Tour de France: Warren Barguil gewinnt die 13. Etappe am Nationalfeiertag

Tour de France: Warren Barguil gewinnt die 13. Etappe am Nationalfeiertag und lässt Frankreich jubeln, die Favoriten um das Gelbe Trikot rücken noch enger zusammen. Denn hinter dem Franzosen kamen auch Nairo Quintana, Mikel Landa und Alberto Contador als Ausreißer vor den Top-Fahrern der Gesamtwertung ins Ziel. Fabio Aru verteidigte zwar das "Maillot jaune", doch einige Rivalen kamen näher.

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So machte Sky-Edelhelfer Landa Boden gut und auch Quintana ist nun wieder in Sichtweite zum Podium. Außerdem konnte Daniel Martin im Finale einige Sekunden Vorsprung auf die Gruppe um Aru, Chris Froome und Romain Bardet herausfahren.
Froome zeigte sich auf der nur 100 Kilometer langen Etappe über drei schwere Berge sehr offensiv und attackierte mehrfach - allerdings ohne sich absetzen zu können.
"Es ist perfekt gelaufen, wir waren sehr stark", sagte Froome über die Teamleistung von Sky.
Nach 2:36,29 Stunden ließ Barguil im Sprint Quintana, Contador und Landa hinter sich, 1:39 Minute danach folgten Simon Yates und Martin, weitere neun Sekunden späterr die kleine Gruppe um das Gelbe Trikot.
Landa ist nun Vierter der Gesamtwertung mit nur noch 1:09 Rückstand, Martin rückte bis auf 1:32 an Gelb heran, Quintana reduzierte die Differenz auf 2:07 und selbst Contador ist mit 5:22 Minuten Abstand zu Aru wieder als Zehnter zurück in den Top Ten.
Emanuel Buchmann war als 20. bester Deutscher, der Bora-Kapitän ist 17. der Gesamtwertung.
Spitzenreiter Aru meisterte die schwierige Prüfung fast ohne Unterstützung seines Astana-Team im Alleingang. Dauphiné-Sieger Jakob Fuglsang, Mitfavorit und wichtigster Helfer des Italieners, musste die Etappe wegen seiner Sturzverletzungen aufgeben, nachdem der Däne lange verzweifelt, teils freihändig fahrend, gekämpft hatte.
"Ich bin ruhig geblieben, ich habe nur reagieren müssen", sagte Aru.

Sky will weiter pokern

Die Ausgangslage verspricht Hochspannung für die Alpenetappen in der kommenden Woche: "Wir werden weiter mit dem Team pokern", sagte Froome, der sich "viel besser" fühlte als noch am Vortag.
An der Hierarchie in der britischen Top-Mannschaft wird sich vorerst aber nichts ändern. "Froome bleibt unser Kapitän. Mit Landa können wir die anderen nervös machen, wir haben eine Karte mehr zu spielen", sagte Sportdirektor Servais Knaven.
Für Spitzenreiter Aru stellt sich die Situation deutlich anders dar. Im Dänen Jakob Fuglsang verlor der Astana-Kapitän verletzungsbedingt bereits den zweiten wichtigen Helfer, in den Bergen ist der Italiener auf sich allein gestellt. Dass der 27-Jährige allerdings auch ohne Unterstützung zurechtkommt, bewies er am Freitag.
Froome hatte am Berg attackiert und dann waghalsig in der Abfahrt viel riskiert, abschütteln ließ sich Aru nicht. Gleiches gelang Bardet und Uran, die ihre Chancen auf den Tour-Gesamtsieg wahrten.
Nach einer über den gesamten Tag couragierten Leistung verdiente sich Warren Barguil im Bergtrikot als erster Franzose seit zwölf Jahren den Etappensieg am Nationalfeiertag. "Es ist einfach das Größte, am 14. Juli zu gewinnen", sagte Barguil, der zugleich dem deutschen Team Sunweb den Premierensieg bei der Tour 2017 bescherte.
Zu den Gewinnern zählten auch Ex-Tour-Sieger Alberto Contador (Spanien/Trek-Segafredo) und Nairo Quintana (Kolumbien/Movistar), die in der Fluchtgruppe Zeit gutmachten und sich für die Enttäuschungen der Vortage entschädigten.
In der erwartet hektischen Anfangsphase scheiterten zunächst alle Ausreißversuche. Zwar setzten sich vereinzelt Fahrer ab, aufgrund des hohen Tempos im zunehmend kleiner werdenden Hauptfeld endeten die diversen Fluchten jedoch jäh. An der Spitze des Col de Latrape, des ersten von drei Anstiegen der 1. Kategorie, lancierte Contador mit Landa einen Angriff - diesmal mit Erfolg.
Kurz darauf brachte auch Quintana in einer zweiten Gruppe eine Lücke zwischen sich und die Favoriten. In dieser hielt sich bis zur Mur de Péguère auch das deutsche Kletter-Talent Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) auf, der als 20. in Foix ankam.
Der fünffache Etappensieger Marcel Kittel sammelte im Zwischensprint kurz nach dem Start weitere Punkte für das Grüne Trikot. Anschließend kämpfte er mit den anderen Sprintern erfolgreich im Grupetto um das Erreichen der Karenzzeit.
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