Tour Auvergne-Rhône-Alpes: Wout van Aert mit Rückschlag im Mannschaftszeitfahren - "damit rechnet man nicht"
VonJan Zesewitz
Update 10/06/2026 um 13:10 GMT+2 Uhr
Wout van Aert hat bei seinem Comeback ins Renngeschehen nach seinem Sieg bei Paris - Roubaix noch keine Topform gezeigt. Beim Mannschaftszeitfahren im Rahmen der dritten Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes konnte er mit seinen Teamkollegen schon frühzeitig nicht mehr mithalten. Seine Equipe Visma-Lease a Bike gewann den Kampf gegen die Uhr trotzdem, van Aert haderte im Anschluss mit sich.
Highlights: Visma dominiert Mannschaftszeitfahren auch ohne Van Aert
Quelle: Eurosport
Schon nach acht Kilometern des 28,4 Kilometer langen Zeitfahrens rund um Perreux musste der Roubaix-Sieger seine Mitstreiter ziehen lassen. "Am ersten Anstieg war es sofort zu schnell für mich. Und dann gibt es im Mannschaftszeitfahren kaum noch etwas zu verbergen", gab van Aert unumwunden gegenüber "Sporza" zu.
Seine Teamkollegen überwanden den frühen "Ausfall" des Belgiers und auch einen frühen Defekt von Ben Tulett und konnte das Zeitfahren mit neun Sekunden Vorsprung auf Netcompany-Ineos gewinnen.
Van Aert sprach im Anschluss über "gemischte Gefühle" auf dem Podium: "Es ist schön, mit meinen Teamkollegen auf dem Podium zu stehen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich viel beitragen konnte."
Vor rund zwei Monaten gewann der 31-Jährige in der "Hölle des Nordens" vor Tadej Pogacar. Seither bestritt er nur ein Gravel-Rennen. Nun stehen Fragezeichen hinter seiner Form für die Tour de France. Auch bei van Aert selbst, der die einwöchige Rundfahrt in den französischen Alpen als Formaufbau nutzen wollte.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/12/image-ae4b5d7d-81ce-46f7-b9f9-181d4fefc5d9-85-2560-1440.jpeg)
Episches Duell im Velodrom: Van Aert schlägt Pogacar im Sprint
Quelle: Eurosport
Van Aert ernüchtert: "Es macht keinen Spaß"
"Ich ging davon aus, dass es eine schwierige Woche werden würde, aber ich dachte, ich wäre schon weiter als heute. Jeder Tag ist nur eine Momentaufnahme und heute war kein guter Tag", erklärte er ernüchtert. "Man rechnet damit nicht, aber wir müssen ruhig bleiben und das Richtige tun. Es macht keinen Spaß."
Bei den ersten beiden Etappen der Rundfahrt spielte van Aert keine Rolle - in Topform hätte er wohl klar zu den Favoriten auf dem hügeligen Terrain gezählt. Er feierte bereits fünf Etappensiege bei diesem Rennen, darunter auch ein Zeitfahren. Allerdings bremst ihn zuletzt ein Trainingssturz aus, dessen Folgen in Form von Verbänden noch sichtbar sind.
Sein Visma-Team um Kapitän Matteo Jorgenson befindet sich nach dem gestrigen Erfolg in einer guten Ausgangsposition. Der US-Amerikaner liegt 15 Sekunden hinter dem Mann im Gelben Trikot, Alex Baudin und nur drei Sekunden hinter dem Ineos-Duo Kevin Vauquelin und Oscar Onley. Auf die anderen Klassement-Favoriten hat er bereits einen Vorsprung herausgefahren.
Das könnte Dich auch interessieren: Van Gils staunt über Pogacar: "Wir dachten, er blufft"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/06/09/image-f3b15389-f8bd-4bc6-ab70-e5d9d9a354a6-85-2560-1440.jpeg)
Visma nicht zu schlagen - Baudin verteidigt Gelbes Trikot
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung