Der Franzose hat nur rein rechnerisch seinen vierten Titel noch nicht unter Dach und Fach. Bei drei verbleibenden Rallyes kann ihn höchstens noch Teamkollege Andreas Mikkelsen einholen, der allerdings schon 68 Punkte Rückstand hat.
"Unser Ziel war ganz klar, hier zu gewinnen", fasst Ogier sein Korsika-Wochenende zusammen. "Den Grundstein dazu haben wir bereits am Freitag gelegt. Ich war wirklich überrascht, dass wir am Ende der ersten Etappe schon Sekunden Vorsprung hatten. Danach haben wir unsere Taktik ein wenig geändert und nicht mehr voll attackiert. Spaß gemacht hat es trotzdem jede Menge."

Ogier blickt kämpferisch nach Spanien

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Nach seinem vierten Saisonsieg kann der Volkswagen-Pilot deutlich entspannter an den Rest der Saison herangehen. "Mit der Rallye Spanien habe ich noch eine Rechnung offen", blickt er auf den nächsten WM-Lauf in zwei Wochen voraus. 2015 fiel er dort in Führung liegend auf der letzten Wertungsprüfung durch einen Unfall aus. Mikkelsen erbte den Sieg.
"Gegen eine Wiederholung des Erfolges vom letzten Jahr hätte ich natürlich nichts einzuwenden", sagt der Norweger, der auf Korsika hinter Thierry Neuville (Hyundai) Dritter wurde. "Allerdings möchte ich Seb dieses Mal im sportlichen Duell schlagen."
Für Mikkelsen geht es für den Rest der Saison vor allem auch darum, Tabellenrang zwei gegen Neuville zu verteidigen. Weil er sich zwei Zusatzpunkte als Zweitschnellster auf der Powerstage sicherte, büßte er im Vergleich zu dem Hyundai-Piloten auf Korsika nur einen WM-Punkt ein.

Latvalas Selbstvertrauen angeknackst

Aktuell sind die beiden befreundeten Youngster durch 15 Zähler getrennt, zu Mikkelsens Vorteil. "Die noch kommenden Rallyes in Spanien, Großbritannien und Australien liegen mir, dort habe ich schon einige gute Ergebnisse erzielt. Ich bin deswegen zuversichtlich, Thierry hinter mir halten zu können."
Für Jari-Matti Latvala ging es während der Schlussetappe der Rallye Frankreich darum, Rang vier zu verteidigen und das während der vorangegangenen zwei Tage angeknackste Selbstvertrauen zurück zu gewinnen. "Im Prinzip ein Wochenende zum Vergessen", gibt der Finne selbstkritisch zu, der an gleicher Stelle 2015 den Sieg feiern konnte.
Auch Sebastien Ogiers Beifahrer Julien Ingrassia hat gute Erinnerungen an Korsika. "Ich habe als Kind hier häufig die Ferien verbracht, außerdem zusammen mit Sebastien 2008 den Titel in der Junioren-WM gewonnen." Allerdings bezweifelte er den Mythos der "Rallye der 10.000 Kurven", mit dem die Rally auf der Mittelmeerinsel wirbt. "Wertungsprüfung 5 hat exakt 659 Kurven. Wenn man das auf die Gesamtlänge der Rallye hochrechnet, kommt man insgesamt nur auf rund 4.800 Kurven."

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