Arnaud De Lie holt Sieg auf 4. Etappe bei der Tour de Wallonie 2026: Unglaublicher Schlussspurt in der Heimat

Arnaud De Lie hat sich den Sieg bei der vierten Etappe der Wallonie-Rundfahrt gesichert - dank eines einmaligen Schlussspurts, bei dem er die Konkurrenz abhängte. Für den 24-jährigen Radprofi des Teams Lotto-Intermarché war es der 35. Sieg in seiner Karriere und der zweite in diesem Jahr. In den vergangenen Tagen war er noch vom Defektpech verfolgt.

De Lie fliegt zum Etappensieg - Highlights 4. Etappe

Quelle: Eurosport

Erst lag er minutenlang im Ziel am Boden. Dann brauchte er Hilfe beim Aufstehen, bevor ihn jemand auf sein Rad hievte, damit er weiterrollen konnte.
Arnaud De Lie (Lotto-Intermarché) hatte sich am Schlussanstieg der vierten Etappe der Tour de Wallonie komplett verausgabt, doch es hatte sich gelohnt.
Der 24-Jährige zündete auf den letzten 200 Metern den Turbo und war dabei gefühlt doppelt so schnell wie die vor ihm fahrenden Laurence Pithie (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Riley Sheehan (NSN).
Erst flog er am Neuseeländer vorbei, 20 Meter vor der Ziellinie auch noch am US-Amerikaner, der nicht wusste, wie ihm geschah.

De Lie zuletzt vom Pech verfolgt

Es war der 35. Sieg seiner Karriere und der zweite in diesem Jahr für den Wallonen, der unweit seiner Heimatstadt Libramont glänzte.
In den vergangenen Tagen in den ungünstigsten Momenten noch vom Defektpech verfolgt, ließ er sich gestern unterwegs von seinem Fanklub abfeiern. Nun aber feierte ihn ganz Eupen, wo die das 167 Kilometer lange Teilstück, das in Dison seinen Ausgang nahm, auf einem Hügel endete.
Während Sheehan zeitgleich Zweiter wurde, fingen auch Ben Oliver (Modern Adventure) mit vier Sekunden Rückstand, Carlos Canal (Movistar, +7 Sekunden) und auch sein Teamkollege Adrien Bochis (+7) Pithie noch ab.
Der Vortagessieger hatte auch am Schlussanstieg mit technischen Problemen zu kämpfen, musste sich, fast zum Stillstand gekommen, an der Band abstützen, um nicht umzufallen, und rettete sich dann mit 15 Sekunden Rückstand genau wie der Gesamtführende Kim Heiduk (Netcompany Ineos) ins Ziel.

Sheehan neuer Gesamtführender

Bevor De Lie seinen unglaublichen Bergaufsprint hinlegte, schien es so, als wäre es Pithie, der das Husarenstück des Tages hinlegte.
Der 23-Jährige musste acht Kilometer vor dem Ziel in einer Steigung absteigen, weil die Schaltung klemmte.
Gefühlt schon abgeschrieben, war es dann aber doch der sich in Topform befindliche Red-Bull-Profi, der ein paar Kurven später alleiniger Verfolger von Sheehan war, der sich am Anstieg vom Rest des Feldes abgesetzt hatte, als tragischer Held aber doch ohne Tagessieg hervorging.
Einen Trost gab es für den 25-Jährigen dann aber doch noch: Er übernimmt die Gesamtführung. Drei Sekunden Vorsprung hat Sheehan vor der letzten Etappe auf Oliver und De Lie. Heiduk ist auf Rang vier zurückgefallen, ihm fehlen 15 Sekunden auf den Spitzenreiter.
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Highlights: Dominanz pur! Balsamo düpiert Konkurrenz erneut

Quelle: Eurosport


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