Tour de France: Tadej Pogacars Sieg in Gefahr? Experte Karsten Migels warnt Spitzenreiter vor Risiken im Rennverlauf

Tadej Pogacar führt die Tour de France 2026 nach den ersten neun Etappen souverän an. Zwei Etappen hat der Slowene schon für sich entschieden und die Konkurrenz auf der Kletterpartie durch die Pyrenäen dominiert. Doch sollte sich der Weltmeister im Gelben Trikot nicht zu sicher fühlen, warnt Eurosport-Kommentator Karsten Migels und warnt vor den Risiken im weiteren Rennverlauf bis nach Paris.

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Quelle: Eurosport

Sportlich ist Titelverteidiger Pogacar bei der 113. Frankreich-Rundfahrt in seiner eigenen Liga unterwegs. Doch die Herausforderungen eines dreiwöchigen Rennens liegen nicht nur auf der Strecke, wie Migels als jahrzehntelanger Begleiter der Tour und Insider der Szene genau weiß.
"Wir dürfen eines nicht außer Acht lassen", gibt er im Eurosport-Expertentalk zum Tour-Ruhetag zu bedenken: "Das Wetter, die Temperaturen, sind so extrem und deshalb alle Fahrer extrem vorsichtig - weil sie ganz genau wissen, durch diese Wahnsinnstemperaturen können sie so schnell krank werden, weil der Körper durch diese Temperaturen einfach doppelt und dreifach so viel Energie benötigt. Das zehrt natürlich auch und das Immunsystem wird möglicherweise dadurch geschwächt."
Etliche der Stars haben schon mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen auf dieses Risiko reagiert. So trägt Jonas Vingegaard schon seit fast einer Woche bei seinen Interviews vor und nach dem Rennen eine FFP2-Maske. Inzwischen hat auch Frankreichs Toptalent Paul Seixas ebenfalls diese Vorsichtsmaßnahme ergriffen.
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Jonas Vingegaard mit Schutzmaske bei der Tour de France 2026

Fotocredit: Getty Images

Tour-Schlusswoche fordert Fahrer extrem

Wie schnell sich die Reihen im Fahrerfeld lichten können, hat erst der Giro d'Italia im Mai gezeigt. Dort gaben im Rennverlauf zahlreiche Starter die Italien-Rundfahrt erkrankt auf und Schutzmasken wurden im Startbereich wieder zu einem vertrauten Anblick.
Deshalb betont Migels: "Die Gefahr, jetzt kaputt zu sein, im schlimmsten Fall krank zu werden, die ist so was von groß und das darf man bei diesen Temperaturen einfach nicht vergessen. Und dadurch kann auch noch so viel passieren", gibt er mit Blick auf die extremen Anforderungen in der Tour-Schlusswoche zu bedenken: "Bei den drei letzten schweren Bergetappen in den Alpen kann die Gesamtwertung in einer gewissen Form auch zusammenbrechen - und vielleicht dadurch auch ein Tadej Pogacar die Tour de France noch verlieren, einfach durch Schwäche."
Mit dem Belgier Cian Uijtdebroeks vom Movistar-Team verlor die Tour schon einen Top-Ten-Kandidaten in den ersten Tagen. Und auch der Sieger der 9. Etappe, Mathieu van der Poel, kennt die Krankheitsrisiken nur zu genau: Im Vorjahr musste er die "grande boucle" mit einer Lungenentzündung verlassen.
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Quelle: Eurosport


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