Tour de France 2022: Jakobsen nutzt gleich seine erste Chance zum Sieg

Fabio Jakobsen (Quick-Step Alpha Vinyl) hat die 2. Etappe der 109. Tour de France gewonnen. Der Niederländer setzte sich in Nyborg nach 202,2 Kilometern im Massensprint vor Wout Van Aert (Jumbo – Visma) und Mads Pedersen (Trek – Segafredo) durch. Überschattet wurde das Etappenfinale durch einen Massensturz, der innerhalb der letzten drei Kilometer aber ohne Folgen für die Gesamtwertung blieb.

Un sprint, une victoire : Fabio Jakobsen (Quick-Step Alpha Vinyl) a déjà frappé sur le Tour de France

Fotocredit: Getty Images

Durch den Sturz aufgehalten wurde unter anderem Titelverteidiger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), der sich dabei auch einen Reifenschaden zuzog, einen eigenen Bodenkontakt aber verhindern konnte und aufgrund der 3-Kilometer-Regel auch ohne Zeitverlust blieb.
Van Aert verpasste zwar den Etappensieg als Zweiter knapp, holte sich dafür aber dank der Bonifikationen das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.
Außerdem übernahm er auch das Grüne Trikot des Punktbesten - wenn auch nur mit einem Zähler Vorsprung auf Jakobsen.
Für den Niederländer war der Sieg in Nyborg im ersten Massensprint seines Tour-Debüts die Erfüllung eines seit 15 Jahren geträumten Traums - und das endgültige Happy End der Geschichte um seinen lebensbedrohlichen Sturz bei der Polen-Rundfahrt vor zwei Jahren.
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Jakobsen nach Tour-Etappensieg sprachlos: "Seit 15 Jahren davon geträumt"

Quelle: Eurosport

"Heute ist unglaublich. Für mich war es ein langer Prozess hierher zu kommen, Schritt für Schritt. Dafür haben mir viele Leute geholfen, dieser Sieg ist auch für sie. Ich freue mich noch immer auf dem Rad unterwegs zu sein und ich kann immer noch gewinnen“, erzählte der 25-jährige Sprinter im Ziel-Interview.
Nach einer weitgehend ereignisarmen Etappe kam es im Finale zu mehreren Stürzen, von denen Jakobsen verschont blieb.

Im Sprint mit dem besten Timing der Schnellste

"Das Team hat mich immer gut vorne gehalten ab der Brücke. Auf der Zielgerade hat mich Morkov dann direkt ans Hinterrad von Van Aert gebracht und auf den letzten paar 100 Metern hatte ich leichten Kontakt mit Peter Sagan, wir sind zum Glück aber beide oben geblieben“, kommentierte er mehrere Schulterchecks des Slowaken, der Sechster wurde.
Van Aert schien dem Sieg entgegenzusprinten, doch als Jakobsen frei Fahrt hatte, schoss er unwiderstehlich nach vorn. “Auf den letzten 150 Metern konnte ich meinen Sprint starten und dann noch an den beiden vor mir vorbeifahren. Es klingt einfach, aber die Beine waren gut und dafür trainieren wir ein ganzes Leben lang", so Jakobsen.
Das Bergtrikot sicherte sich Magnus Cort Nielsen (EF Education – EasyPost), der der Beste der Ausreißer des Tages war und alle drei Bergwertungen der 4. Kategorie für sich entschied. Das Nachwuchstrikot verteidigte Tadej Pogacar (UAE Team Emirates).
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