Pfeil von Brabant: Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel feiert beim "Brabantse Pijl" Comeback - lange Leidenszeit nach schwerem Unfall

Remco Evenepoel steht nach seinem schweren Unfall im Dezember 2024 vor seinem Comeback. Beim Pfeil von Brabant wird der zweimalige Olympiasieger für Soudal Quick-Step wieder an den Start gehen. Wie konkurrenzfähig der 25-jährige Belgier wirklich ist, wird sich zeigen, aber gewiss ist: "Remco ist Remco", sagte sein Trainer Koen Pelgrim. Wie kommt er nach der mental schweren Zeit für ihn zurück?

Remco Evenepoel feiert beim Pfeil von Brabant sein Comeback

Fotocredit: Getty Images

Als die Beine schwer wurden und auch der Kopf nicht wollte, stellte Remco Evenepoel alles infrage. "Mental und körperlich kann ich ehrlich sagen, dass ich am Boden war und sehr an meiner Zukunft gezweifelt habe", schrieb der Radsport-Star in einem emotionalen Instagram-Beitrag.
Viele Tränen seien geflossen, die Frustration sei groß gewesen: "Es war definitiv der härteste Kampf meines bisherigen Lebens."
Über Wochen und Monate quälte sich der Doppel-Olympiasieger von Paris mit den Folgen eines schweren Trainingsunfalls. Evenepoel war konfrontiert mit Schmerzen und Sorgen um die sportliche Zukunft.
An Karfreitag startet Evenepoel nun mit Verspätung in die Klassikersaison. Und mit einem neuen Glauben. In der Pause habe er den Islam für sich entdeckt, verriet Evenepoel, gemeinsam mit seiner Frau Oumi habe er "viel gebetet". Das sei für ihn "in dieser Zeit seines Lebens wie ein Anker gewesen". Nun sitzt er wieder auf dem Rad - mit dem Glauben an sich selbst. "Remco ist Remco. Er ist nicht hier, um 34. zu werden", sagte sein Trainer Koen Pelgrim.

Schwerer Unfall im Dezember

"Nach Tagen, Wochen, Monaten des Wartens kann ich endlich auf meine ersten Rennen blicken. Der Weg dorthin, wo ich jetzt bin, war sehr hart und herausfordernd", so Evenepoel.
Evenepoel war Anfang Dezember nach einer Kollision mit einem Postauto gestürzt und hatte dabei Frakturen an der Rippe, dem rechten Schulterblatt und der rechten Hand erlitten. Zudem zog er sich Quetschungen der Lunge und eine Verrenkung des rechten Schlüsselbeins zu. Eine notwendige Operation verlief anschließend erfolgreich, es begann die zähe Zeit der Reha.

Vom Verletzungspech verfolgt

Hart war sie auch deshalb, weil Evenepoel genau wusste, welch beschwerlicher Weg vor ihm lag. Der 25-Jährige ist ein Ausnahmekönner, aber auch von außergewöhnlichem Pech verfolgt. 2020 stürzte der damals aufstrebende Jungstar bei der Lombardei-Rundfahrt in eine Schlucht und kam mit einem Beckenbruch noch glimpflich davon.
Im April 2024 wurde seine Widerstandsfähigkeit erneut auf die Probe gestellt, nachdem er sich bei der Baskenland-Rundfahrt das rechte Schlüsselbein und das rechte Schulterblatt gebrochen hatte.
Noch immer ist die Nervenverletzung in der Schulter nicht verheilt. "Wenn ich Basketball-, Tennis- oder Volleyballspieler wäre, wäre meine Karriere vorbei", sagte Evenepoel am Donnerstag.
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Evenepoel fährt am Eiffelturm mit 15-km-Solo zum Doppel-Olympiasieg

Quelle: Eurosport

"Kommt nicht um 34. zu werden"

An Karfreitag startet Evenepoel nun mit Verspätung in die Klassikersaison. "Remco ist Remco. Er kommt nicht, um 34. zu werden", sagte Trainer Koen Pelgrim der Tageszeitung "La Dernière Heure" mit Blick auf das Saisondebüt: "Er ist konkurrenzfähig. Seine Verletzungen gehören der Vergangenheit an, er hat sich vollständig erholt." Bei 100 Prozent sei Evenepoel aber noch nicht.
Nach dem 162,6 km langen "Brabantse Pijl", Evenepoels erstem Rennen seit der Lombardei-Rundfahrt am 12. Oktober 2024, stehen die Prestigerennen Amstel Gold Race, Flèche-Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich an.

Bei Tour de France wieder auf Augenhöhe?

Beim Ardennentriple kommt es dabei auch zum Wiedersehen mit Tadej Pogacar. Der Weltmeister blickt auf ein herausragendes Frühjahr, gewann unter anderem die Flandern-Rundfahrt und stand bei Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix jeweils auf dem Podium. "Pogacar ist eine Inspiration, er ist der Beste seit Eddy Merckx. Aber ich muss ihn schlagen können, mein Team bezahlt mich dafür", sagte Evenepoel.
An Pogacars Form dürfte Evenepoel bei den Klassikern noch nicht heranreichen. Spätestens im Sommer will Evenepoel seinem Rivalen bei der Tour de France aber wieder auf Augenhöhe begegnen.
(SID)
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Völlig aus dem Häuschen: Oliveira stiehlt sich davon und siegt

Quelle: Eurosport


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