Classic Brugge - De Panne: Die Folgen des Sturzchaos in Belgien für Sprintstars Tim Merlier, Olav Kooij und Co.

Im Finale des belgischen Eintagesklassikers Brügge - De Panne ist es auf dem recht schmalen und kurvigen Stadtkurs zu mehreren Stürzen gekommen. Die Sprintstars Tim Merlier und Olav Kooij, die als Favoriten auf den Sieg ins Rennen gingen, zählten zu den prominenten Namen, die zu Fall kamen und nicht in die Entscheidung eingreifen konnten. Nun gibt es erste Diagnosen für die betroffenen Fahrer.

Top-Sprinter am Boden! Fürchterliche Stürze im Finale von De Panne

Quelle: Eurosport

Europameister Merlier, der die ersten Stürze noch vermieden hatte, kam im letzten Massencrash rund 1000 Meter vor dem Ziel zu Fall. "Tim erlitt Abschürfungen am rechten Arm und rechten Bein und eine kleine offene Wunde unter seinem rechten Knie, die genäht werden musste", gab sein Team Soudal-Quickstep bekannt. "Er wird sich nun erholen und dann wird über seine kommenden Rennen entschieden."
Der Belgier sollte am Sonntag bei Gent - Wevelgem (16:00 Uhr live auf discovery+) und in der Folge auch bei der Flandern-Rundfahrt, dem Scheldeprijs und Paris - Roubaix an den Start gehen.
Viele der gestürzten Rennfahrer kamen verhältnismäßig glimpflich davon und konnten das Rennen sogar beenden. Am heftigsten erwischte es wohl den Lotto-Fahrer Lionel Taminiaux, der mit einer gebrochenen Rippe und kollabierter Lunge eine Nacht im Krankenhaus verbringen musste.
Auch Olav Kooij kam zu Sturz, der Niederländer holte sich dabei aber wohl "nur" Abschürfungen ab, wie der Visma-Lease a Bike-Sportdirektor Grischa Niermann in einem Statement sagte. "Er hat noch einige große Ziele vor sich, wir werden sehen, wie er sich vom Sturz erholt", sagte Niermann.
Der schwer gezeichnete Edward Theuns (Lidl-Trek) verlor zwar viel Haut, kam aber zumindest ohne Knochenbrüche davon.
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Mitten im Rennen: Top-Sprinter verteilt Kopfstoß

Quelle: Eurosport

Kritik an der Streckenführung wird lauter

Brügge - De Panne ist seit der Umstellung von einem Mehrtages- zu einem Eintagesrennen 2018 ein Klassiker für die Sprinter. Die finalen Kilometer führen durch einige Kurven und über schmalere Straßen durch die Innenstadt von De Panne. In diesem Jahr konnte sich Juan Sebastian Molano durchsetzen, der im Sturzchaos den besten Überblick behielt.
"Es ist nicht so, dass es hier jedes Jahr schiefgeht", sagte der sportliche Leiter von Lidl - Trek, Steven De Jongh, gegenüber "Wielerflits". "Wir kennen diesen letzten Kilometer schon lange und meistens ging es gut. Nur waren die Wetterbedingungen damals andere. Der Wind war diesmal nicht stark genug, um das Peloton in Windstaffeln aufzuteilen, und dann geht man mit einem sehr ausgeruhten Feld ins Ziel. All die Hindernisse und die engen Straßen im Finale sind dann zu viel."
Wilfried Peeters von Soudal-Quickstep betonte ebenfalls die Gefahren im Finale: "Manchmal ist es gut, am Ende ein paar Kurven zu haben, um das Peloton auf Kurs zu bringen. Aber bei der Verengung zwei Kilometer vor Schluss ging es schief. Kurz darauf kam in der letzten Kurve zur Hauptstrecke eine Rettungsinsel und auch dort gab es einen heftigen Sturz."
Während der letzten fünf Kilometer des Rennens kam es zu vier größeren Stürzen, am Ende sprinteten rund 15 Fahrer um den Sieg. Das Frauen-Rennen (ab 15:15 Uhr live auf discovery+)
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Molanos Mut wird belohnt: Früher Antritt bringt den Sieg

Quelle: Eurosport


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