Tour de France 2018: Froome gestürzt, deutsche Sprinter geschlagen
Dramatisches Finale bei der 1. Etappe der Tour de France: Nicht nur Chris Froome (Team Sky) verlor nach einem Sturz wertvolle Zeit, sondern u.a. auch Richie Porte (BMC). Herausforderer Nairo Quintana (Movistar) büßte durch einen Defekt gleich zum Auftakt sogar noch mehr Boden auf die anderen Favoriten. Den Sprint gewann Fernando Gaviria aus Kolumbien, er holte sich damit auch das Gelbe Trikot.
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Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) mussten sich im Sprint dem Tour-Debütanten klar geschlagen geben. John Degenkolb (Trek) kam auf den achten Platz.
"Es war ein harter Sprint. Der dritte Platz ist okay. Ich habe ein bisschen gepokert, aber war am Ende zu spät", sagte Kittel:
"Wir haben einen guten Job gemacht, ich konnte aber den letzten Punch nicht mitgehen", sagte Degenkolb. Andre Greipel (Lotto-Soudal) war als 26. ohne jede Chance auf das erste Gelbe Trikot seiner Karriere. "Dummheit" sei es gewesen, sagte der angefressene "Gorilla" knapp.
Stürze sorgen für große Abstände
Knapp fünf Kilometer vor dem Ziel stürzte Froome bei hohem Tempo in den Straßengaben: Er war zwar schnell wieder auf dem Rad, konnte aber trotz der verzweifelten Tempoarbeit seiner Helfer den Anschluss an das vorne Richtung Ziel stürmende Feld nicht mehr herstellen.
Froome, Porte und auch Adam Yates verloren in einer größeren Gruppe hinter dem Feld 51 Sekunden, Quintana büßte weitere Zeit ein, er kassierte 1:15 Minute. Der Kolumbianer war besonders im Pech, wäre sein Defekt 500m näher am Ziel passiert, hätte er laut Reglement keinen Zeitrückstand berecnet bekommen. Froome sagte:
Nur 63 Fahrer kamen mit der Zeit des Siegers ins Ziel der 1. Tour-Etappe, damit gab es gleich zum Auftakt große Abstände in der Gesamtwertung.
Quintana bezahlt Defekt teuer
Ohne Zeitverlust durch die 1. Etappe kamen von den Favoriten Jakob Fuglsang, Rafal Majka, Vincenzo Nibali, Bob Jungels, Tom Dumoulin, Romain Bardet, Rigoberto Uran, Warren Barguil, Mikel Landa, Primoz Roglic, Alejandro Valverde, Bauke Mollema, Inur Zakarin, Daniel Martin und Tejay van Garderen.
In der Gruppe mit 51 Sekunden Rückstand waren u.a. Porte, Froome und Yates, Laurens ten Dam, Domenico Pozzovivo und Guillaume Martin vertreten. Quintana (+1:15) und sein zeitgleicher Landsmann Egan Bernal kamen zumindest noch vor dem Franzosen Pierre Latour (+2:11) und dessen Rivalen in der Nachwuchswertung Marc Soler (+2:24) ins Ziel.
Franzose im Bergtrikot
Für Gaviria war es der perfekte Auftakt in seine erste Tour - er gewann auch hinter den Ausreißern den Zwischensprint unterwegs vor seinen Sprint-Rivalen und führt nun sowohl die Gesamtwertung als auch die Punktewertung souverän an:
Erster Träger des Bergtrikots ist der Franzose Kevin Ledanois (Fortuneo), der aus einem Ausreißer-Trio die einzige kleine Bergwertung des Tages gewann. Sein Fluchtgefährte und Landsmann Yoann Offredo (Wanty) wurde als kämpferischster Fahrer geehrt.
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