Tour de France 2016, Vorschau 16. Etappe: Heimspiel für Cancellara in Bern

Die 16. Etappe der Tour de France 2016 führt in die Schweiz und bietet den Sprintern die letzte Chance vor dem Finale in Paris auf den Champs Elysées. Das Finale in Bern hat es allerdings in sich und gibt "Lokalmatador" Fabian Cancellara oder Assen wie Peter Sagan, John Degenkolb oder Greg van Avermaet bessere Chancen als den reinen Sprintern um Marcel Kittel, André Greipel oder Mark Cavendish.

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Fotocredit: Eurosport

Ein letztes Mal durchschnaufen vor dem großen Finale in den Alpen. Die Tour betritt Schweizer Boden, wo die eidgenössischen Fahrer auf den rund 100 Kilometern durch ihre Heimat besonders motiviert sein dürften. Die Sprinter werden ihnen aber nichts schenken – obgleich das Finale in Bern sehr schwer wird.
TagesTour: Die ersten 106 Kilometer führen durch die Departements Jura und Doubs noch über französischen Boden, bevor das Peloton die Schweizer Kantone Neuenburg und Bern sowie Staat Freiburg unter die Reifen nimmt. 41,5 Kilometer vor dem Ziel steht in Ins/Anet der Zwischensprint des Tages auf dem Programm.
Die Côte de Mühleberg (4. Katgeorie) leitet 25,5 Kilometer vor dem Etappenende mit 1,2 Kilometern und 4,8 Prozent Durchschnittssteigung das wellige Finale ein. Auf den letzten zwei Kilometern müssen in Bern zwei kurze Anstiege bezwungen werden, die über den Tagessieg entscheiden dürften.
Video: Karte + Profil der 16. Tour-Etappe
KulTour: Bern ist eine Stadt mit einem üppigen kulutrellen Angebot, das das Herz eines jeden Musikfans höher schlagen lässt. Das Berner Symphonieorchester ist eines der größten Orchester der Schweiz und besteht seit 1877. Jährlich beherbergt die Stadt zahlreiche Musik-Festivals wie das Gurten-Festival, das auf dem Gurten, dem Hausberg Berns, abgehalten wird.
HisTourie: Unser Blick geht auch heute zurück in das Jahr 2012, als die Tour im Schweizer Porrentruy Station machte. Ein damals 22-Jähriger fuhr auf der 8. Etappe erstmals ins Rampenlicht: Thibaut Pinot. Der junge Franzose holte den damals enteilten Schweden Fredrik Kessiakoff am letzten Anstieg ein und rettete einen knappen Vorsprung auf die Favoritengruppe ins Ziel. Pinot sagte nach der Etappe, dass die letzten zehn Kilometer die härtesten zehn Kilometer seines Lebens gewesen wären.
Video: Madiot brüllt Pinot zum Etappensieg
Sein Teamchef Marc Madiot war vor Freude nicht mehr zu halten und jubelte seinem Schützling aus dem Begleitfahrzeug zu. Für den jungen Pinot ging damals in der Schweiz sein Stern auf. Was wird er in diesem Jahr bei der Tour erreichen?
Prognose: Für die Sprinter ist es vor Paris die letzte Chance. Sie werden alles versuchen, um sich nochmals einen Tagessieg zu sichern. Doch die beiden letzten kurzen Anstiege in Bern werden zu schwer für die Männer mit den ganz schnellen Beinen sein. Das Finale liegt einem Sprinter mit Punch bzw. einen Finisseur. Eine maßgeschneiderte Startrampe für einen Fahrer wie Fabian Cancellara, in dessen Heimat wir ein spektakuläres Finale zu sehen bekommen werden. .
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