Tour de France: Strecke für 2023 präsentiert - Kurs mit Bergspektakel der Extraklasse fast ohne Zeitfahr-Etappen
Die Tour de France 2023 wird zu einem Bergspektakel der Extraklasse fast ohne Zeitfahr-Etappen: Die Strecke der Frankreich-Rundfahrt hat es mächtig in sich, wie bei ihrer Präsentation in Paris deutlich wurde. Schon die ersten Etappen rund um den Auftakt im spanischen Bilbao werden fordernd, danach warten nicht nur in den Alpen und Pyrenäen schwerste Anstiege und vier Bergankünfte auf die Fahrer.
Tour-Strecke: Der Kurs mit allen 21 Etappen von Bilbao nach Paris
Quelle: Eurosport
Der Start am 1. Juli 2023 spanischen Teil des Baskenlandes wird mit anspruchsvollen ersten Etappen gleich einen spannenden Kampf ums "maillot jaune" garantieren, bevor es schon mitten in der ersten Tour-Woche in die Pyrenäen und zur ersten Bergankunft des Rennens auf der 6. Etappe in Cauterets kommt, nach Passage der Tour-Legenden Aspin und Tourmalet.
Bergankünfte stehen danach auch im Zentralmassiv und im Jura an: Die Rückkehr des Puy de Dome (9. Etappe), wo es einst zum kam, verspricht am erloschenen Vulkan ein Feuerwerk. Der Grand Colombier (13. Etappe) wiederum brachte 2020 bei seiner Tour-Premiere einen slowenischen Doppelsieg für Tadej Pogacar vor Primoz Roglic.
In den Alpen wird den Fahrern schließlich mit einem "Großpack" an schweren Tagesabschnitten alles abverlangt werden, darunter bei der Bergankunft in Saint-Gervais Mont-Blanc auf der 15. Etappe. Königsetappe ist das 17. Teilstück nach Courchevel mit über 5000 Höhenmetern und der Kletterpartie am Col de la Loze zum höchsten Punkt der Tour 2023 auf 2304 Metern. Mit insgesamt 30 Anstiegen der höchsten Kategorien, davon 12 in den Alpen, stellt die 110. Auflage der Rundfahrt einen neuen Rekord auf, 2022 waren es nur 23 solcher Kletterprüfungen.
Nur ein einziges Zeitfahren steht bei der Tour de France 2023 auf dem Programm - und auch das kommt den Kletterern entgegen: Denn von Passy hinauf nach nach Combloux ist es auf der 16. Etappe ein kurzes (Berg)-Zeitfahren über 22 Kilometer in den Alpen, wo die reinen Spezialisten im Kampf gegen die Uhr wie Stundenweltrekordler Filippo Ganna gegen die Favoriten auf das Gelbe Trikot ohne Chance auf den Tagessieg sein dürften.
Tour-Finale in den Vogesen
Die letzte Möglichkeit, um im Gesamtklassement noch für Veränderungen zu sorgen, bietet sich allen Anwärtern aufs Tour-Podium auf der 20. Etappe in den Vogesen. Von Belfort geht es nach Markstein auf der letzten Bergetappe der "Grande Boucle" 2023 über den Ballon d'Alsace, den Petit Ballon und den Col du Platzerwasel.
Die Strecke dürfte den beiden Überfliegern der Tour de France 2022, Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar, bestens liegen - aber auch Emanuel Buchmann als deutscher Tour-Hoffnung ist dieser bergige Kurs fast auf den Leib geschneidert. "Es ist immer noch mein Ziel, bei einer großen Rundfahrt aufs Podium zu fahren", hatte Buchmann unlängst dem "SID" gesagt: "Und es wäre schön, nächstes Jahr wieder die Tour zu fahren." 2019 war er bei der Großen Schleife Vierter - so nah am Podest war kein Deutscher der Post-Ullrich-Klöden-Ära. Danach aber wurde die Romanze zwischen "Emu" und Tour schwierig.
Tour: Pogacar brennt auf Revanche
"Ich mag die Strecke. Es wird von Anfang an ein hartes Rennen mit einer harten ersten Woche im Baskenland", sagte der zweimalige Tour-Sieger Pogacar: "Ich bin super motiviert, den Titel zurückzuerobern." "Es ist eine Tour für reine Kletterer", brachte es Cheforganisator Christian Prudhomme am Eurosport-Mikrofon auf den Punkt - "aber wer nicht gut klettern kann, hatte bei der Tour noch nie eine Chance".
"Es ist sicherlich keine Tour für Zeitfahrer. Für Bora-hansgrohe ist es eher positiv, wir haben nicht die ausgesprochenen Zeitfahrspezialisten", sagte Bora-Teamchef Ralph Denk: "In meinem Kopf schwirren aktuell Jai Hindley, Alexander Vlasov, Emanuel Buchmann und vielleicht auch Lennard Kämna herum. Wir müssen in den kommenden Wochen die Strecke tief analysieren - und dann gibt es eine finale Entscheidung, wer im Baskenland am Start steht."
Für die Sprinter sind acht Etappen geplant, was Mark Cavendish die Chance geben dürfte, den Tour-Etappenrekord in neue Höhen zu schrauben - falls er am Start sein wird.
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Die Strecke der Tour de France 2023
Fotocredit: Twitter
In Paris endet die Große Schleife am 23. Juli nach 3404 Gesamtkilometern traditionell auf den Champs-Elysées. Am gleichen Tag startet in Clermont-Ferrand zum zweiten Mal nach der Rückkehr im Vorjahr die einwöchige Frauen-Tour, die acht Etappen mit insgesamt 956 km umfasst. Auch die Frauen müssen den Col du Tourmalet bezwingen.
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(mit SID)
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