Tour de France: Florian Lipowitz zur Doppelspitze mit Remco Evenepoel bei Red Bull - "Nehme mich selbst gern zurück"

Remco Evenepoel hat auf der 15. Etappe der Tour de France den ersten Tagessieg für Red Bull-Bora-hansgrohe geholt und damit auch die Frage der Kapitänsrolle im deutschen Rennstall offensichtlich entschieden. Denn Florian Lipowitz verlor am Schlussanstieg zur Bergankunft am Plateau de Solaison fast eine Minute auf den Belgier und rangiert nun in der Gesamtwertung 1:48 Minuten hinter ihm.

Lipowitz zu Vingegaard-Sturz und Evenepoel als Kapitän bei Red Bull

Quelle: Eurosport

Lipowitz zeigte sich im Interview nach der Dopingkontrolle im Ziel glücklich über den Erfolg der Mannschaft: "Ich bin super happy, dass Remco heute die Etappe gewinnen konnte, für unser Team ist das ein Riesenerfolg", sagte er der "ARD", "es war einfach gut zu sehen, dass er heute die Beine dafür hatte."
Der Vorjahresdritte geht davon aus, dass Evenepoel schon auf der 16. Etappe der nächste Erfolg direkt im Anschluss gelingen könnte. "Mit dem Zeitfahren am Dienstag können wir also ganz zuversichtlich sein, weil ihm das eigentlich ganz gut liegen sollte." Im Kampf gegen die Uhr ist davon auszugehen, dass der Olympiasieger und Weltmeister in dieser Disziplin dort auch seinen Vorsprung gegenüber Lipowitz nochmals deutlich wird ausbauen können.
Entsprechend ist dem Schwaben bewusst, in welche Richtung sich die Debatte über die Kapitänsrolle und Doppelspitze bei Red Bull entwickeln dürfte - nämlich in Unterstützung für Evenepoel. "Wir müssen da in Ruhe im Team reden. Aber ich denke, dass es natürlich darauf hinauslaufen wird", so der 25-Jährige.
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Lipowitz verliert Zeit - aber "toller Tag für die Mannschaft"

Quelle: Eurosport

Lipowitz über Podiums-Chance: "Bleibe zuversichtlich"

"Das größte Ziel für uns ist es, jemanden auf dem Podium zu haben. Wenn es gut läuft, sogar auf dem zweiten Platz und da nehme ich mich selbst auch gern mal zurück", ergänzte er. Evenepoel ist nach dem Sturz-Aus von Jonas Vingegaard aktuell schon Zweiter im Klassement, Lipowitz selbst Fünfter.
Rechnet er sich auch noch eigene Chancen auf einen der umkämpften Podiumsplätze aus? "Ich bleibe zuversichtlich, die Tour ist noch lang und es kommen noch sehr harte Tage. Ich bin soweit ganz happy. Del Toro und Seixas haben gezeigt, dass sie ganz gut in Form sind. Ich versuche immer dranzubleiben und wenn ich das mit Remco so lange wie möglich kann, dann mal schauen, wofür es am Ende reicht", so Lipowitz.

Red Bull: Halten an Doppelspitze fest

Die Teamleitung hingegen beteuerte, man halte an der Doppelspitze weiter fest. "Wir bleiben bei einer geteilten Kapitänsrolle", sagte Sportchef Zak Dempster den Journalisten vor dem Teambus im Ziel.
Evenepoel sei zwar besser platziert, aber man wolle beide so gut wie möglich platziert halten. "Man weiß nie, was ihnen oder Pogacar noch passiert", betonte er - am Tag des Tour-Aus für Jonas Vingegaard ein mehr denn je nachvollziehbarer Ansatz.
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Evenepoel nach Triumph: "Ich zittere vor Emotionen"

Quelle: Eurosport


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