Tour de France - Jasper Philipsen nutzt Vorlage von Mathieu van der Poel auf 17. Etappe - Tadej Pogacar verteidigt Gelb

Jasper Philipsen hat die 17. Etappe der Tour de France 2026 gewonnen. Der 28-jährige Belgier vom Team Alpecin-Premier Tech setzte sich nach 174,4 km von Chambéry nach Voiron im Sprint der Ausreißergruppe vor dem Schweizer Mauro Schmid (Jayco AlUla) und Olav Kooij (Niederlande/Decathlon-CMA CGM) durch. Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) verteidigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden souverän.

Highlights: Philipsen mit Befreiungsschlag in Voiron

Quelle: Eurosport

Für Philipsen, den Sieger des Klassikers Mailand–Sanremo aus dem Jahr 2024, ist es der erste Sieg bei der diesjährigen Tour de France.
"Dieser Sieg ist für das Team, das nicht aufgehört hat, an mich zu glauben. Die ersten zwölf Tage waren schrecklich. Die Hitze war schlimm, meine Form, der ganze Shit, den du abbekommst, bei Instagram und so. Ich hatte wirklich Angst, hier nichts zu gewinnen", sagte er.
Am Tag nach dem Einzelzeitfahren von Thonon-les-Bains, bei dem der Deutsche Florian Lipowitz schwer gestürzt war und aufgeben musste, hielten sich die Klassementfahrer zurück.
In der Gesamtwertung führt weiter der slowenische Topfavorit Tadej Pogacar mit 4:32 Minuten Vorsprung auf Lipowitz' belgischen Teamkollegen Remco Evenepoel.
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Früher Sturz im Peloton: Schreck für Pidcock und Co.

Quelle: Eurosport

Früher Sturz sorgt für Schrecksekunde

Zunächst sorgte ein Sturz am Mittwoch jedoch für einen Schreckmoment: Rund 150 Kilometer vor dem Ziel kam es im Peloton zu einem Crash, in den unter anderem Tom Pidcock, Fred Wright und Lenny Martinez verwickelt waren.
Glücklicherweise blieben alle Beteiligten nach ersten Erkenntnissen unverletzt und konnten die Etappe fortsetzen.
Rund 115 Kilometer vor dem Ziel setzte sich schließlich eine 16-köpfige Ausreißergruppe um Mathieu van der Poel, Egan Bernal, Quinn Simmons und den deutschen Meister Felix Engelhardt ab. Das Hauptfeld um Tadej Pogacar und Remco Evenepoel hielt den Vorsprung jedoch stets unter Kontrolle - mehr als 50 Sekunden betrug er nie.

Ausreißer um Engelhardt setzen sich ab

54 Kilometer vor dem Ziel löste sich dann ein Sextett mit dem Träger des Grünen Trikots, Mads Pedersen, Ben Healy, Jasper Stuyven, Emil Verstrynge, Michal Kwiatkowski und Engelhardt aus der Spitzengruppe. Das Peloton nahm daraufhin Tempo heraus und ließ den Rückstand anwachsen. Damit schwanden die Chancen auf einen Sprint Royal deutlich.
Dahinter versuchten Olav Kooij, Jasper Philipsen und Mathieu van der Poel in der Verfolgergruppe, den Anschluss wiederherzustellen.
Dies gelang zunächst jedoch nicht, weil Stuyven 24 Kilometer vor dem Ziel die Offensive suchte. Der Sieger von Mailand-Sanremo 2021 setzte sich aus der Spitzengruppe ab und ging als Solist in den Schlussanstieg nach Voiron.
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Kraftakt! Pedersen schließt solo zur Spitzengruppe auf

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Philipsen profitiert von van der Poels Vorarbeit

Dahinter stellte die Gruppe um Kooij, Philipsen und van der Poel schließlich den Anschluss her, wodurch sich eine große Verfolgergruppe formierte. Der Rückstand auf Stuyven schmolz von Minute zu Minute - bis der Belgier 3,5 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde.
Es kam zum finalen Sprint mit dem besseren Ende für Philipsen, der die perfekte Vorlage seines Teamkollegen van der Poel nutzte und den insgesamt elften Tour-de-France-Sieg seiner Karriere einfuhr.
Der Kampf um das Grüne Trikot spitzt sich durch Philipsens Erfolg damit immer mehr zu. Der 28-jährige Belgier hat nun nur noch sieben Punkte Rückstand auf Pedersen.
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Philipsen schlägt erstmals zu! Belgier sprintet in Voiron zum Sieg

Quelle: Eurosport

Auftakt der Alpen-Trilogie steht bevor

Bester der sehr aktiven deutschen Radprofis war Georg Zimmermann auf Rang 18. "Ich bin sehr zufrieden, wir hatten uns viel vorgenommen", sagte der frühere deutsche Meister, der im Finale seinen Lotto-Kollegen Artz auf Platz sieben führte. Engelhardt hatte nach großem Kampf letztlich rund drei Minuten Rückstand.
"Wir haben vieles richtig gemacht und waren vorne dabei, die Teamtaktik ist aufgegangen, auch wenn wir gerne einen weiteren Sieg gehabt hätten", sagte Engelhardt: "In meiner Spitzengruppe war ich die kleinste Kerze, da muss man realistisch sein."
Einen harten Tag erlebte dagegen Pogacars UAE-Helfer Adam Yates. Der Brite hatte über die gesamte Etappe hinweg große Probleme und erreichte das Ziel schließlich mit einem Rückstand von 26:36 Minuten. Dank der Unterstützung seines Teamkollegen Tim Wellens, der nach hinten beordert wurde, um Yates zu begleiten, blieb er jedoch innerhalb der Karenzzeit.
Am Donnerstag geht es für das Peloton am Donnerstag mit dem Auftakt der Alpen-Trilogie, der Bergankunft in Orcières-Merlette, weiter.
(mit SID)
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"Echt bitter": Pogacar-Helfer Yates mit großen Problemen

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