Wout van Aert zeigt Verständnis für Pogacars Worte zu mentaler Belastung: "War überrascht, wie offen ..."

Tadej Pogacar überraschte nach seinem triumphalen Toursieg nicht nur mit seiner sportlichen Leistung, sondern auch mit ungewöhnlich offenen Worten. Der Slowene sprach nach dem Gewinn des Gelben Trikots offen über seine mentale Belastung - und sorgte damit für Aufsehen im Radsport. Wout van Aert, derzeit in Kanada unterwegs, kann die Aussagen seines Konkurrenten gut nachvollziehen.

Wout van Aert bei der Tour de France 2025

Fotocredit: Getty Images

"Ich kann gut einordnen, wie schwer es ist, immer performen zu müssen", erklärte der Belgier. Gleichzeitig gab er zu: "Es hat mich schon überrascht, wie offen er darüber gesprochen hat. Das war für alle ein kleiner Schock."
Pogacar hatte nach der Tour eingeräumt, dass auch ihn ein Burnout treffen könne. Er schilderte, wie sehr das ständige Training, der Druck und der Kreislauf aus Rennen und Vorbereitung an den Kräften zehren.
Van Aert sieht darin eine wichtige Botschaft: "Man darf nicht unterschätzen, wie schwer es ist, wenn alle erwarten, dass du überall, wo du startest, gewinnen musst."
Der Profi des Teams Visma-Lease a Bike berichtete, wie er selbst früher mit ähnlichen Situationen umging: "Ich bin zurückgekehrt zu dem, was ich selbst wollte. Man darf sich nichts einreden lassen. Erwartungen von außen sind keine gute Motivation. Davon versuche ich mich fernzuhalten."
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Pogacar und Van Aert bei der Tour de France 2025.

Fotocredit: Getty Images

"Es ist sicher nicht alles schlecht"

Auch der Umgang mit sozialen Medien war ein Thema.
Während Pogacars Teamkollegin Pauline Ferrand-Prévot riet, möglichst Abstand zu halten, sieht van Aert darin auch Positives: "Es kann ein guter Rat sein. Aber man kann Social Media auch nutzen, ohne nach negativen Reaktionen zu suchen. Nach meinem Sieg in Paris habe ich es sehr genossen, Videos und Fotos von Fans zu sehen. Damit habe ich mich vielleicht einen halben Tag beschäftigt. Es ist also sicher nicht alles schlecht."
Am Ende plädierte van Aert für mehr Offenheit und Verständnis im Radsport: "Manchmal braucht es genau solche Momente, um uns daran zu erinnern, wie groß der Druck ist. Und dass es wichtig ist, darüber zu sprechen."
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Quelle: Eurosport


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