persönlich habe nicht gefroren, weil ich sehr viele Klamotten anhatte - vielleicht auch der Grund, warum ich sie nicht ausziehen konnte", sagte Vingegaard nach dem Rennen mit einem Lächeln.
Denn erst, als im Rennverlauf nach und nach erste Schichten ausgezogen wurden, wurde klar, dass der zweimalige Tour-de-France-Sieger eine besonders ungewöhnliche Lösung gewählt hatte.
Nachdem er seine Regenjacke abgelegt hatte, war auf dem Schlussanstieg zu sehen, dass die Träger seiner Radhose über dem Trikot lagen. Ein Detail, das man eher von Einsteigern kennt, als von einem der dominierenden Fahrer dieser Zeit.
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Vingegaard scherzt über Hosen-Malheur: "Nennt mich Trendsetter"

Quelle: Eurosport

Vingegaards ungewöhnlicher Kleidungs-Trick

Bei genauerem Hinsehen wurde klar, dass Vingegaard über seiner regulären Ausrüstung eine zweite Trägerhose trug. Das zusätzliche Paar verfügte allerdings über kein Sitzpolster und war am Bund eingeschnitten. Offenbar, um es leichter über andere Schichten ziehen und bei Bedarf schneller wieder ablegen zu können.
Auch bei der Oberbekleidung improvisierte der Däne. Unter seiner Regenjacke trug er zeitweise eine zweite Jacke verkehrt herum, vorne für zusätzlichen Windschutz, hinten für etwas Belüftung. Zwischendurch wechselte Vingegaard auch kurz auf eine Weste, bevor er diese vor dem Finale ebenfalls ablegte.

Schichten über Schichten

Insgesamt kam er laut "Cyclingnews" während der Etappe auf eine beachtliche Anzahl an Kleidungsstücken: Socken, Überschuhe, Neopren-Zehenkappen, zwei Trägerhosen, Base Layer, zwei Trikots, Handschuhe, Armlinge, zwei Jacken, eine Weste und einen Halswärmer.
An einen Kampf um jedes Gramm war an diesem Tag kaum zu denken, zumal die nasse Kleidung zusätzlich Gewicht aufnahm.
Im chaotischen Rennverlauf blieb ohnehin kaum Zeit, Kleidung abzulegen. "Es war einfach ein Vollgas-Rennen, es gab nicht einmal Zeit, Kleidung auszuziehen", erklärte Vingegaard später und ergänzte: "Vielleicht kann man mich mit der langen Hose einen 'Trendsetter' nennen, aber eigentlich war einfach keine Zeit, sie auszuziehen."
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Highlights: Regen-Chaos bei Bergprüfung fordert prominente Opfer

Quelle: Eurosport

Mit Kälte-Strategie zum Triumph in Uchon

Sportlich tat die ungewöhnliche Ausrüstung jedenfalls keinen Abbruch: Auf der Schlusssteigung setzte sich Vingegaard entscheidend ab und gewann die vierte Etappe mit 41 Sekunden Vorsprung.
Die extremen Bedingungen sorgten damit nicht nur für große Abstände, sondern auch für einen der kuriosesten Ausrüstungsauftritte der bisherigen Saison.
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Vingegaard attackiert am Teufelslappen und holt ersten Saisonsieg

Quelle: Eurosport


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