Rad-WM in Ruanda: Liane Lippert bereit für das Straßenrennen der Frauen - ""Ich habe noch eine Rechnung offen"

Die kleine Schwächephase ist überwunden, der Traum von der Medaille lebt: Liane Lippert geht nach der kurzfristigen Absage ihres Starts in der Mixed-Team-Staffel gesund und hochmotiviert in das Straßenrennen der Frauen bei der Rad-Weltmeisterschaft am Samstag (live auf Eurosport und discovery+). "Mir geht es gut und ich bin total motiviert und bereit", sagte Lippert in Kigali/Ruanda.

WM-Strecke der Frauen: 3300 Höhenmeter im Kampf um die Medaillen

Quelle: Eurosport

Erinnerungen fürs Leben hat Liane Lippert beim Abenteuer Afrika schon gesammelt. Eine "coole Erfahrung" sei die WM in Ruanda, sagte die erfolgreiche deutsche Radsportlerin, und alles "sehr interessant. Die Leute sind echt sehr nett und freundlich, ich habe eine komplett neue Kultur kennengelernt." Als Touristin ist die dreimalige deutsche Meisterin aber nicht in die Hauptstadt Kigali gereist.
Wenn am Samstag beim Straßenrennen der Frauen (ab 12:05 Uhr, Eurosport und discovery+) einer der Höhepunkte der ersten Straßenrad-WM in Afrika ansteht, will Lippert eine unvergessliche Erfahrung als Athletin machen: Nach mehreren glücklosen Anläufen soll sich der Traum von einer WM-Medaille endlich erfüllen. "Ich habe noch eine Rechnung offen", sagte Lippert.
Mehrfach war sie ganz dicht dran. 2022 und 2024 hatte sie aus der Spitzengruppe heraus den undankbaren vierten Platz belegt, 2020 wurde sie Fünfte. Aufs Podium schaffte sie es bisher nie. Im äußerst anspruchsvollen WM-Rennen in Kigali über 164,6 km und 3350 Höhenmeter wartet nun die nächste Chance.
"Ich hoffe, dass ich irgendwie mit der besten Gruppe ankomme und es sich dann im Finale entscheidet", sagte Lippert. Das stete Auf und Ab auf dem Rundkurs komme ihr "auf jeden Fall entgegen", meinte Lippert, "es liegt mir viel mehr als ein langer Berg. Eindeutig."

Lippert: "Ich bin total bereit"

Die Motivation ist hoch, und auch eine kleine Schwächephase ist überwunden. Ihren Start in der Mixed-Team-Staffel am vergangenen Mittwoch hatte sie leicht angeschlagen abgesagt. Inzwischen ist Lippert wieder gesund, "mir geht es gut und ich bin total bereit", sagte sie.
Daran glaubt auch Bundestrainer André Korff. Lippert zähle nicht zuletzt nach ihren beiden Etappensiegen beim Giro d'Italia im Juli zu den Favoritinnen, glaubt er: "Die anspruchsvolle Strecke kommt ihr entgegen." Auch Antonia Niedermaier, zum WM-Auftakt Sechste im Zeitfahren, rechnet sich Chancen aus. Ricarda Bauernfeind fällt wegen eines hartnäckigen Infekts indes kurzfristig aus und wird als Helferin fehlen.
Die Liste der Rivalinnen ist lang. Die Niederlande schicken ein starkes Team um Demi Vollering ins Rennen, Frankreichs Hoffnungen ruhen auf Tour-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot, auch die Polin Kasia Niewiadoma ist stark einzuschätzen. "Noch", sagte Lippert, warte sie "geduldig" auf die erste WM-Medaille. Hat das Warten am Samstag endlich ein Ende, wäre das wohl die schönste Erinnerung an das Abenteuer Afrika.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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