Tour de France - Jonas Vingegaard offenbart Fehler im Duell mit Tadej Pogacar: "Ein wenig falsch eingeschätzt"
Publiziert 01/08/2026 um 18:41 GMT+2 Uhr
Jonas Vingegaard konnte die Tour de France 2026 aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs, den er sich bei einem schweren Sturz auf der 15. Etappe zuzog, nicht beenden. Schon vorher hatte der Däne allerdings einen großen Rückstand (4:30 Minuten) auf den späteren Gesamtsieger Tadej Pogacar (SLO). Der 29-Jährige offenbarte nun mögliche Fehler in der Vorbereitung auf die Frankreich-Rundfahrt als Grund.
Pogacar gnadenlos! Vingegaard und Co. kassieren fast drei Minuten
Quelle: Eurosport
"Es ist klar, dass man berücksichtigen muss, wie sich seine Stärken im Vergleich zu meinen verhalten", erklärte Jonas Vingegaard im Interview mit dem dänischen Sender "TV2".
Der 29-Jährige räumte ein, dass er und sein Team Visma | Lease a Bike "die Tour in diesem Jahr vielleicht ein wenig falsch eingeschätzt haben, insbesondere was die Vorbereitung auf die längeren Anstiege angeht".
Die niederländische Equipe habe sich primär auf die schwere letzte Woche der Tour de France inklusive zweier Etappen nach Alpe d'Huez vorbereitet.
Da Vingegaard mit dem slowenischen Dominator Tadej Pogacar vor allem an explosiven Anstiegen nicht mithalten konnte, hatte der zweimalige Tour-Sieger bis zu seinem verhängnisvollen Sturz bereits 4:30 Minuten Rückstand.
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Jonas Vingegaard (r.) konnte kaum mit Tadej Pogacar (l.) bei explosiven Anstiegen mithalten
Fotocredit: Getty Images
Der Visma-Star sieht als Grund dafür auch seine Vorbereitung auf die zweite Grand Tour des Jahres. Vingegaard bereitete sich mit dem Giro d'Italia, den er gewann, vor. Die Italien-Rundfahrt wurde allerdings vor allem von langen, kräftezehrenden Anstiegen geprägt. Dieses Profil bringt die Stärken von Vingegaard zum Tragen.
Vingegaard fehlt Explosivität gegen Pogacar
"Es ist gut möglich, dass wir hätten erkennen müssen, dass ich explosiver sein muss und die Strecke genauer analysieren sollen", so der Däne. "Aber es ist schwer, den Giro zu fahren und danach plötzlich explosiv zu sein."
Das wurde nicht nur im Duell mit Pogacar deutlich. Zwar war Vingegaard bis zu seinem Ausscheiden klar der zweitstärkste Fahrer, trotzdem musste er immer wieder bei explosiveren Etappen Zeitverluste gegenüber Remco Evenepoel, Paul Seixas oder Florian Lipowitz hinnehmen.
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Quelle: Eurosport
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