Tour de France 2024 - Tadej Pogacar lässt Jonas Vingegaard auch am Plateau de Beille erneut keine Chance

Tadej Pogacar hat auch die zweite Pyrenäen-Bergankunft erobert und sich am Plateau de Beille seinen dritten Etappensieg bei der Tour de France 2024 gesichert. Der Slowene vom UAE Team Emirates ließ im Schlussanstieg all seine Kontrahenten weit hinter sich und gewann nach 197,7 Kilometern mit 1:08 Minuten Vorsprung auf Jonas Vingegaard. Tagesdritter wurde Remco Evenepoel mit 2:51 Minuten Rückstand.

Nächste Pyrenäen-Show: Pogacar in eigener Liga - Highlights

Quelle: Eurosport

5,4 Kilometer vor dem Tagesziel hatte sich Pogacar mit einer Attacke von Vingegaards Hinterrad allein abgesetzt und anschließend baute der Mann im Gelben Trikot seinen Vorsprung auf den Titelverteidiger aus Dänemark Sekunde um Sekunde kontinuierlich aus.
Das Top-Favoriten-Duo war zuvor bereits fünf Kilometer lang unter sich gewesen, weil Vingegaard 10,5 Kilometer vor Schluss mit einer Beschleunigung dafür sorgte, dass alle Kontrahenten zurückfielen.
Pogacar aber blieb am Dänen dran und fuhr dann konsequent nur am Hinterrad, bis er ihm schließlich davonfuhr.
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Vorentscheidung gefallen? Pogacar nimmt Vingegaard eine Minute ab

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"Ich hätte mir so ein Ergebnis nicht vorstellen können am Anfang der Woche. Ich bin natürlich sehr glücklich", sagte Pogacar im ersten Sieger-Interview.
"Ich war kurz am Limit, als Jonas angriff, aber dann habe ich gesehen, dass auch er an der Grenze ist und leidet. Als er es dann nochmal probiert hat, habe ich gesehen, dass er nicht mehr zulegen kann und habe es selbst versucht. Das war extrem hart!"
Durch den erneuten Solo-Sieg baute Pogacar seinen Vorsprung in der Gesamtwertung gegenüber Vingegaard auf nun bereits 3:09 Minuten aus. Evenepoel bleibt mit jetzt 5:19 Minuten Rückstand Gesamtrdritter und hat seinen Podestplatz am Plateau de Beille eindrucksvoll einzementiert. Denn Pogacar-Helfer Joao Almeida hat als Gesamtvierter bereits 10:54 Minuten Rückstand.

"Jetzt schaut es wirklich sehr gut aus"

Dahinter tauschten Mikel Landa (Soudal-Quick-Step / + 11:21) und sein spanischer Landsmann Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers / + 11:27) die Plätze.
"Jetzt schaut es wirklich sehr gut aus, wir müssen in der letzten Woche fokussiert bleiben und unsere Mentalität beibehalten. Ich freue mich auf den Ruhetag und eine lockere Ausfahrt mit gutem Kaffee. Und dann geht es mit Vollgas in die letzte Woche", meinte Pogacar mit Blick auf die Gesamtwertung.
Neben dem Gelben Trikot besitzt Pogacar auch weiterhin das Bergtrikot, das am Dienstag nach dem Ruhetag weiterhin Vingegaard stellvertretend tragen wird.
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"Sieht sehr gut aus": Pogacar nach Machtdemonstration zufrieden

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Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) schaffte es im Zeitlimit ins Ziel und behielt das Grüne Trikot, Evenepoel ist nach wie vor im Weiß des besten Nachwuchsfahrers und das UAE Team Emirates baute seine Führung in der Mannschaftswertung nochmal deutlich aus.
Am Montag steht bei der Tour de France der zweite Ruhetag an, bevor am Dienstag eine Flachetappe von Gruissan nach Nimes folgt.
Direkt vom Start in Loudenvielle ging es am Mittag bergauf zum Kategorie-1-Pass Col de Peyresourde. Schon da wurde das Peloton immer kleiner und hinten bildeten sich verschiedene Gruppen. An der Spitze des Rennens dauerte es aber bis ins nächste Tal, bis sich in Bagneres-de-Luchon durch eine Attacke von Bob Jungels (Red Bull-Bora-hansgrohe) eine rund 20-köpfige Spitzengruppe bildete, in der Jungels auch seine Teamkollegen Jai Hindley und Matteo Sobrero dabei hatte.
Über den Col de Menté und den Col de Portet d'Aspet hielt das Hauptfeld, angeführt von Visma-Lease a Bike, den Vorsprung der Ausreißer aber gering und so erreichte man das Tal nach den ersten drei von fünf schweren Pyrenäen-Bergen mit nur 1:30 Minuten Abstand zwischen Spitze und Favoriten. Auf den folgenden knapp 60 Kilometern auf flacherem Terrain aber ließ man die Spitze bis auf maximal vier Minuten aufgehen, bis am Col d'Agnes wieder Sekunde um Sekunde weggeknabbert wurde.

Visma lässt Ausreißern keine Chance

Kurz vor diesem vierten Berg des Tages nahm Red Bull-Bora-hansgrohe die Spitzengruppe auseinander und schließlich erreichten nur noch vier Mann den Gipfel des Berges: Hindley, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost), Laurens De Plus (Ineos Grenadiers) und Enric Mas (Movistar). In der anschließenden Gegensteigung zum Port de Lers kam auch Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) an das Quartett wieder heran und zu fünft ging es dann auf den Schlussanstieg zu. 40 Kilometer vor Schluss aber standen nur noch 2:30 Minuten an Vorsprung auf der Uhr.
Den 15,8 Kilometer langen und im Schnitt 7,9 Prozent steilen Ehrenkategorie-Schlussanstieg zum Plateau de Beille erreichte das Quintett dann sogar mit 2:30 Minuten Vorsprung. Dort aber erhöhte das Favoriten-Feld schlagartig das Tempo und Matteo Jorgenson sorgte dafür, dass die Lücke schnell zusammenschmolz.
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Gnadenlose Attacke: Pogacar lässt Vingegaard einfach stehen

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10,5 Kilometer vor dem Ziel scherte der US-Amerikaner aus und Vingegaard setzte seine Attacke. Pogacar blieb als einziger am Dänen dran, das aber offensichtlich völlig problemlos. Unter dem Tempodiktat von Vingegaard fuhr das Duo dann nacheinander an den fünf Ausreißern vorbei, wobei Carapaz noch am längsten bei ihnen mithalten konnte.
Anschließend gingen die Lücken nach hinten immer weiter auf und 5,4 Kilometer vor dem Ziel schließlich ließ Pogacar Vingegaard mit einem einzigen Antritt vom Hinterrad stehen. Von da an fuhr er dem nächsten eindrucksvollen Solo-Sieg entgegen und es entstanden riesige Lücken zu allen anderen.
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Als erste Italienerin seit 2008: Longo Borghini gewinnt Giro

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De Florence à Nice : le parcours complet du Tour de France 2024

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