Olympia 2024: Darja Varfolomeev schwebt in Paris zu Gold und hat schon neue sportliche Ziele im Visier

Darja Varfolomeev schreibt bei den Olympischen Spielen in Paris deutsche Sportgeschichte. Die 17-Jährige krönt sich zur ersten deutschen Olympiasiegerin der Rhythmischen Sportgymnastik. Im Finale behielt Varfolomeev die Nerven und war nicht zu schlagen. Die nächsten sportlichen Highlights hat die junge Sportlerin aber auch schon im Blick: Los Angeles 2028 und die Weltmeisterschaften 2025 und 2026.

Gold für Varfolomeev! Nervenstark und grazil zum Olympiasieg

Quelle: Eurosport

Darja Varfolomeev strahlte mit ihrer historischen Goldmedaille um den Hals an der Seite von Bundeskanzler Olaf Scholz, ihr Handy explodierte derweil.
Die zahlreichen Nachrichten und Glückwünsche nahmen bis tief in die Nacht kein Ende, alle rissen sich um die neue Königin der Rhythmischen Sportgymnastik - und die fieberte inmitten des Trubels ihrer lang ersehnten Erkundungstour entgegen.
"Ich werde auf jeden Fall mit meiner Familie Paris anschauen, weil ich noch nie in Paris war", sagte Varfolomeev im Eurosport-Interview. Auch das Olympische Dorf wolle sie nach ihrem Triumph, in den sie so viel Arbeit gesteckt hatte, nun einfach mal genießen: "Bisher habe ich dort nur das Essen, mein Schlafzimmer und die Halle gesehen", sagte sie und lachte.
Denn alles war auf das ganz große Ziel ausgerichtet gewesen.
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Rockstar Varfolomeev! Deutsche begeistert mit Reifen-Show

Quelle: Eurosport

Varfolomeev: Von Sibirien nach Deutschland

In der Pariser Arena Porte de la Chapelle schwebte die 17-Jährige am Freitag schließlich mit dem flatternden Band in der Hand zu Gold und krönte sich auf der größten Bühne des Sports zur ersten deutschen Olympiasiegerin in der Rhythmischen Sportgymnastik. Überhaupt war es erst das zweite Edelmetall einer Deutschen seit 1984.
"Meine ganze Arbeit, mein ganzer Schweiß, Schmerz und Tränen im Training haben sich gelohnt", sagte Varfolomeev. Ihr Weg zum Triumph war weit und durchaus härter, als "nur" die zahlreichen Stunden Arbeit in der Halle. Vor fünf Jahren war das Ausnahmetalent aus Sibirien nach Deutschland gekommen, sie verließ damals ihre Familie, fand ihre neue Heimat in Baden-Württemberg.
Es sei ihre Entscheidung gewesen, um ihr Ziel zu erreichen. Das war zunächst die Teilnahme an den Olympischen Spielen, erklärte sie, aber "nach dem letzten Jahr habe ich dann verstanden, dass ich doch mehr von mir selbst erwarten kann".
Denn bei der WM 2023 hatte die Athletin des TSV Schmiden mit einer Gala-Vorstellung alle Titel abgeräumt, war in den vier Gerätefinals sowie dem Mehrkampf nicht zu schlagen gewesen. In Paris ging es für die insgesamt sechsmalige Weltmeisterin nun auch bei Olympia nach ganz oben auf das Podest.
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Varfolomeev: "Wusste seit Valencia, dass ich nicht nur teilnehmen kann"

Quelle: Eurosport

Varfolomeev tröstet Teamkollegin Kolosov

Im Einzel-Finale hatte Varfolomeev dabei von Anfang an den Ton angegeben. An ihre 142,850 Punkte nach den Übungen mit Reifen, Ball, Keulen und Band kam auch die Mitfavoritin Sofia Raffaeli (Italien) nicht heran, die mit 136,300 Punkten Bronze gewann. Silber holte die Bulgarin Borjana Kalejn (140,600).
Die zweite deutsche Starterin Margarita Kolosov schaffte es auf den überraschenden vierten Platz, nur 1,05 Punkte fehlten ihr zu Bronze. Varfolomeev spendete der enttäuschten Teamkollegin im Moment ihres eigenen Triumphes Trost: "Ich habe ihr gesagt, es gibt noch die nächsten Olympischen Spiele, zu denen wir hoffentlich zusammen fahren, und dann zeigen wir noch einmal, was wir können."
Während Kolosov so weit noch nicht vorausblicken wollte, fiel die Antwort von Varfolomeev kurz und deutlich aus. Ob sie Los Angeles 2028 im Blick habe? "Ja". Auch an die Weltmeisterschaften in Brasilien 2025 und in Deutschland 2026 dachte sie bereits.
Doch vorher gönnt sie sich eine Auszeit, wie sie mit einem Grinsen verriet: "Wir haben jetzt drei Wochen Pause - endlich, worauf ich mich riesig freue."
(SID)

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Elf Drehungen zum Abschluss - Varfolomeev auch mit Ball die Beste

Quelle: Eurosport


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