Tour de France 2016 - Bergankunft: Froome baut Vorsprung aus, Movistar geschlagen

Chris Froome hat bei der Bergankunft auf der 17. Etappe der Tour de France 2016 das Gelbe Trikot souverän verteidigt. Der Brite hängte fast alle Rivalen im Schlussanstieg zum Stausee Finhaut-Emosson ab und baute seine Führung aus. Allein sein Ex-Teamkollege Richie Porte konnte dagegenhalten. Den Tagessieg auf 1960 Metern Höhe sicherte sich als Ausreißer der Russe Ilnur Zakarin vom Katusha-Team.

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Die Attacken aus der Gruppe der Favoriten waren am HC-Anstieg hinauf zum Ziel - wie schon zuletzt im Jura - allesamt schnell vereitelt. Alejandro Valverde und Daniel Martin versuchten ihr Glück, später auch Fabio Aru - alle wurden vom Sky-Team wieder gestellt.
Ausnahme: Porte löste sich tatsächlich von allen Rivalen und Froome schloss die Lücke zu seinem Freund mit einiger Verzögerung. Als Duo zogen sie davon, während hinter ihnen nach Bauke Mollema auch Nairo Quintana in Schwierigkeiten geriet und Boden im Kampf ums Podium verlor.
Am Ende büßte der Kolumbianer 28 Sekunden auf Froome und Porte ein, Valverde 2:02 Minuten.
Tour: Das Finale der Bergankunft in der Schweiz
Auf den 184 Kilometern ging es nach dem Ruhetag von Bern aus sofort mit extrem hohem Tempo zur Sache, lange dauerte es, bis sich eine Fluchtgruppe erfolgreich absetzen konnte.
Dem Höllentempo in den ersten Rennstunden war es zu verdanken, dass der Tagessieger den für eine Bergetappe enormen Schnitt von 40 km/h erreichte.
Zakarin, beim Giro d'Italia als Podiumsanwärter noch schwer gestürzt, hielt am Ende den Kolumbianer Jarlinson Pantano (IAM) um 55 Sekunden erfolgreich auf Distanz.
Video: Schwerer Sturz von Zakarin bringt das Giro-Aus
Aus deutscher Sicht belegte Emanuel Buchmann vom Bora-Rennstall den 34. Platz mit 15:20 Minuten Rückstand auf Zakarin. In der Gesamtwertung ist der 22. mit Tuchfühlung zu den Top 20 im Klassement.
Ihre Führung in den Sonderwertungen bauten heute auch die beiden Tinkoff-Fahrer Rafal Majka und Peter Sagan aus. Beiden gelang der Sprung in die Ausreißergruppe des Tages, wodurch der Weltmeister den Zwischensprint gewinnen und sein Grünes Trikot weiter absichern konnte und der Pole an den Bergwertungen des Tages viele Zähler sammelte.
Quintanas Hoffnungen hatten schon vor dem scharfen Start einen Dämpfer erhalten: Bei einem Sturz in der neutralisierten Rennphase zog sich Quintanas Helfer Gorka Izagirre einen Schlüsselbeinbruch zu und musste ausscheiden.
Von den deutschen Radprofis fiel nur Tony Martin ein wenig auf. Nach seinem langen Ausreißversuch vom Montag trug er zusammen mit Teamkollege Julian Alaphilippe die rote Startnummer für den kämpferischsten Fahrer des vorangegangenen Teilstücks. Am Donnerstag folgt auf der 18. Etappe ein Bergzeitfahren zwischen Sallanches und Megève über 17 Kilometer.
Video: Das Bergzeitfahren unter der Lupe
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