Vuelta 2024: Primoz Roglic und Red Bull-Bora-hansgrohe senden Zeichen an Konkurrenz: Am Wochenende haben wir euch!
Primoz Roglic war der große Gewinner der 13. Etappe der Vuelta 2024. Am steilen Schlussanstieg hinauf zum Puerto de Ancares ließ er nicht nur den Gesamtführenden Ben O'Connor stehen, sondern nahm auch Podiumskandidat Enric Mas knapp eine Minute ab. Der Slowene unterstrich mit dieser Leistung seine Favoritenstellung bei der Spanien-Rundfahrt und sendete ein deutliches Signal an die Konkurrenz.
Highlights: Roglic lässt am Schlussanstieg die Muskeln spielen
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7,5 Kilometer ging es zum Abschluss der 13. Vuelta-Etappe bei satten 9,3 Steigungsprozenten im Schnitt bergauf.
Ein Terrain, wie gemacht für Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe), der am Puerto de Ancares satte 1,54 Minuten auf den Gesamtführenden Ben O'Connor (Decathlon AG2R LMT) gutmachte und nun nur noch 1:21 Minuten Rückstand auf den Australier und das Rote Trikot hat.
"Manchmal gewinnst du ein bisschen, manchmal verlierst du ein bisschen", gab der Slowene im Ziel gewohnt cool zum besten und kippte sich währenddessen immer wieder Wasser in die schweißgetränkten Augen.
O'Connor hingegen schien genau zu wissen, was ihm vermutlich schon am kommenden Wochenende blüht: das Ende seiner Zeit in Rot.
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Roglic lässt Konkurrenten stehen - Woods holt Tagessieg
Quelle: Eurosport
O'Connor hofft auf Regeneration an Mammuttag
"Ich wurde heute ziemlich abgekocht. Ich bin überhaupt nicht zurechtgekommen. Traurig, aber ich bin immer noch in Rot, das ist zumindest noch eine gute Sache", gab der 28-Jährige zu und hoffte auf Besserung an den nächsten beiden Tagen.
"Ich werde am Samstag versuchen, so gut es geht zu regenerieren und einen weiteren Tag in Rot verbringen. Dann werden wir sehen, wie der Sonntag läuft", sagte der Australier.
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O'Connor ohne Punch am Schlussanstieg: "Wurde abgekocht"
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Mit der Regeneration, das weiß auch O'Connor, dürfte es am Wochenende allerdings schwierig werden. 200,4 Kilometer lang ist am Samstag längste Tagesabschnitt der Rundfahrt, der das Feld von Villafranca del Bierzo nach Villablino führt und mit dem Puerto de Laitariegos zudem den längsten Anstieg der diesjährigen Vuelta bereithält.
Nach 150 Kilometern müssen sich die Fahrer 22 Kilometer am Stück bei einer durchschnittlichen Steigung von 4,5 Prozent (7 Prozent in der Spitze) bis auf eine Gesamthöhe von 1526 Meter hochkämpfen, ehe es rund 15 Kilometer bergab und dann ins Ziel geht.
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Cycling - Vuelta 2024 - Stage 14 Profile - Villafranca del Bierzo - Villablino
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Ein Sonntag wie gemacht für Roglic
Am Sonntag kommt es dann vermutlich noch dicker, denn mit der Bergankunft am Cuitu Negru wartet der womöglich schwerste Tag überhaupt auf das Peloton - einmal mehr mit einem Profil, das wie gemacht für Bergspezialisten wie Roglic ist.
Der Anstieg hinauf zum Cuitu Negru ist der wohl schwierigste Schlussanstieg der diesjährigen Vuelta. Die Fahrer werden auf den letzten 2,5 Kilometern mit bis zu 24 Prozent Steigung an ihre Grenzen gebracht und dürften sich in Schrittgeschwindigkeit die steilen Rampen hinauf zum Ziel quälen.
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Cycling - Vuelta 2024 - Stage 15 Profile - Infiesto - Valgrande-Pajares
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"Ben hat an zu vielen Tagen Zeit verloren, sein großer Vorsprung ist nur noch ein kleiner - und das vor dem, was jetzt noch kommt", gab sich auch Roglics ehemaliger Teamkollege Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) pessimistisch in Bezug auf den Gesamtführenden.
Auf der anderen Seite habe O'Conner auf Etappe neun von Motril nach Granada bewiesen, dass er an guten Tagen mithalten kann - auch, wenn es bergig wird. Bei Anstiegen wie am Wochenende dürfte es für den Australier und auch den Gesamtdritten Mas (Team Movistar) jedoch schwer bis unmöglich werden, mit Roglic mitzuhalten.
"Die nächsten Tage werden zeigen, ob Ben heute nur einen schlechten Tag hatte", meinte van Aert, der sowohl das Grüne Trikot des besten Sprinters, als auch das gepunktete Trikot des Bergbesten inne hat.
Attacken am Wochenende garantiert
Fakt ist: Das Profil der kommenden zwei Tage spielt Roglic in die Karten. Der Slowene ist absoluter Bergspezialist, hat als dreimaliger Vuelta-Sieger (2019, 2020 und 2021) zugenüge bewiesen, dass er den steilsten Rampen der iberischen Halbinsel gewachsen ist.
Dass am Montag zudem ein Ruhetag auf die Fahrer wartet, sollte die Angriffslust des Red Bull-Bora-hansgrohe-Fahrers zusätzlich steigern.
"Wir müssen von Tag zu Tag denken. Jetzt können wir den erfolgreichen Tag erst einmal genießen", gab sich Roglic typisch zurückhaltend. Von großspurigen Ansagen in Richtung der Konkurrenz hält der Red-Bull-Kapitän ohnehin wenig.
"Das Einzige, was ich beeinflussen kann, ist meine eigene Leistung. Zusammen mit meinem Team habe ich heute versucht, alles zu tun, was in meiner Macht steht. Und das war anscheinend genug", so der 34-Jährige.
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Roglic gewohnt zurückhaltend: "Mal gewinnt man, mal verliert man"
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Red Bull wird dem Gesamtführenden O'Connor an den kommenden zwei Tagen erneut ordentlich auf den Zahn fühlen. Natürlich mit dem klaren Ziel vor Augen, Roglic nach dem Ruhetag am Montag im Roten Trikot in die Schlusswoche zu schicken.
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