Visma-Sportdirektor Grischa Niermann wehrt sich gegen Kritik der Ex-Fahrer: "Kann es nicht perfekt für alle machen"
VonNiklas Bien
Publiziert 11/02/2026 um 17:21 GMT+1 Uhr
Das Team Visma - Lease a Bike von Superstar Jonas Vingegaard sah sich in den vergangenen Wochen der Kritik mehrerer Ex-Fahrer ausgesetzt. Sportdirektor Grischa Niermann hat sich nun gegen die Vorwürfe gewehrt. "Man kann es nicht perfekt für alle machen", sagte der 50-Jährige im Gespräch mit Radsport-Reporter Daniel Benson. Der deutsche Sportchef sprach auch über die Pläne mit Topfahrer Vingegaard.
"Neue Energie": Vingegaard erklärt Double-Plan für 2026
Quelle: Eurosport
Der Abgang von Toptalent Cian Uijtdebroeks zu Movistar - trotz laufenden Vertrags - hatte im vergangenen Herbst Fragen aufgeworfen. Im Gespräch mit der "Marca" trat der 22-jährige Belgier zuletzt nach und monierte unter anderem, dass Visma - Lease a Bike ihn 2026 nicht für eine Grand Tour einplanen wollte.
Damit war Uijtdebroeks eine von mehreren kritischen Stimmen. Attila Valter hatte den niederländischen Rennstall aus ähnlichen Gründen verlassen.
Sportdirektor Niermann hat nun auf die Kritik seiner Ex-Fahrer reagiert. "Den Leuten steht es frei, in der Presse zu sagen, was sie wollen, aber manche Dinge werden aus dem Kontext genommen und übertrieben. Wir haben viele Fahrer, die sehr glücklich bei uns sind, auch damit, wie es läuft", wird der Deutsche von "idlprocycling.com" aus einem Gespräch mit Reporter Daniel Benson zitiert.
"Wir haben unsere eigenen Ideen und Wege, wie wir arbeiten. Wir haben für jeden Fahrer einen individuellen Ansatz - perfekt für alle kann man es nicht machen. Manche haben dann entschieden zu gehen", so Niermann weiter.
So läuft es nach dem Unfall bei Jonas Vingegaard
Der Rücktritt von Simon Yates sei "überraschend und unglücklich" gewesen, gab Niermann zu. Tatsächlich war der Rückzug des 33-Jährigen ein Einschnitt in die Planungen von Visma.
Trotzdem: "Die Leute sollten uns nach unseren Resultaten beurteilen. Wir haben viele Fahrer, die krank sind oder einen Unfall hatten, und das war nicht der Plan. Ansonsten läuft alles aber gut, wir bleiben bei unserem Plan", stellte Niermann klar.
Der Trainingsunfall von Topstar Vingegaard war einer der Aspekte, die nicht Teil des Plans waren. Der Däne war im Training gestürzt und zusätzlich krank geworden - die UAE-Tour fiel den ungeplanten Hindernissen zum Opfer.
Auch zum zweifachen Tour-de-France-Sieger gab Niermann eine Wasserstandsmeldung: "Jonas verpasst nicht allzu viel Training, aber kleine Dinge können Einfluss haben. Wir sind nicht besorgt und mit dieser Anpassung schaffen wir neuen Raum fürs Training."
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