Rad-WM 2025: Remco Evenepoel führt Tadej Pogacar im Einzelzeitfahren vor und holt in dominanter Manier erneut Gold

Remco Evenepoel hat das Einzelzeitfahren bei der Rad-WM in Ruanda gewonnen und damit seinen Erfolg aus dem vergangenen Jahr wiederholt. Der Olympiasieger aus Belgien distanzierte den Australier Jay Vine (+1:14 Minuten) und Ilan Van Wilder (Belgien/+2:36) auf die Plätze. Tour-Sieger Tadej Pogacar (Slowenien/+2:37), der sogar von Evenepoel überholt wurde, verpasste als Vierter eine Medaille.

Highlights: Evenepoel feiert Gold-Hattrick - Pogacar geht leer aus

Quelle: Eurosport

Remco Evenepoel zählte vor. Einen, zwei, drei Finger reckte der neue und alte Weltmeister in die Höhe, während sich der gedemütigte Tour-Champion Tadej Pogacar hinter ihm ins Ziel kämpfte. Nach einer Machtdemonstration bleibt Evenepoel im Einzelzeitfahren das Maß aller Dinge, in Ruandas Hauptstadt Kigali raste der Radsport-Olympiasieger zum Titel-Hattrick.
Pogacar kassierte an seinem 27. Geburtstag dagegen die Höchststrafe. Zwei Kilometer vor dem Ziel zog Evenepoel an dem Slowenen vorbei, letztlich reichte es nicht einmal für eine Medaille.
Hinter dem unantastbaren Evenepoel (49:46 Minuten) sicherten sich der Australier Jay Vine (+1:14) und Evenepoels Landsmann Ilan Van Wilder (2:36) Silber und Bronze. Pogacar wurde nach anspruchsvollen 40,6 km nur Vierter (+2:37).
"Es ist egal, wer es ist, ich wollte einfach ans Limit. Ich hatte einen richtig guten Tag", sagte Evenepoel zu seinem Überholmanöver und blickte anschließend schon ins kommende Jahr: "Ich muss noch einen gewinnen, damit ich der erste mit vier Titeln nacheinander bin." Zuvor hatte er bereits in Glasgow und Zürich triumphiert.
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Machtdemonstration! Evenepoel überholt Pogacar im Zeitfahren

Quelle: Eurosport

Enttäuschter Pogacar zollt Evenepoel Respekt

Pogacar dagegen muss weiter auf seinen ersten Zeitfahr-Titel warten. "Ich habe alles gegeben. Natürlich bin ich enttäuscht", sagte der viermalige Tour-de-France-Sieger. Evenepoel sei "so schnell. Unfassbar. Chapeau", erkannte Pogacar an, der am kommenden Sonntag im Straßenrennen (267,5 km) als Titelverteidiger um seinen zweiten WM-Titel fährt.
Der einzige deutsche Starter Miguel Heidemann (4:52) hatte als 17. nichts mit der Entscheidung zu tun. Maximilian Schachmann, der ursprünglich ebenfalls hätte starten sollen, fiel gesundheitsbedingt für die erste Straßenrad-WM in Afrika aus.
Der letzte deutsche WM-Titel im Einzelzeitfahren liegt neun Jahre zurück. 2016 gewann Tony Martin sein viertes und letztes Regenbogentrikot.
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Evenepoel nach WM-Coup euphorisch: "Phänomenaler Tag für uns"

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Evenepoel hängt Pogacar vom Start weg ab

Pogacar und Evenepoel gingen im Abstand von zweieinhalb Minuten als letzte Fahrer auf die Strecke und begannen ihr Fernduell um Gold. Auf die beiden Topstars warteten vier knackige Anstiege, die eigentlich besser auf Pogacar zugeschnitten schienen.
Doch schon nach der ersten Zwischenzeit lag Evenepoel 45 Sekunden vor seinem Kontrahenten. Der Abstand zwischen den beiden Ausnahmefahrern schrumpfte stetig, bis Evenepoel, der ab dem kommenden Jahr für den deutschen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe fahren wird, sogar an dem Slowenen vorbeizog.
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Zeitfahr-Pleite nagt an Pogacar: "Natürlich bin ich enttäuscht"

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Niedermaier starke Sechste - Reusser siegt

Bei den Frauen zahlte sich der Mut von Antonia Niedermaier nicht voll aus. 2023 und 2024 war die 22-jährige Rosenheimerin bereits Zeitfahr-Weltmeisterin in der U23-Klasse gewesen, in Kigali hätte sie den Titel-Hattrick in der Nachwuchsklasse anpeilen können, entschied sich aber für einen Start im Elitebereich. In 44:38 Minuten belegte Niedermaier letztlich den sechsten Rang.
"Es war ein superhartes Rennen. Ich hatte nicht meinen besten Tag, die Beine waren ziemlich schwer. Ich weiß nicht, ob es an der Hitze lag oder der langen Reise", sagte Niedermaier: "Aber ich habe alles gegeben und kann mir nichts vorhalten. Andere waren einfach stärker."
Gold sicherte sich die dominante zweimalige Vize-Weltmeisterin Marlen Reusser. Die Schweizerin verwies in 43:09 Minuten das niederländische Duo Anna van der Breggen (+51,89 Sekunden) und Demi Vollering (1:04,73 Minuten) auf die Plätze.
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(SID)
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Highlights: Reusser endlich am Ziel - Niedermaier überzeugt

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