Tour de France: Michael Matthews gewinnt die 14. Etappe, Fabio Aru verliert Gelb
Tour de France: Michael Matthews vom Team Sunweb hat die 14. Etappe nach Rodez gewonnen und Olympiasieger Greg Van Avermaet (BMC) in Schach gehalten. Der Australier war im ansteigenden Schlusssprint überlegen und ließ seine deutsche Mannschaft am Tag nach dem Erfolg von Warren Barguil über den nächsten Sieg jubeln. Dritter wurde der Norweger Edvald Boasson Hagen vom Team Dimension Data.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Fabio Aru (Astana) verlor das Gelbe Trikot, weil er im Finale als 30. nicht Anschluss hielt - Chris Froome (Sky) hingegen wurde Siebter und ist zurück im "maillot jaune" - womit er nicht gerechnet hatte:
"Ich habe über das Team-Radio nur noch 'push, push, push!' gehört, das war großartig. Ich bin jetzt zurück in Gelb, aber das ist meiner Mannschaft zu verdanken", sagte Froome, der seinem italienischen Rivalen im 570m langen und 9,6% steilen Anstieg ins Ziel 24 Sekunden abnahm.
Froome liegt nun 19 Sekunden vor Aru, 23 vor Romain Bardet (ag2r) und 29 vor Rigoberto Uran (Cannondale). Fünfter ist Froome-Teamkollege Mikel Landa mit 1:17 Minute Rückstand auf den Spitzenreiter.
Von den Topfahrern der Gesamtwertung verloren nur Uran und Daniel Martin (Quick-Step) keine Zeit auf Froome. Bardet und Simon Yates (Orica) büßten vier Sekunden ein, Landa 14 Sekunden, Nairo Quintana (Movistar) und Alberto Contador (Trek Segafredo) je 21 Sekunden.
Damit gab es auf der vermeintlich nicht sehr schweren Etappe ähnliche Abstände zwischen den Podiums-Kandidaten wie bei den Ankünften an der Planche des Belles Filles und Peyragudes.
"Ich war zu Beginn des Anstiegs zu weit hinten", erklärte Aru. "Dann ging eine Lücke im Feld auf und ich musste mich mit vollem Einsatz wieder rankämpfen. Aber danach gab es eine neue Lücke und so kam es zu diesem Rückstand. Aber noch ist nichts verloren."
Sieg bei Rückkehr nach Rippenbruch
"Vor zwei Jahren habe ich mir hier die Rippen gebrochen. Jetzt mit einem Sieg zurückzukommen, damit wird ein Traum wahr", sagte Matthews.
Der Doppelschlag für Sunweb nach dem Sieg am Vortag von Warren Barguil freute ihn besonders: "Wir sind Zimmergenossen, also hat unser Zimmer jetzt zwei Etappensiege vorzuweisen."
John Degenkolb (Trek-Segafredo) war im Finale lange gut platziert, dann aber schwanden seine Kräfte und er kam als 36. ins Ziel, Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) wurde 29., direkt vor Aru.
Sprint-Seriensieger Marcel Kittel musste weit vor dem Ziel abreißen lassen, doch hat er noch immer 99 Punkte Vorsprung auf Matthews im Kampf um das Grüne Trikot. Bester Deutscher war Paul Martens (LottoNL-Jumbo) als 15. der Etappe mit fünf Sekunden Rückstand.
Auf dem Weg nach Rodez hatte sich früh eine fünfköpfige Ausreißergruppe um den französischen Publikums-Liebling Thomas Voeckler (Direct Energie) gebildet. 30 Kilometer vor dem Ziel musste der 38 Jahre alte Elsässer die Hoffnung auf einen Coup bei seiner letzten Tour sausen lassen, als ihn sein Begleiter Thomas de Gendt (Lotto-Soudal) abhängte - der Belgier startete ein eindrucksvolles Solo, das aber nicht von Erfolg gekrönt war.
Sprintstar Marcel Kittel baute zwar beim Zwischenspurt seine Führung im Kampf um das Grüne Trikot aus, verlor aber nach technischen Problemen rund 45 Kilometer vor dem Ziel den Anschluss ans Feld. Mit einiger Mühe kämpfte sich der Thüringer ans Peloton zurück und blieb letztlich im Zeitlimit.
Nächster Coup am Sonntag?
Die 15. Etappe bietet am Sonntag auf dem 189,5km langen Weg nach Le Puy-en-Velay zwei Anstiege der ersten Kategorie, eine Attacke auf Gelb ist auch dort möglich.
Die letzten 40 Kilometer nach Le Puy en Velay beginnen mit dem wenig bekannten Col de Peyra Taillade, einem Anstieg mit Abschnitten von bis zu 14%, der eine aktionsreiche Etappe vor dem Ruhetag krönen könnte.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-501de6cc-5a93-472f-ba7e-2a32bf0eb94e-68-310-310.jpeg)