Vuelta 2024: Primoz Roglic gewinnt Bergankunft der 19. Etappe und löst Ben O'Connor als Gesamtführenden ab
VonThomas Gaber
Update 07/09/2024 um 00:45 GMT+2 Uhr
Dank einer starken Teamleistung am Schlussanstieg hat Topfavorit Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) die 19. Etappe der Spanien-Rundfahrt gewonnen und die Gesamtführung zurückerobert. Nach einem knapp fünf Kilometer langen Solo riss der 34-Jährige, der seinen vierten Gesamtsieg bei der Vuelta anpeilt, im Ziel die Arme nach oben und bejubelte seinen dritten Etappensieg bei dieser Auflage.
Dominanz am Berg: Roglic übernimmt Gesamtführung
Quelle: Eurosport
Bester Deutscher auf dem Teilstück von Logrono auf den Alto de Moncalvillo war einmal mehr sein Teamkollege Florian Lipowitz auf Rang zehn.
Nach 168,5 Kilometern kamen der Franzose David Gaudu (Groupama-FDJ) und der Däne Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) mit 46 Sekunden Rückstand auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel.
Lipowitz, der 1:23 Minuten hinter Roglic die Linie überquerte, bleibt in der Gesamtwertung Achter, der 23 Jahre alte Ulmer verlor im Kampf um das weiße Trikot des besten Jungprofis aber wichtige Sekunden auf Skjelmose.
Roglic eroberte das rote Trikot von Ben O'Connor (Decathlon AG2R La Mondiale Team) und hat nun 1:54 Minuten Vorsprung auf den Australier - nach der sechsten Etappe hatte dieser noch 4:51 Minuten vor Roglic gelegen. Dritter ist Enric Mas (Spanien/Movistar Team) mit einem Rückstand von 2:20 Minuten.
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Jubel im Ziel: Primoz Roglic holt seinen dritten Etappensieg bei der Vuelta 2024
Fotocredit: Getty Images
Ben O'Connor freut sich schon auf Bier
"Ich habe gesagt, dass ich keinen Etappensieg brauche. Aber einige Fahrer im Team hörten nicht auf mich und deshalb haben wir diese Aktion gemacht. Wir haben uns an die Spitze gesetzt und der Rest konnte nicht folgen. Es ist besser vorne zu sein als fünf Minuten hinten. Ich bin froh, wie das heute gelaufen ist", erklärte der neue Gesamtführende im Ziel-Interview.
O’Connor, der 13 Tage lang im Roten Trikot unterwegs war, rettete trotz eines schlechten Schlusskilometers Platz zwei im Gesamtklassement ins Ziel.
"Ich fühle mich etwas zerstört. Eigentlich ging es mir die erste Hälfte des letzten Berges ganz gut, aber dann merkte man, dass es schon die 19. Etappe ist", meinte der Australier bei Eurosport.
"Ich hatte eine gewisse Offensive von Bora erwartet, aber nicht, dass ich dann am Ende so kaputt bin. Aber so ist nun einmal die Realität. Jetzt freue ich mich auf den Montag, dann kann ich mit Bier auf der Terrasse entspannen", fügte O'Connor hinzu.
Königsetappe am Samstag
Eine fünfköpfige Ausreißergruppe um Toptalent Isaac del Toro (Mexiko/UAE Emirates) wurde am Freitag vom Feld stets an der kurzen Leine gehalten und am Fuße des Zielanstiegs schließlich gestellt. Von da an zog Red Bull-Bora-hansgrohe für Kapitän Roglic gewaltig das Tempo an.
Am Samstag wartet die Königsetappe auf das Fahrerfeld. Auf den 172 km von Villarcayo nach Picon Blanco müssen Roglic und Co. 4730 Höhenmeter bewältigen.
Gleich siebenmal werden Bergpunkte vergeben, drei Anstiege fallen in die erste Kategorie, darunter auch der acht Kilometer lange Schlussanstieg. Am Sonntag endet die Rundfahrt mit einem Einzelzeitfahren in Madrid.
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Highlights: Roglic macht großen Schritt Richtung Gesamtsieg
Quelle: Eurosport
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19. Etappe | Wellige EtappeLogroño → Alto de Moncalvillo / 164.8 km
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