Tour de France 2024 - Richard Carapaz feiert Solo-Sieg in Superdévoluy, Evenepoel schüttelt Pogacar und Vingegaard ab

Richard Carapaz hat in Superdévoluy die erste Alpen-Bergankunft der Tour de France 2024 als Ausreißer gewonnen und sich mit 37 Sekunden Vorsprung vor Simon Yates durchgesetzt. Knapp acht Minuten dahinter entbrannte der Kampf ums Podium, wobei Remco Evenepoel zwölf Sekunden auf Jonas Vingegaard gutmachte sowie deren zehn auf Tadej Pogacar, der aber souverän im Gelben Trikot blieb.

Das Warten hat ein Ende: Carapaz feiert ersten Tour-Sieg

Quelle: Eurosport

Carapaz (EF Education-EasyPost) hatte sich aus einer großen Ausreißergruppe am Col du Noyer abgesetzt und dort an den steilsten Rampen rund 1,5 Kilometer vor dem Gipfel sowie 13 Kilometer vor dem Ziel Simon Yates (Jayco-AlUla) als letzten Begleiter niedergerungen.
Von da an fuhr der Olympiasieger von Tokio seinem persönlich ersten Tour-Etappensieg allein entgegen - und gleichzeitig dem ersten eines Ecuadorianers.
"Das bedeutet mir sehr viel. Ich habe es von Anfang an versucht, etwas Besonderes zu schaffen bei dieser Tour", sagte Carapaz, der nach der 3. Etappe für einen Tag sogar das Gelbe Trikot getragen hatte, dann am Col du Galibier einbrach und anschließend immer wieder sein Glück mit Ausreißversuchen versuchte.
"Wir haben uns diese Etappe herausgesucht, es war ein wirklich harter Tag, die Gruppe war sehr groß. Das ist ein Tag, an den ich mich für immer erinnern werde", so Carapaz.
"Ich wusste, dass ich in der Gruppe etwas erreichen kann. Ich hatte mir die Anstiege im Vorfeld sehr genau angesehen. Die Tour ist das größte Rennen der Welt mit den besten Fahrern der Welt, jeder will hier gewinnen. In Ecuador wird man sehr stolz auf mich sein und ich bin froh, dass ich das Land repräsentieren kann."
Yates wurde Zweiter und Enric Mas (Movistar / + 0:57) vor Laurens De Plus (Ineos Grenadiers / + 1:44) und Oscar Onley (dsm-firmenich-PostNL / + 1:44) Dritter.
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Das Warten hat ein Ende: Carapaz feiert ersten Tour-Sieg

