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Schockmoment für deutschen Profi: Gegenverkehr im Zeitfahren - Louis Leidert entgeht Unfall bei Sauerland-Rundfahrt
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Update 04/09/2026 um 14:22 GMT+2 Uhr
Der Auftakt der neuen Sauerlandrundfahrt in Brilon ist von einem kritischen Vorfall überschattet worden, der glücklicherweise glimpflich ausging: Als Louis Leidert vom Team Lidl-Trek Future Racing als letzter Starter auf die letzten 1000 Meter des 13,5 Kilometer langen Einzelzeitfahrens einbog, kam ihm plötzlich auf der Innenseite einer langgezogenen Linkskurve ein Auto frontal entgegen.
Schreckmoment für Louis Leidert im Zeitfahren der Sauserland-Rundfahrt 2026 | Quelle: Youtube Sauerland-Rundfahrt
Fotocredit: From Official Website
Leidert nahm aus der Aeroposition glücklicherweise den Kopf hoch und bemerkte das Auto, das gleichzeitig versuchte, auf den Gehweg auszuweichen. So kam es nicht zu einem folgenschweren Zusammenprall.
Wenig später dann fuhr der 21-Jährige innerhalb der Absperrgitter noch auf ein weiteres Auto auf, das nicht zum Rennen gehörte und gerade noch rechtzeitig vor Leidert von den Ordnern von der Strecke heruntergelotst wurde.
"Wir können eigentlich nur sagen: Wir sind sehr froh, dass nicht mehr passiert ist", erklärten die Veranstalter auf Nachfrage von radsport-news.com. Man habe sich am Abend viele Gedanken dazu gemacht, so Jörg Scherf von der die Rundfahrt veranstaltenden SVL Sport GmbH, könne sich die Situation aber trotzdem noch nicht erklären.
"Leider kann man sowas - trotz hunderter Ordner und Absperrungen - nicht immer vermeiden. Wir nehmen das Thema ernst und prüfen den Vorfall. Wir wissen noch gar nicht, wo das Auto genau herkam." Leidert beendete das Zeitfahren auf Rang sieben, den Sieg holte Ben Zwiehoff (Red Bull-Bora-hansgrohe).
Sauerland-Rundfahrt: Hunderte Ordner im Einsatz
Tatsächlich schien die Strecke gut abgesichert: An jeder Seitenstraße befand sich ein Ordner oder eine Ordnerin samt gelber Warnweste und auch mit je einem Absperrgitter. Bis zur Schlussetappe am Sonntag seien rund 500 Helfer im Einsatz, betonte Scherf. Allerdings kam es nicht nur bei Leidert zu einem Vorfall, sondern vorher bereits beispielsweise bei Paul Fietzke (Red Bull-Bora-hansgrohe Rookies), vor dem ein Auto aus einer Hofeinfahrt heraus auf die Strecke fuhr - glücklicherweise in Fahrtrichtung. Die Ordner am nächsten Kreisverkehr stoppten den PKW sofort.
Ob im Fall von Leidert ein Ordner die beiden Autos zu früh auf die Strecke ließ, weil er dachte, der letzte Fahrer sei schon durch, ob sich beide Autofahrer über entsprechende Anweisungen und auch "Durchfahrt verboten"-Verkehrsschilder hinweggesetzt haben oder ob auch dort beide aus ihren Privateinfahrten kamen, das muss nun geklärt werden.
Bei Radsport-Fans wurden durch die Bilder aus Brilon noch sehr junge, schreckliche Erinnerungen geweckt. Schließlich ist es erst drei Wochen her, dass der junge Brite Finlay Tarling bei der Portugal-Rundfahrt ums Leben kam, weil er in einer Abfahrt ebenfalls in einer Linkskurve bei hoher Geschwindigkeit mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert war.
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Highlights: Kampf um Tagessieg und Rotes Trikot auf 2000 Meter Höhe
Quelle: Eurosport
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