Filippo Baroncini liegt nach Sturz bei der Polen-Rundfahrt im künstlichen Koma: Keine Lebensgefahr für italienischen Youngster

Die 3. Etappe der Polen-Rundfahrt wurde wegen eines Massensturzes ab 15 Kilometer vor dem Ziel neutralisiert. Die Krankenwagen hinter dem Feld waren allesamt durch den Crash im Einsatz und die Sicherheit der Fahrer konnte nicht mehr gewährleistet werden. Wie schlimm es Filippo Baroncini erwischt hatte, wurde dabei erst am Samstag bekannt. Der U23-Weltmeister von 2021 liegt im künstlichen Koma.

Böser Massensturz sorgt für 16-minütige Unterbrechung

Quelle: Eurosport

Sein Zustand sei aber stabil, wie sein Teamchef Mauro Gianetti gegenüber der Radsportplattform "Tuttobiciweb" erklärte. "Bei dem Sturz hat er keinen Schaden an lebenswichtigen Organen erlitten, Filippo schwebt nicht in Lebensgefahr", wird der Schweizer zitiert.
Sein Schützling war vor drei Tagen kurz vor Walbrzych mit einer Mauer kollidiert. Das Schlüsselbein des Italieners konnte im Krankenhaus sofort operiert werden. Außerdem habe sich der 24-Jährige Brüche im Gesicht und eine Fraktur im Nackenwirbel zugezogen. Das Nervensystem sei nicht betroffen.
Baroncinis Wangenknochen ist allerdings gebrochen, was nach Ansicht der Ärzte äußerste Ruhe erfordert. Unter anderem aus diesem Grund habe man sich für das künstliche Koma entschieden.
Der UAE-Profi soll laut Gianetti nächste Woche nach Italien zurückkehren, um dort seine Verletzungen operieren zu lassen. "Filippo wird spätestens am Dienstagabend in Italien eintreffen. Mailand ist die wahrscheinlichste Option", sagte der Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich und dem Amstel Gold Race 1995.

Baroncini mit starker Saison

Baroncini erlebte zuletzt die bislang beste Phase seiner Karriere als Berufsradfahrer. Noch vor sechs Wochen entschied er die Belgien-Rundfahrt für sich.
Vier Tage später musste er sich bei der Italienischen Meisterschaft im Zeitfahren nur Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) geschlagen geben.
Anschließend fuhr er mit seiner Mannschaft zur Tour of Austria, die von UAE komplett dominiert wurde. Der Italiener selbst konnte auf der 1. Etappe als Vierter überzeugen, bevor er in die Helferrolle trat. Nach drei Wochen Pause stieg er in Polen wieder in den Rennsattel - aber leider nur kurz.
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Quelle: Eurosport


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