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CHIO: Michael Jung in der Vielseitigkeit nachträglich disqualifiziert - Sandra Auffarth erbt den Sieg
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Publiziert 02/07/2022 um 14:22 GMT+2 Uhr
Dem dreimaligen Olympiasieger Michael Jung (Horb) ist der Sieg in der Vielseitigkeit beim CHIO in Aachen nachträglich aberkannt worden. Dadurch rückte Ex-Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) auf Platz eins vor. Die Richter entschieden nach erneuter Auswertung der Videos, dass Jung und sein Wallach Chipmunk ein Hindernis auf der Geländestrecke nicht korrekt genommen hatten.
Michael Jung im Springreiten
Fotocredit: Getty Images
Michael Jung blieb ganz entspannt. Die Hände in den Hüften, ein breites Lächeln im Gesicht, wartete der dreimalige Olympiasieger auf den Spruch der Richter. Die werteten aus, ob Jung und sein 14-jähriger Wallach Chipmunk am 14. Hindernis möglicherweise einen Vorbeiläufer hatten. "Ich habe das Gefühl, es war gut, wir waren gerade drüber", sagte Jung im "WDR": "Aber manches Urteil muss man halt akzeptieren."
Am Ende war dann doch nicht alles gut, Jung wurde der Sieg beim CHIO mit einigen Stunden Verspätung doch noch aberkannt. Dadurch rückte Ex-Weltmeisterin Sandra Auffarth auf Platz eins vor, sie empfahl sich mit ihrem Viamant du Matz nachdrücklich für eine WM-Nominierung. Ebenso wie Sophie Leube, die im westfälischen Hamm einen eigenen Ausbildungsstall betreibt und mit der zwölfjährigen Stute Jadore Moi in dem Weltklassefeld einen hervorragenden sechsten Platz belegte.
Fest für die WM eingeplant sind neben Jung auch Olympiasiegerin Julia Krajewski und Europameisterin Ingrid Klimke - die nach einem Vorbeiläufer ihrer Stute Siena just do it das Streichergebnis in der Mannschaftswertung lieferte. Hinter Vorjahressieger Großbritannien wurde Deutschland mit erheblichem Abstand Zweiter, auf Platz drei folgten die Franzosen, die mit vielen jungen Pferden bereits mitten in der Vorbereitung auf Olympia 2024 in Paris sind.
Julia Krajewski, die in Aachen mit ihrem Goldpferd von Tokio antrat, war zufrieden mit ihrer "Mandy", obwohl die Stute beim letzten Tiefsprung am Wasser nach dem Einritt ins Stadion fast gestürzt wäre. "Man hat schon gemerkt, dass sie in diesem Jahr noch nicht so oft unterwegs war", sagte Krajewski: "Sie war zwischendurch fast ein bisschen erstaunt über die vielen Zuschauer."
Überschattet wurde der Geländeritt vom Tod des 17-jährigen Hengstes Allstar von Weltmeisterin Rosalind Canter (Großbritannien). Das Pferd setzte nach einem Sprung das linke Vorderbein nicht mehr auf, zu einem Sturz war es nicht gekommen.
"Die Verletzung konnte nicht operiert werden", sagte Turnierdirektor Frank Kemperman dem "WDR": "Die Besitzer haben dann die Entscheidung getroffen, das Pferd einzuschläfern." Das sei ein schwerer Schlag für die Reiterei, sagte Kemperman: "Aber es war ein Unfall, der immer passieren kann."
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(SID)
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Quelle: Longines Equestrian
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