UAE-Tour 2024: Lennert Van Eetvelt schnappt sich mit Erfolg auf Schlussetappe noch Gesamtsieg

Lennert Van Eetvelt (Lotto Dstny) hat die abschließende Etappe der UAE-Tour dank eines mutigen Schlussangriffs wenige Kilometer vor dem Ziel gewonnen. Pello Bilbao (Bahrain Victorious) kam mit 22 Sekunden Rückstand vor Ben O'Connor (Decathlon AG2R La Mondiale Team) und Michael Storer (Tudor Pro Cycling Team) ins Ziel. Den Gesamtsieg holte sich Van Eetvelt nur zwei Sekunden vor O'Connor.

Buchmann im Schlussakt geschlagen - Youngster erobert Gesamtsieg

Quelle: Eurosport

Vor der siebten und letzten Etappe hatte der 22-Jährige noch 37 Sekunden Rückstand auf den bis dahin Gesamtführenden Jay Vine (UAE Team Emirates). Doch der Australier brach früh ein und öffnete damit die Tür für Van Eetvelt.
Zwei Kilometer vor dem Ziel löste sich der Belgier aus dem Feld der Favoriten und feierte seinen ersten WorldTour-Sieg und den Rundfahrtssieg. Denn dank der Bonussekunden sicherte er sich auch die Gesamtwertung.
Zu seinen 22 Sekunden, die er auf seine Verfolger Bilbao und O'Connor im Ziel Vorsprung hatte, kamen noch zehn Bonussekunden dazu, welche ihm schlussendlich den minimalen Vorteil gegenüber O'Connor einbrachten.
"Ich kann das gar nicht glauben. Alle haben mir gesagt ich soll auf das Ganze gehen, aber mit den starken Konkurrenten habe ich bis zum Schluss nicht daran geglaubt zu gewinnen. Das war nicht realistisch, weil ich etwas zurücklag. Am Ende hat es aber geklappt", strahlte der junge Belgier im Ziel.

Emanuel Buchmann muss Führung noch abgeben

Als Van Eetvelt antrat, beobachteten sich seine Gegner zu lange und konnten bis zum Etappenende den Abstand zum Lotto-Profi nicht mehr verringern.
"Ich hatte erwartet, dass das Rennen vorher härter wird, weil es nicht einfach mit dem Wind war. Als ich antrat, habe ich alles gegeben. Am Mittwoch habe ich noch zu lange gewartet", so der 22-Jährige, der abschließend anfügte: "Ich weiß, dass ich mich im Winter weiterentwickelt habe, aber ich kann kaum glücklicher sein als heute."
Das Gegenteil der Freude stand O'Connor ins Gesicht geschrieben, der um zwei Sekunden den Rundfahrtssieg verpasste. Nachdem sein Landsmann Vine schon früh die Segel streichen musste, der Australier konnte den ersten Tempoverschärfungen am Jebel Hafeet nicht folgen, war O'Connor der große Favorit, unterlag aber am Ende. Den dritten Platz in der Gesamtwertung holte sich Geburtstagskind Bilbao vor Ilan van Wilder (Soudal – Quick Step) und Attila Valter (Visma – Lease a Bike).
Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe) mischte sich in die kleine Ausreißergruppe des Tages und verteidigte seinen Vorsprung lange hinein in den Jebel Hafeet. Drei Kilometer vor dem Ziel wurde der Ravensburger allerdings von den Favoriten eingeholt. Er wurde Zwölfter (+48 Sekunden). Bester Deutscher in der Gesamtwertung wurde Buchmanns Teamkollege Ben Zwiehoff auf Platz 17, Buchmann kletterte noch um 15 Plätze auf Rang 27.
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So lief die 7. Etappe der UAE-Tour:

Schon früh nach dem Start, nach drei Kilometern, löste sich Buchmann auf dem 161 Kilometer langen Abschnitt aus dem Feld. Mit dem Schweizer Silvan Dillier, dem Belgier Jonas Rickaert (beide Alpecin – Deceuninck) sowie dem Briten Mark Stewart (Corratec – Vini Fantini) fand er drei Begleiter. Der Vorsprung des Quartetts wuchs schnell auf sechs Minuten an.
Zur Rennhälfte kam es zu einer Teilung des Feldes, wobei mit Ausnahme von Louis Meintjes (Intermarché – Wanty) keiner der großen Kletterspezialisten betroffen war. Dadurch wurde die Anfahrt zum Schlussanstieg sehr schnell, wodurch der Vorsprung der Gruppe rund um Buchmann schnell sank.
Eingangs des Jebel Hafeet verabschiedeten sich dann Rickaert und Stewart und nahmen raus, wenig später ließ Buchmann auch Dillier stehen. Im Feld der Favoriten bekam früh Brandon McNulty (UAE Team Emirates), der Dritte der Gesamtwertung Probleme. Sieben Kilometer vor der Zielankunft erwischte es dann seinen Teamkollegen Vine, während vorne Fahrer für Fahrer attackierte, aber wieder rausnahm, nachdem kein wirklicher Abstand hergestellt werden konnte.
Zwei Kilometer vor dem Ziel erwischte dann Van Eetvelt den richtigen Augenblick und fuhr zu seinem ersten WorldTour-Sieg. Dahinter sprintete Bilbao auf den zweiten Rang vor O'Connor, der die beiden Bonussekunden, die er als Zweiter bekommen hätte, dringender benötigt hätte im Kampf um die Gesamtwertung als der Spanier. Die Zwischensprintwertung sicherte sich der Brite Stewart, das Sprinttrikot holte sich Tim Merlier (Soudal – Quick Step), der über 18 Minuten nach Van Eetvelt über die Ziellinie rollte.
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport

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