Tour de France 2026: Solo-Ausreißer Baptiste Veistroffer ist Held des Tages - und vermisst Respekt des Pelotons

145 Kilometer fuhr Baptiste Veistroffer allein an der Spitze während der 5. Etappe der Tour de France von Lannemezan nach Pau. Der selbsternannte "Glückspilz" genoss seine Solo-Fahrt durch Südfrankreich, vom übrigen Feld war der Franzose aber ein wenig enttäuscht. Das Peloton war angesichts der ersten Chance für Sprinter wohl ein wenig nervös und gewährte Veistrofer des Tages nur wenig Vorsprung.

Alleine durch die Gluthitze: Veistroffer mit couragierter Solo-Flucht

Quelle: Eurosport

"Ich habe ehrlicherweise nicht verstanden, warum sie mir nur drei Minuten Vorsprung gegeben haben", beschwerte sich der 26-Jährige.
Andere hätten angesichts der Ausweglosigkeit wohl schon früher die Segel gestrichen und sich wieder einholen lassen, Veistroffer zog durch. "Da hat ein bisschen der Respekt gefehlt", schimpfte er weiter. "Ich war allein."
Trotzdem genoss er seine lange Ausfahrt. "Als Franzose auf französischen Straßen eine Etappe anzuführen, ist eine großartige Möglichkeit, aus der man das Beste rausholen muss", sagte er bei Eurosport. Ein vorzeitiges Fluchtende war also keine Option.
"Ich wollte mir heute selbst eine kleine Freude bereiten", sagte er weiter. "Ich habe den ganzen Tag genossen. Es ist eine große Chance für mich, auch wenn ich am Ende kein Ergebnis einfahren konnte. Das hier ist die Tour de France. Ich bin stolz, so etwas auf französischen Straßen mit dem französischen Publikum beim größten Rennen der Welt mit so viel Applaus und Zuspruch machen zu dürfen. Jede Stadt, jeder Ort ist geschmückt. An allen Häusern sind Blumen angebracht. Die Leute machen an der Straße Picknick. Als Franzose ist es eine Quelle des Stolzes."
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Highlights: Erste Flachetappe endet mit Premierensieger

Quelle: Eurosport

Veistroffer zunächst als Begleiter De Lies eingespannt

Die Tage zuvor verbrachte Veistroffer meist hinter dem Feld - an der Seite seines erkrankten Kapitäns Arnaud De Lie, den er zum Ziel zu eskortieren versuchte, bis der Sprinter schließlich aufgeben musste. "Ich war schon an den ersten zwei Tagen in einer Ausreißergruppe - aber hinter dem Feld", scherzte der Franzose.
Gut möglich, dass es nicht die letzte Flucht nach vorne des Lotto-Intermarché-Profis war: "Ich weiß nicht, wie oft ich noch in die Ausreißergruppe gehe. Ich werde ein bisschen selektieren müssen", erklärte er. "Aber mit dieser Form und den Beinen, die ich habe, glaube ich, dass ich wirklich etwas erreichen kann."
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Quelle: Eurosport


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