Straßen-WM 2028: Abu Dhabi plant künstliche Hügel für Tadej Pogacar und Co. - Sprinter über Änderungen wohl frustriert

Wer gedacht hat, dass die Straßen-WM in Abu Dhabi 2028 zu einer Angelegenheit für Sprinter werden würde, könnte sich getäuscht haben. Wie die spanische Sportzeitung "Marca" in Erfahrung gebracht haben will, sind auf der Insel Hudayriyat mehrere künstliche Hügel geplant oder schon in Arbeit, darunter der Anstieg Al Wathba. Das spielt vor allem Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) in die Karten.

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Quelle: Eurosport

Laut "Marca" war Al Wathba ursprünglich 1,4 Kilometer lang und durchschnittlich sechs Prozent steil. Wie Soudal-Sprinter Tim Merlier schon bei der UAE Tour feststellte, wurde er weiter ausgebaut. Er soll 2026 bereits über zwei Kilometer im Schnitt elf Prozent bergauf führen.
Damit offenbar nicht genug: Wie das spanische Medium weiter schrieb, gehe aus vorliegenden Dokumenten hervor, dass der Anstieg in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate auf insgesamt 3,8 Kilometer verlängert und dann eine durchschnittliche Steigung von 6,5 Prozent aufweisen wird.
Auf dem Schlusskilometer soll es mit elf Prozent bergauf gehen, auf den letzten Metern sogar noch mehr.
Zwar ist es ungewöhnlich, dass eine WM-Gastgeberstadt in einen möglichen Parcours noch Anstiege einbaut - im konkreten Fall dürfte es sich jedoch mit der Personalie Tadej Pogacar erklären lassen. Der Slowene steht noch bis 2030 beim UAE-Emirates-Team unter Vertrag und die Organisatoren könnten so die Chancen ihres Stars auf einen weiteren WM-Titel erhöhen wollen.

Sprinter über Anpassungen wohl frustriert

Die Sprinter dagegen dürften solche Nachrichten eher frustrieren. Schließlich finden bereits die Titelkämpfe 2026 im kanadischen Montreal 2027 und im französischen Haute-Savoie auf anspruchsvollen Kursen statt.
Das letzte WM-Rennen, das im Sprint zumindest einer größeren Spitzengruppe entschieden wurde, wurde 2017 im norwegischen Bergen ausgetragen. Damals holte sich Peter Sagan sein drittes Regenbogentrikot in Serie.
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