Tour de France 2019: 12. Etappe geht an Simon Yates

Der Österreicher Gregor Mühlberger hat auf der 12. Etappe der Tour de France 2019 den Sieg knapp verpasst. Die 209 Kilometer von Toulouse nach Bagnères-de-Bigorre führten über zwei Anstiege der 1. Kategorie und wurden von einer großen Ausreißergruppe bestimmt. Ein Trio setzte sich kurz vor der letzten Bergwertung ab und macht den Sieg unter sich aus - diesen holte sich der Brite Simon Yates.

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Simon Yates (Mitchelton-Scott) setzte sich nach knapp fünf Stunden im Dreiersprint vor Pello Bilbao (Astana) und Mühlberger (Bora-hansgrohe) durch. Dessen Teamkollege Maximilian Schachmann belegte den 16. Platz der ersten Pyrenäen-Etappe der Tour de France 2019. Zwei Positionen vor ihm kam der Schweizer Mathias Frank (ag2r) ins Ziel (beide mit 1:28 Minute Rückstand).
"Ich muss schon zugeben, dass ich ganz vorne nicht hätte mitfahren können. Zum Schluss war das Tempo raus. Es waren harte Berge", sagte Schachmann nach der Etappe. Mühlberger erklärte:
Yates machte mit seinem ersten Tour-Etappensieg seinen persönlichen Hattrick komplett, nachdem er zuvor schon bei Vuelta a Espana und Giro d'Italia Tagessiege holen konnte.

Tour-Favoriten sparen Kräfte

Am Tag vor dem ersten Einzelzeitfahren der Tour de France 2019 hielten sich die Topfavoriten mit Attacken zurück und sparten ihre Kräfte für die 13. Etappe. Auch Emanuel Buchmann hielt sich im Feld der Favoriten clever aus dem Wind und rangiert weiter auf Platz fünf der Gesamtwertung. Team Ineos führte das Feld um Vorjahressieger Geraint Thomas mit einem Rückstand von 9:35 Minuten auf den Tagessieger ins Ziel.
Der Franzose Julien Alaphilippe verteidigte sein Gelbes Trikot einen weiteren Tag, ebenso wie Peter Sagan das Grüne Trikot und Tim Wellens das Bergtrikot.

Drei Deutsche in der Ausreißergruppe

Der Tag hatte hektisch begonnen. Im flachen Teil der Strecke folgte nach dem Start Fluchtversuch auf Fluchtversuch. Fast eine Stunde verpufften die Attacken, ehe eine 40 Fahrer starke Gruppe stand. Zu ihr gehörten auch neben Schachmann auch Roger Kluge und Nikias Arndt.
Wirklich Fahrt nahm die Etappe erst nach dem Zwischensprint nach 130,5 km auf. Am Col de Peyresourde, einem Schauplatz einiger denkwürdiger Tourduelle, wurde die Führungsgruppe stetig kleiner, von den deutschen Fahrern hielt nur Schachmann mit. Am Hourquette d'Ancizan entbrannte schließlich ein Ausscheidungsrennen, in dem Schachmann ruhig seinen Rhythmus trat, durch Mühlbergers Stärke aber auch aus taktischen Gründen nicht mehr Vollgas fahren musste.
Im Einzelzeitfahren rund um Pau sind am Freitag alle Anwärter auf die Spitzenplätze bei der Tour gefordert - das Gelbe Trikot könnte wechseln und das Klassement ein deutlich anderes Gesicht bekommen.
(SID)
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