Quelle: Eurosport

Weiter hinten kämpften die Top 3 um Sekunden. Am steilen Noyer ließ zunächst Pogacar (UAE Team Emirates) die gesamte Konkurrenz stehen.
Titelverteidiger Vingegaard (Visma-Lease a Bike) konnte dort aber auch Evenepoel (Soudal-Quick-Step) zunächst nicht folgen, bis er in der Abfahrt mit Hilfe seines aus der Spitzengruppe zurückfallenden Teamkollegen Christophe Laporte die Lücke wieder schloss.
Zu dritt fuhren sie dann auch zu Pogacar wieder vor, bevor dann im 3,8 Kilometer langen und 5,9 Prozent steilen Schlussanstieg Evenepoel davonfuhr. Pogacar ließ Vingegaard die Nachführarbeit machen, der dann noch Hilfe von den ebenfalls von vorne zurückkommenden Wout van Aert und Tiesj Benoot bekam, um den Zeitverlust in Grenzen zu halten.
Evenepoel wurde 7:13 Minuten nach Sieger Carapaz 26. der Etappe, Pogacar sprintete Vingegaard noch davon und belegte mit 7:23 Minuten Rückstand Rang 27, Vingegaard (+ 7:25) kam als 28. über die Linie.
Pogacar führt die 111. Frankreich-Rundfahrt vor den letzten vier Etappen nun mit 3:11 Minuten Vorsprung auf Vingegaard und 5:09 Minuten vor Evenepoel an. Der Slowene ist auch weiter Spitzenreiter in der Bergwertung.
In der Punktewertung baute Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) seinen Vorsprung auf Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck) am Zwischensprint nach 114 Kilometern um einen Punkt auf deren 33 aus. Evenepoel trägt weiter das Weiße Trikot als bester Nachwuchsfahrer mit nun 8:21 Minuten Vorsprung auf Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers). Die Teamwertung dominiert nach wie vor das UAE Team Emirates.
Vom Start weg herrschte im Peloton ein extrem hohes Tempo – zunächst drohten Windkanten und anschließend entbrannte ein schier endloser Kampf um die Besetzung der Ausreißergruppe. Erst nach 60 Kilometer löste sich ein Quartett um Bob Jungels (Red Bull-Bora-hansgrohe), das sich anschließend bis ins Finale mit immer zwischen 30 und 90 Sekunden Vorsprung vorne hielt.
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Dahinter im Feld ging es mit unzähligen Angriffen und Tempowechseln weiter, wobei das Hauptfeld auch mehrmals in verschiedene Gruppen zerbrach. Das ging bis nach dem Zwischensprint, der erst nach 114 Kilometern ausgefahren wurde und bei dem sich Girmay aus dem Feld heraus Rang fünf vor Philipsen sicherte.
50 Kilometer vor dem Ziel war dann plötzlich Ruhe im Feld, als eine knapp 50 Fahrer starke Gruppe wegfuhr und die vier Spitzenreiter weiter verfolgte. Die Favoriten dagegen ließen es jetzt im Hauptfeld ruhig angehen und den Rückstand nach vorne immer weiter anwachsen. Am Col Bayard setzten sich rund 35 Kilometer vor dem Ziel Valentin Madouas (Groupama-FDJ) und Guillaume Martin (Cofidis) aus der großen Verfolgergruppe ab und rückten zu zweit immer näher an Benoot, Cort, Grégoire und Jungels heran.
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Am Fuß des Kategorie-1-Berges Col du Noyer, 19 Kilometer vor Schluss, schlossen die beiden Franzosen nach vorne auf, doch dann kamen von hinten erst Yates sowie kurz darauf Carapaz und Williams herangeflogen. Alle drei fuhren nacheinander heran und sofort vorbei, um sich 17 Kilometer vor dem Ziel bereits abzusetzen.
Carapaz holte kurz darauf Yates ein und attackierte den Briten dann 1,7 Kilometer vor dem Gipfel an den steilsten Rampen des Col du Noyer hart, um sich 13 Kilometer vor dem Etappenziel alleine abzusetzen und dem Sieg entgegenzufahren.
Knapp acht Minuten dahinter entbrannte am Noyer dann auch der Kampf ums Tour-Podium noch einmal. Pogacar attackierte etwa an derselben Stelle, wie zuvor Carapaz und niemand konnte dem Gelben Trikot folgen.
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Pogacar greift am Berg an - Evenepoel zieht Vingegaard davon

Quelle: Eurosport

In der Abfahrt aber kamen Evenepoel und Vingegaard, der am Berg dem Belgier ebenfalls nicht folgen konnte, wieder an den nun ruhiger fahrenden Pogacar heran und in der 3,8 Kilometer langen und 5,9 Prozent steilen Schlusssteigung ließ Evenepoel schließlich seine Kontrahenten stehen.
Pogacar half Vingegaard nicht in der Nachführarbeit und ließ den Dänen seinen zweiten Rang allein verteidigen, bis der Hilfe durch die aus den Ausreißergruppen zurückfallenden Wout van Aert und Tiesj Benoot bekam und so den Verlust gegen Evenepoel eingrenzen konnte. Auf den letzten Metern spurtete dann auch Pogacar dem Titelverteidiger noch davon, doch die Abstände zwischen den Top 3 blieben gering.
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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024

Quelle: Eurosport


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