Tour de France 2024 - Tadej Pogacar erbarmungslos! Etappensieg Nr. 5 im Duell mit Jonas Vingegaard am Couillole

Tadej Pogacar hat sich am Col de la Couillole seinen fünften Etappensieg bei der Tour de France 2024 gesichert. Der Mann im Gelben Trikot zeigte auch auf der 20. Etappe keine Gnade und spurtete Jonas Vingegaard auf den letzten 150 Metern davon, nachdem der Däne zuvor im Schlussanstieg alle Führungsarbeit geleistet hatte. Bergkönig Richard Carapaz wurde Etappendritter, Remco Evenepoel Vierter.

Pogacar unerbittlich, Konkurrenz entnervt - die Highlights

Quelle: Eurosport

Vingegaard (Visma-Lease a Bike) konnte auf den letzten Metern nichts mehr entgegnen und schüttelte nur noch frustriert den Kopf. Mit sieben Sekunden Rückstand rollte der geschlagene Titelverteidiger über den Zielstrich.
Carapaz (EF Education-EasyPost), der letzte verbliebene der zehn Ausreißer des Tages, brachte 23 Sekunden Rückstand mit, Evenepoel (Soudal-Quick-Step) büßte 53 Sekunden auf Pogacar (UAE Team Emirates) und damit 46 plus sechs Sekunden Bonifikation auf Vingegaard ein.
Der Belgier hatte mit seinem Team im Etappenverlauf viel Tempo im Feld gemacht und im Schlussanstieg auch zwei Attacken auf Vingegaard gestartet, die der Däne aber beide abwehrte und dann schließlich fünf Kilometer vor Schluss konterte.
Nur Pogacar konnte noch folgen und fuhr von dort an bis 450 Meter vor dem Ziel nur am Hinterrad des Titelverteidigers, um ihn dann aber doch noch zu überholen und im Sprint schließlich abzuhängen.
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Keine Gnade! Pogacar sprintet Vingegaard bei Bergankunft ab

Quelle: Eurosport

"Ich habe es heute sehr genossen. Es ist heute nicht so gelaufen, wie unser Plan war, aber ich könnte nicht glücklicher sein. Ich habe eine weitere Etappe gewonnen", freute sich Pogacar, der eigentlich gehofft hatte, dass einer seiner Teamkollegen aus einer Ausreißergruppe heraus gewinnen würde. Weil aber Soudal die Gruppe nicht weit genug weg ließ und Vingegaard im Schlussanstieg alle Angreifer einholte, folgte Pogacar bis zu den letzten 500 Metern nur und nutzte dann die Chance, erneut zu gewinnen.
"Man bremst nicht im Radsport", so Pogacar. "Ich bin so glücklich. Noch ein Tag morgen mit dem Zeitfahren steht an und ich werde auch das genießen."
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Pogacar nach Sieg auf Etappe 20: "Man bremst nicht im Radsport"

Quelle: Eurosport

In der Gesamtwertung hat Pogacar nun vor dem Abschusszeitfahren von seiner Wahlheimat Monaco nach Nizza 5:14 Minuten Vorsprung auf Vingegaard und 8:04 Minuten auf Evenepoel. Joao Almeida (UAE Team Emirates) sicherte als Etappensechster seinen vierten Gesamtrang ab und hat jetzt 16:45 Minuten Rückstand auf seinen Teamkollegen, Mikel Landa (Soudal-Quick-Step) als Fünfter 17:25 Minuten.
Während Pogacar seine Gesamtführung nochmal weiter ausbaute, vergrößerte auch Carapaz als Ausreißer seinen Vorsprung in der Bergwertung weiter und ist am Sonntag im Zeitfahren nicht mehr einholbar.
Auch Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) ist das Grüne Trikot nicht mehr zu nehmen und Evenepoel wird wohl bei nun 13:08 Minuten Vorsprung auf Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers) das Weiße Trikot behalten. Die Teamwertung führt UAE vor Visma mit nun 29:47 Minuten Vorsprung an.
Nach dem Start herrschte schnell großes Chaos: Eine sehr stark besetzte Gruppe von rund 15 Mann löste sich im Anstieg zum Col de Braus, in der auch Landa saß. Deshalb fuhr UAE im Hauptfeld den ersten Anstieg Vollgas hinauf und das Feld explodierte in unzählige Kleingruppen.
Enric Mas (Movistar), Bruno Armirail (Decathlon-AG2R) und Wilco Kelderman (Visma-Lease a Bike) setzten sich trotzdem ab und fuhren knapp eine halbe Minute vor dem schon sehr kleinen Favoritenfeld über den Pass. Anschließend dann kehrte im Feld Ruhe ein und es bildeten sich zunächst zwei Verfolgergruppen hinter den drei Spitzenreitern und am Col de Turini erwuchs daraus schließlich die zehnköpfige Gruppe des Tages, in der dann auch Carapaz saß.

Evenepoel greift zwei Mal an und wird ausgekontert

Diese Gruppe fuhr fast fünf Minuten Vorsprung heraus, bis Soudal-Quick-Step kurz vor dem Gipfel des Col de Turini im Hauptfeld aufs Tempo zu drücken begann und anschließend nach und nach den Abstand verkleinerte - über den Col de La Colmiane hinweg bis an den Fuß des Schlussanstiegs.
Dort begann an der Spitze ein Angriffshagel von Carapaz und Mas, bis nur noch dieses Duo beisammen blieb. Dahinter schlugen erst Jan Hirt und dann Mikel Landa für Evenepoel ein hohes Tempo an.
Der Belgier lancierte gut acht Kilometer vor dem Ziel seine erste Attacke, wurde Vingegaard aber nicht los und nahm nochmal Tempo raus. Drei Kilometer später griff Evenepoel erneut an, wurde dann aber von Vingegaard knallhart ausgekontert und verlor anschließend bis ins Ziel kontinuierlich Zeit.
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Revanche für "Eier"-Spruch? Vingegaard kontert Evenepoel-Angriff

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An der Spitze lieferten sich Carapaz und Mas einen heißen Schlagabtausch, doch 2,6 Kilometer vor dem Ziel führte Vingegaard Pogacar an das Duo heran und vorbei. Mas konnte nur noch kurz mithalten, Carapaz aber bis 800 Meter vor dem Ziel. Dann war es auch um ihn geschehen.
Pogacar rückte 450 Meter vor dem Ziel endlich vor Vingegaard und nahm ihm die Führungsarbeit ab, doch den Sieg schenkte er ihm nicht. Er drehte sich zwei Mal um, behielt den Gegner im Blick und spurtete ihm dann 150 Meter vor dem Zielstrich problemlos davon.

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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024

Quelle: Eurosport


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