Andre Thieme stürzt bei Reit-WM: Medaille verloren, aber Olympia-Qualifikation für Paris 2024 gesichert

Ein Sturz von Europameister Andre Thieme hat die Medaillen-Hoffnungen der deutschen Springreiter-Equipe bei der WM in Herning abrupt beendet. Thieme stürzte am dritten Hindernis aus dem Sattel seiner Stute Chakaria und lieferte damit das Streichergebnis. Am Ende belegte Deutschland den fünften Platz und erreichte dadurch zumindest das Minimalziel der vorzeitigen Olympia-Qualifikation für 2024.

Aus der Traum von der Team-Medaille: Thieme stürzt bei Reit-WM

Quelle: Eurosport

Ausgerechnet Europameister Andre Thieme hat den Medaillen-Hoffnungen der deutschen Springreiter-Equipe bei der WM in Herning ein jähes Ende bereitet.
Im zweiten Umlauf des Nationenpreises geriet seine Stute Chakaria am dritten Hindernis zu weit nach links, Thieme stürzte nach vorne aus dem Sattel. Die wichtigste Botschaft: Reiter und Pferd blieben unverletzt. Weltmeister wurde Olympiasieger Schweden vor den Niederlanden und Großbritannien.
Bis zu dem Zeitpunkt lag das Team von Bundestrainer Otto Becker auf Platz drei - am Ende wurde es Platz fünf, womit zumindest das Minimalziel der Olympia-Qualifikation für Paris 2024 erreicht ist.
Zudem sind drei deutsche Reiter beim Einzelfinale der besten 25 am Sonntag dabei: Jana Wargers mit Limbridge und Christian Ahlmann mit Dominator auf den Plätzen 17 und 18 sowie Marcus Ehning mit Stargold als 22.

Ehning hadert mit sich

Den Anfang machte am Freitag der dreimalige Weltcupsieger Marcus Ehning. Zum ersten Mal im dritten WM-Springen fielen bei dem Routinier gleich zwei Stangen. "Ich hab schon ganz andere Sachen auf Championaten erlebt", sagte Ehning: "Ich weiß nicht, irgendwie war nicht so mein Tag heute. Ich kann aber wirklich nicht sagen, dass Stargold schlecht gesprungen ist."
WM-Debütantin Jana Wargers gelang als zweiter deutscher Starterin die so wichtige Nullrunde mit lediglich einem Zeitfehler. "Dass wir heute hier so eine Runde abliefern können, Wahnsinn", sagte Wargers.
Der Zeitfehler sei zwar ärgerlich, aber: "Ich kann sagen, dass heute bei mir alles gepasst hat. Ich bin überglücklich. In der Mannschaft zu reiten, ist so besonders."

Thieme kann Sturz nicht verhindern

Dann kam Thieme, sein Ritt endete bereits am blauen Oxer, dem dritten Hindernis in dem anspruchsvollen Parcours. "Die Stute ist so abnormal in die Luft gegangen", sagte der bitter enttäuschte Thieme: "Ich hab bei der Landung dermaßen eine unter den Arsch gekriegt, und dann lag ich auch schon unten. Das ging so schnell, ich hab das gar nicht richtig mitgekriegt."
Der Springreiter ergänzte: "Das ist wahrscheinlich der peinlichste Moment in meinem Leben, weil ich weiß, wer da alles zugeschaut hat. Ich bin enttäuscht von mir selber. Ich bin auf dem Boden gelandet und wusste nicht, was passiert ist."
Die letzte Runde von Christian Ahlmann mit Dominator, ebenfalls mit vier Fehlerpunkten belastet, spielte da schon keine Rolle mehr. Bei der WM 2018 in Tryon hatte die deutsche Equipe beim WM-Triumph von Simone Blum Bronze gewonnen. Den bis dato letzten deutschen WM-Titel gab es 2010 in Kentucky.
(SID)
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Quelle: Longines Equestrian

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