Rad-WM 2023: Lotte Kopecky holt Gold im Straßenrennen - Annemiek van Vleuten und Demi Vollering geschlagen
Lotte Kopecky hat das Straßenrennen der Rad-WM in Glasgow gewonnen und sich damit zur Doppelweltmeisterin von Schottland gekürt. Bereits auf der Bahn hatte die 27-Jährige ihren Goldtriumph im Punktefahren von 2022 wiederholt und zudem das Ausscheidungsfahren gewonnen. Die Silbermedaille schnappte sich Demi Vollering, die auf den letzten Metern noch an der Dänin Cecilie Uttrup Ludwig vorbeizog.
Kopecky schlägt auch im WM-Straßenrennen zu - Highlights
Quelle: Eurosport
Lotte Kopecky schoss mit unbändigem Willen die letzten giftigen Anstiege hoch, dann beendete sie ihr Titel-Trauma mit einem eindrucksvollen Schlussspurt. Die Belgierin ist nach einer enormen Energieleistung im knallharten Straßenrennen der Radsport-WM in Glasgow zum Sieg gefahren.
Die 27 Jahre alte Alleskönnerin stürmte am Sonntag nach 154,1 höchst anspruchsvollen Kilometern ins begehrte Regenbogentrikot - ein Jahr nach ihrer um wenige Millimeter verpassten WM-Goldmedaille und nur zwei Wochen nach dem zweiten Gesamtplatz bei der Tour de France Femmes.
Kopecky verwies die von Krämpfen geplagte niederländische Tour-Siegerin Demi Vollering (0:07 Minuten) und Cecilie Ludwig aus Dänemark (gleiche Zeit) auf die Plätze. Annemiek van Vleuten kam nach zwei technischen Defekten im letzten großen Rennen ihrer Karriere auf Platz acht (+2:48) ins Ziel.
Die deutsche Meisterin Liane Lippert musste sich nach ihrem vierten Platz im Vorjahr mit Rang 19 (+4:34) zufrieden geben. Die 25-Jährige aus Friedrichshafen hatte lange zur Spitzengruppe gehört, rund 30 km vor dem Ziel konnte sie der enormen Geschwindigkeit der Topstars allerdings nicht mehr folgen.
Das Peloton forcierte vom Start weg das Tempo, viele Fahrerinnen mussten schon am ersten schwierigeren Berg in den Highlands abreißen lassen. Die Deutschen um Ricarda Bauernfeind und U23-Zeitfahrweltmeisterin Antonia Niedermaier gaben dabei zeitweise den Takt vor. Lippert hielt sich geschützt von ihren Teamkolleginnen im Windschatten auf.
Nach der Ankunft in Glasgow, wo insgesamt sechs Runden gefahren werden mussten, kam es auf dem engen und kurvigen Stadtkurs zu den ersten schweren Stürzen. Die Spitzengruppe wurde immer kleiner, die Deutschen konnten bis auf Lippert nicht mehr mithalten.
Dann entwickelte sich wie im Straßenrennen der Männer ein gnadenloses Ausscheidungsrennen. Nach einem technischen Defekt am Vorderrad fiel van Vleuten rund 65 km vor dem Ziel aus der Spitzengruppe, den mehr als eineinhalb minütigen Rückstand holte sie aber wieder auf und attackierte wenig später.
Nur wenige Fahrerinnen konnten ihr zunächst folgen, auch Lippert gehörte dazu. Nach erneuten Problemen mit ihrem Fahrrad musste van Vleuten den Sieg dann aber endgültig abhaken. Auf der letzten Runde attackierten die Topfahrerinnen dann nacheinander, am Ende setzte Kopecky den entscheidenden Angriff.
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(mit SID)
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Dritter Gold-Streich: Kopecky gewinnt auch im Straßenrennen
Quelle: Eurosport
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