Tour de France - Jasper Philipsen im Sprint unschlagbar - nächstes Top-Ergebnis für Phil Bauhaus

Jasper Philipsen bleibt das Maß der Dinge bei den Sprintankünften der 110. Tour de France. In Moulins hat der Träger des Grünen Trikots seinen bereits vierten Tageserfolg im fünften Massensprint gefeiert. Nach 179,8 Kilometern setzte er sich auf der 11. Etappe vor dem Niederländer Dylan Groenewegen und Phil Bauhaus aus Deutschland durch. Das Gelbe Trikot behielt Titelverteidiger Jonas Vingegaard.

Highlights: Sprint-König mit nächster Machtdemonstration

Quelle: Eurosport

"Es ist eine unglaubliche Tour für mich. Ich kann noch gar nicht realisieren, wie super alles gelaufen ist bislang. Ich bin so stolz auf die Ergebnisse, aber auch die Form", strahlte Philipsen nach seinem vierten Erfolg, bei dem er diesmal ohne Anfahrer Mathieu van der Poel seinen eigenen Weg fand und sich trotzdem souverän durchsetzte.
"Im Finale musst du immer schauen, dass du dich aus allen Problemen raushältst und das ist schwer, hat aber jetzt schon viermal in Folge geklappt. Ich kann also auch ohne Mathieu gewinnen, aber er macht es schon einfacher", so der Sieger.
Bauhaus konnte mit dem dritten Rang, seinem dritten Top-3-Ergebnis bei dieser Tour, gut leben. "Ich war am Hinterrad von Groenewegen, aber sein Anfahrer Mezgec war ein wenig zu früh im Wind. Deshalb haben wir nochmals rausgenommen, aber ich war auch schon müde, von dem her bin ich mit dem Podium zufrieden", sagte er im Ziel am Eurosport-Mikrofon.
Etappenvierter hinter Bauhaus wurde der Franzose Bryan Coquard (Cofidis) vor dem einzigen Mann, der Philipsen bei einer Sprintankunft dieser Frankreich-Rundfahrt bereits bezwingen konnte – bergauf in Limoges auf der 8. Etappe: Mads Pedersen (Lidl – Trek).
Mit seinem vierten Etappensieg baute Philipsen auch seine Führung im Kampf ums Grüne Trikot weiter aus. Der Belgier hat nun 323 Punkte auf dem Konto und deren 145 Vorsprung auf Coquard. "Ich habe nun einen guten Vorsprung im Kampf um Grün, das sieht komfortabel aus vor den Alpen", sagte Philipsen, der vor allem ein großes Ziel bei dieser Tour noch hat: den Etappensieg zum Abschluss auf den Champs-Élysées im Grünen Trikot.
Das Bergtrikot blieb bei Neilson Powless (EF Education – EasyPost), das Weiße Trikot bei Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), der im Kampf um Gelb weiterhin 17 Sekunden hinter Vingegaard auf Platz zwei liegt. Die Führung in der Mannschaftswertung hält weiterhin Bahrain Victorious.
picture

Vierter Streich! Philipsen lässt Konkurrenz abblitzen

Quelle: Eurosport

So lief die 11. Etappe der Tour de France:

Wenige Kilometer nach dem Start lösten sich mit Andrey Amador (EF Education – EasyPost), Mathis Louvel (Arkéa – Samsic) und Daniel Oss (TotalEnergies) drei Mann aus dem Hauptfeld. Das Trio fuhr zwei Minuten Vorsprung heraus, bevor Lotto – Dstny die Nachführarbeit im Peloton übernahm. Da die Belgier aber zunächst keine Hilfe bekamen, ließ man nochmal locker und die Lücke wuchs auf knapp vier Minuten an.
Dann aber beteiligten sich auch Soudal – Quick-Step, Jayco – AlUla und Soudal – Quick-Step mit je einem Mann an der Führung und gemeinsam mit Lotto – Dstny wurde der Abstand zur Spitze nach und nach, Sekunde um Sekunde, ganz allmählich wieder verringert. Schon 90 Kilometer vor dem Ziel blieben nur noch 50 Sekunden für die drei Ausreißer übrig und danach gab sich das Hauptfeld redlich Mühe, nicht zu früh an die Spitze heranzurollen.
Als mit dem letzten Bergpreis gut 60 Kilometer vor Schluss die grundsätzliche Fahrtrichtung gen Osten gewechselt wurde, bekam das Fahrerfeld Rückenwind zur Hilfe und das Rennen wurde immer schneller. An der Spitze verabschiedete sich zuerst Louvel und 50 Kilometer vor dem Ziel auch Amador, so dass Oss als letzter Ausreißer übrig blieb – mit da noch immer 25 Sekunden Vorsprung.

Ausreißer den ganzen Tag ohne echte Chance

Allein baute der Italiener seinen Vorsprung nochmal auf 50 Sekunden aus, doch der Massensprint war nun nicht mehr zu vermeiden und gut 20 Kilometer vor Schluss gab das Peloton nach einem kurzen Regenguss Vollgas und rückte Oss nun endgültig auf die Pelle, so dass der 13,5 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde.
Der Regen kehrte nochmal zurück, aber die Sprintvorbereitungen liefen bis in den Zielort Moulins hinein trotzdem recht geordnet ab. Dort aber wurde es natürlich trotzdem hektisch und wild, so dass kein Sprintzug mehr die Kontrolle behalten konnte. Philipsen hatte daher erstmals bei dieser Tour nicht mehr Anfahrer Mathieu van der Poel bei sich, schlug sich aber auch allein sehr gut durch und sprintete schließlich vom Hinterrad von Groenewegen zum Sieg, dessen Anfahrer Luka Mezgec etwas mehr als 500 Meter vor dem Ziel die Führungsposition übernommen hatte, dann aber etwas zu früh ausscheren musste.
Bauhaus setzte sich dahinter im Positionskampf gegen Wout van Aert (Jumbo – Visma) durch und sprintete dann im Windschatten des Siegers, kam aber nicht mehr näher an ihn heran und musste sich mit Rang drei zufriedengeben.
Das könnte Dich auch interessieren:
picture

Stage 12 profile and route map: Roanne - Belleville-en-Beaujolais

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung