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Stürze und erbitterte Kampfe um jeden Meter: Froome hat die Nase vorn
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Publiziert 10/07/2017 um 16:24 GMT+2 Uhr
Christopher Froome ließ es gemächlich angehen. Am wohlverdienten ersten Ruhetag der 104. Tour de France schrieb der Titelverteidiger am Teamhotel fleißig Autogramme und begnügte sich auf dem Rad mit einer lockeren Ausfahrt. Nach neun harten, intensiven und auch für sein Sky-Team verlustreichen Renntagen tankte der Träger des Gelben Trikots Kraft für die bevorstehenden Prüfungen in den Pyrenäen.
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Die von Stürzen überschattete Königsetappe am Sonntag ließ erahnen, worauf sich Froome auf dem Weg zum vierten Gesamtsieg einstellen muss. Ein Selbstläufer wird der erneute Sprung auf das Podium in Paris nicht. "Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich noch immer in Gelb bin. Es war wirklich hart", hatte Froome im Anschluss an das Rennen gesagt.
Kampf mit allen Mitteln
Die Konkurrenz hatte ihm alles abverlangt, die Anstrengung war den Top-Fahrern ins Gesicht geschrieben. Jeder Einzelne, auch Froome, bewegte sich am Limit. Bei den Angriffen auf Froome war das Mittel der Wahl dabei unterschiedlich: Der Italiener Fabio Aru (Astana) attackierte, als der Brite von einem Defekt ausgebremst wurde. Der junge Franzose Romain Bardet (AG2R) riskierte in der umstrittenen Abfahrt vom Mont du Chat viel und brachte Froome in Bedrängnis.
Am Berg wirkte Froome zweifelsohne stark, die gewohnt erdrückende Dominanz ließ er jedoch bisher vermissen. Der geringe Vorsprung auf Aru (+0:18 Minuten) und Bardet (+0:51) dürfte seine Gegner zu weiteren Angriffen motivieren.
Rückschläge für Froome und restliches Team
Offen ist, in welchem Ausmaß sich der Ausfall seines wichtigen Helfers Geraint Thomas auswirken wird. Der Brite, der das Auftaktzeitfahren in Düsseldorf gewonnen und das "Maillot jaune" bis einschließlich der fünften Etappe getragen hatte, war eines von diversen Sturzopfern und musste verletzt aufgeben. "Ihn zu verlieren, ist ein massiver Schlag für uns", sagte Froome.
Nicht mehr in den Kampf um Gelb eingreifen wird auch Richie Porte. Froomes wohl schärfster Rivale war bei der Abfahrt vom Mont du Chat entsetzlich gestürzt und erlitt Brüche des rechten Schlüsselbeins und der Hüftpfanne. "Dass er nicht mehr dabei ist, ist ein Rückschlag für das gesamte Rennen", sagte Froome. Sein erneuter Gesamtsieg wird dadurch dennoch wahrscheinlicher.
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