Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) mussten sich im Sprint dem Tour-Debütanten klar geschlagen geben. John Degenkolb (Trek) kam auf den achten Platz.

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Alle deutschen Träger des Gelben Trikots der Tour de France
27/08/2020 AM 07:45

"Es war ein harter Sprint. Der dritte Platz ist okay. Ich habe ein bisschen gepokert, aber war am Ende zu spät", sagte Kittel:

Wir wollten natürlich gewinnen. Ich bin sicher, dass wir das können. Die Power ist da.

"Wir haben einen guten Job gemacht, ich konnte aber den letzten Punch nicht mitgehen", sagte Degenkolb. Andre Greipel (Lotto-Soudal) war als 26. ohne jede Chance auf das erste Gelbe Trikot seiner Karriere. "Dummheit" sei es gewesen, sagte der angefressene "Gorilla" knapp.

Der Sprint um Gelb auf der 1. Etappe: Debütant schlägt Sagan und Kittel

Stürze sorgen für große Abstände

Knapp fünf Kilometer vor dem Ziel stürzte Froome bei hohem Tempo in den Straßengaben: Er war zwar schnell wieder auf dem Rad, konnte aber trotz der verzweifelten Tempoarbeit seiner Helfer den Anschluss an das vorne Richtung Ziel stürmende Feld nicht mehr herstellen.

Froome, Porte und auch Adam Yates verloren in einer größeren Gruppe hinter dem Feld 51 Sekunden, Quintana büßte weitere Zeit ein, er kassierte 1:15 Minute. Der Kolumbianer war besonders im Pech, wäre sein Defekt 500m näher am Ziel passiert, hätte er laut Reglement keinen Zeitrückstand berecnet bekommen. Froome sagte:

Das gehört zum Spiel dazu, wir wussten, dass die ersten Etappen tückisch werden. Bis Paris ist noch ein langer Weg.

Nur 63 Fahrer kamen mit der Zeit des Siegers ins Ziel der 1. Tour-Etappe, damit gab es gleich zum Auftakt große Abstände in der Gesamtwertung.

Vor zwei Jahren: Salto von Froome in Straßengraben

Quintana bezahlt Defekt teuer

Ohne Zeitverlust durch die 1. Etappe kamen von den Favoriten Jakob Fuglsang, Rafal Majka, Vincenzo Nibali, Bob Jungels, Tom Dumoulin, Romain Bardet, Rigoberto Uran, Warren Barguil, Mikel Landa, Primoz Roglic, Alejandro Valverde, Bauke Mollema, Inur Zakarin, Daniel Martin und Tejay van Garderen.

In der Gruppe mit 51 Sekunden Rückstand waren u.a. Porte, Froome und Yates, Laurens ten Dam, Domenico Pozzovivo und Guillaume Martin vertreten. Quintana (+1:15) und sein zeitgleicher Landsmann Egan Bernal kamen zumindest noch vor dem Franzosen Pierre Latour (+2:11) und dessen Rivalen in der Nachwuchswertung Marc Soler (+2:24) ins Ziel.

Riesiges Pech für Quintana: Defekt wirft ihn weit zurück

Franzose im Bergtrikot

Für Gaviria war es der perfekte Auftakt in seine erste Tour - er gewann auch hinter den Ausreißern den Zwischensprint unterwegs vor seinen Sprint-Rivalen und führt nun sowohl die Gesamtwertung als auch die Punktewertung souverän an:

Ein fantastischer Tag, ein Traum ist wahr geworden.

"Ein unglaublicher Tag": Gaviria im Siegerinterview

Erster Träger des Bergtrikots ist der Franzose Kevin Ledanois (Fortuneo), der aus einem Ausreißer-Trio die einzige kleine Bergwertung des Tages gewann. Sein Fluchtgefährte und Landsmann Yoann Offredo (Wanty) wurde als kämpferischster Fahrer geehrt.

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