Tour de France 2026: Doping-Zweifel an Tadej Pogacar - Tom Dumoulin äußert sich zu Fabelleistungen des Top-Stars

Fast drei Minuten - so groß war der Vorsprung von Tadej Pogacar (UAE Emirates-XRG) im Ziel der 6. Etappe der Tour de France über den Col du Tourmalet. Der Dominator drückte der Tour schon früh und besonders eindrucksvoll seinen Stempel auf. Seine Leistungen - insbesondere im Vergleich zu seinen Konkurrenten - sorgten damit einmal mehr für Doping-Zweifel. Experten widersprechen diesen Vorwürfen.

So laufen die Dopingkontrollen: "Können jeden Fahrer jederzeit testen"

Quelle: Eurosport

"Ich glaube, wir haben es hier schlichtweg mit einem Ausnahmetalent zu tun”, sagte Tom Dumoulin, selbst Sieger beim Giro d'Italia 2017, in der Sendung "De Avondetappe" im niederländischen TV-Sender "NOS". "Ich verstehe vollkommen, warum die Leute Fragen stellen, insbesondere angesichts der Geschichte des Radsports. Die Radsportwelt selbst trägt eine Mitschuld."
Die Dominanz des Slowenen erinnert an "finstere Zeiten" des Radsports, insbesondere in den 1990er- und 2000er-Jahren, als EPO- und Blutdoping an der Tagesordnung waren und der Sport teilweise in diesem Sumpf versank.
Der Verdacht nährt sich umso mehr, da Pogacar auch reihenweise Rekorde bricht, die zuletzt in dieser Zeit und auf mindestens fragwürdige Weise entstanden. Der Weltmeister pulverisierte auf der 6. Etappe den Rekord am Tourmalet um mehr als zwei Minuten, den er 2023 gemeinsam mit Jonas Vingegaard aufgestellt hatte (43:12 zu 45:35 Minuten). Zum Vergleich: Im Jahr 2003 kletterten Jan Ullrich, Lance Armstrong und Co. den Anstieg in 47:36 Minuten hinauf.
Äußere Umstände wie Wind und Wetter, moderne Trainings- und Ernährungsmethoden, besseres Material - es gibt viele Erklärungen für die steigenden Geschwindigkeiten.

Dumoulin: "Früher gab es Hinweise, heute nicht mehr"

"Ich möchte keine Andeutungen machen", sagte auch Dumoulin. "Ich sehe in erster Linie einen Fahrer, der mir unheimlich viel Freude bereitet. Ich hoffe, dass alles absolut ehrlich ist, und davon müssen wir vorerst ausgehen. Es gibt keinen Grund und keine Beweise, die etwas anderes nahelegen. Früher gab es solche Hinweise und Anzeichen, aber heute ist da wirklich nichts mehr."
Ex-Profi David Millar, der selbst wegen Dopings gesperrt war und einer der Kronzeugen war, als es um die Aufklärung des EPO-Zeitalters um die Jahrtausendwende ging, versteht den Generalverdacht, sieht die Schuld dafür aber in der Vergangenheit.
"Ich verstehe, dass manche skeptisch sind. Leider muss diese neue Generation von Fahrern mit den Verdächtigungen leben, die die Vergangenheit hinterlassen hat", sagte der Schotte gegenüber "L'Equipe".
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"Einfach dumm": Pogacar zeigt klare Kante gegen Doping

Quelle: Perform


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