Tour de France 2016: Chris Froome auf letzter Bergetappe ungefährdet

Chris Froome hat im strömenden Regen seinen dritten Gesamtsieg bei der Tour de France auf der letzten Bergetappe ungefährdet unter Dach und Fach gebracht. Zwischen Megève und Morzine musste er keine Attacken der Konkurrenz mehr kontern, überhaupt blieben Vorstöße am letzten schweren Berg der Tour, dem Col de Joux-Plane, Fehlanzeige. Etappensieger wurde als Ausreißer Jon Izagirre (Team Movistar).

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Fotocredit: Eurosport

Auf der Abfahrt ins Tagesziel Morzine setzte sich der Spanier von seinen letzten Begleitern Jarlinson Pantano (Kolumbien/IAM) und Vincenzo Nibali (Italien/Astana) ab und kam als Solist ins Ziel.
In der Gruppe der Favoriten rund um das Gelbe Trikot gab es keine Angriffe mehr, nachdem am Tag zuvor noch einmal Bewegung in den Kampf um die Podiumsplätze hinter Froome gekommen war. Die Teams von Astana und ag2r zeigten sich zwar engagiert, doch ihre Kapitäne konnten nicht mehr in die Offensive gehen.
Der Italiener Aru brach sogar völlig ein und wurde nur 56. - damit fiel er aus den Top Ten, in die sich der Tscheche Roman Kreuziger als Mitglied der großen Fluchtgruppe des Tages durch seinen sechsten Platz noch hineinkämpfte.
"Ich bin froh, dass es geschafft ist", erklärte Froome im Ziel, "nach meinem Sturz gestern hatte ich Schmerzen an Knie, Rücken und Ellbogen."
"Kronprinz" von Froome blieb der Franzose Romain Bardet, Sieger der letzten Bergankunft auf der 19. Etappe, als Zweiter der Gesamtwertung.
Rang drei belegt Nairo Quintana, der Kolumbianer sorgte damit zusammen mit Tagessieger Izagirre und dem Erfolg in der Mannschaftswertung für einen versöhnlichen Tour-Abschluss für den Movistar-Rennstall. Es war der erste spanische Etappensieg bei der 103. Tour de France und der fünfte Saisonsieg für Izagirre.
Der als großer Herausforderer von Frooome am Mont Saint-Michel gestartete Quintana zog ein versöhnliches Fazit: "Ich hatte mit Allergien zu kämpfen, aber zuletzt ging es besser. Drittes Podium bei meiner dritten Tour - ich bin zufrieden. Wir haben getan, was wir konnten und heute sind wir belohnt worden und sehr zufrieden. Jetzt auf zur Party nach Paris!"
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Emanuel Buchmann (Bora) kam in Morzine als bester Deutscher auf den 34. Platz (+9:10). Damit schob er sich in der Nachwuchswertung noch auf den dritten Gesamtrang nach vorne, während er im Gesamtklassement 21. ist.
Auf der Schlussetappe in Paris sollten dann am Sonntag noch einmal die Sprinter um die deutschen Asse John Degenkolb, Marcel Kittel und André Greipel die Chance auf einen Etappensieg haben. "Das wird das absolute Finale für mich und die Mannschaft. Es geht ans Eingemachte", sagte Kittel.
Vor dem Start in Megève nahmen Fahrerfeld und Tour-Organisation mit einer Schweigeminute Anteil am Amoklauf in München.
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