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Tour de France 2018: 6. Etappe an der Mur de Bretagne geht an Daniel Martin

Mit Video | Martin jubelt, Froome verliert Sekunden
Von SID

12/07/2018 um 17:49Aktualisiert 12/07/2018 um 19:13

Die "Mini-Bergankunft" an der Mur de Bretagne hat auf der 6. Etappe der Tour de France für Dramatik gesorgt. Daniel Martin aus Irland schloss eine Solo-Attacke im Schlussanstieg erfolgreich ab und siegte mit einer Sekunde Vorsprung auf den Franzosen Pierre Latour und drei Sekunden zu Alejandro Valverde aus Spanien. Das Gelbe Trikot verteidigte der Belgier Greg Van Avermaet einen weiteren Tour-Tag.

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Video - Showdown an der "Mauer": Der letzte Kilometer der 6. Etappe

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Chris Froome konnte das Tempo der Besten am Ende der Steigung der 3. Kategorie nicht ganz halten, als 18. verlor er acht Sekunden auf den Tagessieger Martin.

Auch Romain Bardet (ag2r) hatte technische Probleme im Finale, doch der Franzose konnte Anschluss an die Gruppe der Favoriten wieder herstellen, bis es in den Schlussanstieg ging. Dann aber zahlte er den Preis für die zusätzliche Anstrengung und fiel zurück, 31 Sekunden war sein Rückstand.

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Sagan stark, aber nicht stark genug

Martin (Team UAE Emirates) setzte sich im schier endlosen Bergaufsprint eindrucksvoll durch. Froomes Rivalen Richie Porte (Australien/BMC), Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida) und Nairo Quintana (Kolumbien/Movistar) machten jeweils fünf Sekunden auf den Briten gut.

Erst beim zweiten der beiden Anstiege zur "Mur", zwei Kilometer lang und bis zu 10 Prozent steil, ließen es die Topfavoriten richtig krachen, für Froome war der Anstieg aber anscheinend zu kurz, um seine Stärken auszuspielen. Für Vortagessieger Peter Sagan (Slowakei/Bora-hansgrohe) war das Finale ein wenig zu schwierig, der Weltmeister wurde respektabler Achter.

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Deutsche abgeschlagen, Quick-Step verpasst Gelb

Die deutschen Profis hatten wie am Vortag nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Die Topsprinter Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) und Andre Greipel (Lotto-Soudal) waren schon frühzeitig zurückgefallen, auch Klassiker-Ass John Degenkolb (Trek-Segafredo) kam weit abgeschlagen ins Ziel.

In einem zunächst unspektakulären Rennen riss das Feld nach 80 Kilometern an einer Windkante auseinander. Quick-Step um den zweimaligen Etappensieger Fernando Gaviria (Kolumbien) machte mächtig Tempo - das Team hatte im Belgier Philippe Gilbert (3. vor Etappenstart), dem Franzosen Julian Alaphilippe (5.) und dem Luxemburger Bob Jungels (6.) gleich drei heiße Anwärter auf das Gelbe Trikot. Die Attacke blieb aber letztlich ohne große Auswirkungen, die Abgehängten schlossen auf dem Weg zur ersten Überquerung der Mur de Bretagne wieder auf.

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Nach zwei harten Tagen auf den Hinterbänken des Feldes winkt den Sprintspezialisten Kittel und Greipel am Freitag wieder ein erfreulicherer Arbeitstag.

Nach den 231 Kilometern der längsten Tour-Etappe 2018 zwischen Fougères und Chartres ist ein Massenspurt sehr wahrscheinlich - vor der ersten Kletterpartie in den Alpen am kommenden Dienstag dürfte es für die Sprinter die vorletzte Chance sein.

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