Tour de France 2021: Kluges Helm bricht, aber die Knochen halten

Roger Kluge hat die Tour de France aufgegeben. Der 35 Jahre alte Routinier vom Team Lotto Soudal wurde auf der 13. Etappe etwa 66 km vor dem Ziel in Carcassonne in einen Sturz mit mehreren Fahrern verwickelt und stieg danach nicht mehr aufs Rad. Sein Start bei den Olympischen Spielen, wo er auf der Bahn Edelmetall anstrebt, scheint zunächst aber nicht in Gefahr zu sein. Gebrochen ist nichts.

Roger Kluge bei der Tour de France in Chateauroux

Fotocredit: Getty Images

"Zum Glück gibt es keine Knochenbrüche, daher ist Tokio normalerweise der nächste Schritt für mich", wurde Kluge in einer Mitteilung seines Teams zitiert: "Ich bin froh, dass ich nichts kaputt gemacht habe und die Olympischen Spiele noch möglich sind. Zum Glück ist noch etwas Zeit."
Gegenüber radsport-news.com erklärte Kluges Manager Marc Bator außerdem, sein Schützling werde schon am Samstag voraussichtlich die Heimreise antreten, um sich dort zu erholen. Denn großflächige Hautabschürfungen hat der 35-Jährige sehr wohl davongetragen.
In einem Video, das sein Team auf Twitter veröffentlichte, erklärte Kluge, wie er den Sturz erlebt hat:
"Ich fiel hin und habe dann gemerkt, warum alle bremsten: Die Straßen waren sehr brüchig, wir sind letztendlich einfach über Steine gerutscht. Wir waren superschnell und andere Fahrer stürzten über mich. Ich bin dann recht lange gerutscht, so dass ich wusste, dass das kein gutes Ende nimmt. Ich konnte sitzen und aufstehen und spürte, dass nichts gebrochen war. Aber ich hatte so starke Schmerzen am Rücken, dass ich nicht eine Sekunde darüber nachdachte, wieder aufs Rad zu steigen."
Trotzdem gehe es ihm den Umständen entsprechend gut, erklärte ein mit riesigen Pflastern beklebte Kluge auch seiner Teamleitung in dem Video und sagte dann mit seinem Helm in der Hand: "Ich bin froh, dass wir den haben. Mein Helm ist gebrochen, aber mein Kopf nicht! Also kann ich jetzt nach Hause fahren."
In Tokio zählt Kluge zu den Medaillenkandidaten auf der Bahn. Im Mehrkampf Omnium (5. August), vor allem aber im Zweier-Mannschaftszeitfahren Madison an der Seite von Theo Reinhardt (7. August) wollte er sogar um den Olympiasieg fahren.
Kluge ist der vierte deutsche Fahrer, der bei der Großen Schleife vorzeitig ausgestiegen ist. Zuvor hatten Jasha Sütterlin (DSM), Jonas Koch (Intermarche-Wanty-Gobert) und Tony Martin (Jumbo-Visma) aufgeben müssen.
(mit SID)
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Quelle: Eurosport

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