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Dämpfer vor Olympia: Felix in Lillehammer nur Fünfter, auch Natalie Geisenberger verpasst den Sieg
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Publiziert 21/01/2018 um 13:30 GMT+1 Uhr
Die deutschen Rodler um die Olympiasieger Felix Loch und Natalie Geisenberger haben in Lillehammer einen kleinen Dämpfer kassiert. Beide stehen zwar vor ihrem sechsten Gesamtsieg, im Hinblick auf Olympia wird allerdings ein enges Rennen erwartet. Drei Wochen vor Olympia sah Bundestrainer Norbert Loch die Zeit gekommen, seine Schützlinge wachzurütteln.
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"Es muss mal langsam etwas besser werden. Insgesamt muss bei den Männern Stabilität rein", kritisierte der Vater von Rodel-Olympiasieger Felix Loch in der ARD die deutschen Athleten: "Das ist etwas, das mir stinkt."
Auch bei Felix Loch änderte sich die Laune auf der vorletzten Weltcup-Station im norwegischen Lillehammer von "sehr zufrieden" zu "extrem ärgerlich". Nach einem Fehler am Ausgang der berüchtigten Kurve 13 fiel der Berchtesgadener beim Sieg des Südtirolers Dominik Fischnaller von Platz zwei auf fünf zurück, musste sich sogar noch hinter seinem viertplatzierten Teamkollegen Johannes Ludwig einreihen.
"Da ärgert man sich unendlich. Vielleicht war die Ausfahrt zu schön. Aber das sollte nicht passieren, das darf nicht passieren", sagte Loch im Anschluss. Zuvor hatte er noch prophezeit, es gewinne derjenige, "der die wenigsten Fehler macht". Und dann folgte er, der Fehler.
Dabei könnte das Ergebnis von Lillehammer, auf der Olympiabahn von 1994, einen Hinweis auf die Leistungen auf der Olympiabahn von 2018 geben. Seit drei Jahren wurde in Lillehammer nicht mehr gefahren, im südkoreanischen Pyeongchang im vergangenen Winter zum ersten Mal. Einen Heimvorteil haben die deutschen Rodler nicht, und jeder kennt die Bahnen gleich schlecht.
Geissenberger rast am Sieg vorbei
Das war auch schon am Samstag aufgefallen. Die sonst so dominanten Frauen hatten zwar ein gutes Teamergebnis geholt, aber der Sieg ging überraschend nicht an eine deutsche Rodlerin. "Es war relativ hart für mich", sagte Natalie Geisenberger nach ihrem zweiten Platz. Denn wieder einmal war eine Athletin schneller als die Olympiasiegerin, und diesmal kam sie nicht aus dem eigenen Lager.
Die US-Amerikanerin Summer Britcher schnappte dem deutschen Quartett den Sieg weg. Geisenberger, der nicht für Olympia nominierten Julia Taubitz sowie Weltmeisterin Tatjana Hüfner blieben "nur" die Plätze zwei, drei und vier.
Die zuletzt so starke Dajana Eitberger, die sich durch die Plätze eins, zwei und eins in den vorigen drei Rennen zur Mitfavoritin für die Winterspiele aufgeschwungen hatte, stürzte gegen Ende des zweiten Laufes. "Sie hat den Schlitten über den gesamten Lauf nicht in den Griff bekommen, sie war wohl etwas übermotiviert", sagte Norbert Loch. Im Hinblick auf Olympia (9. bis 25. Februar) beruhigte er aber: "Ich glaube, ihr fehlt nichts. Es ist alles in Ordnung."
Am Sonntag fuhr Geisenberger bei Britchers Sprint-Sieg auf Rang drei und gewann vorzeitig zum sechsten Mal in Folge den Gesamtweltcup. Damit ist sie auch dort Rekordsiegerin. Zuvor war sie mit fünf Erfolgen gleichauf mit ihrer Dauerrivalin Hüfner (2008 bis 2012) und Silke Kraushaar-Pielach (1999, 2001, 2001, 2006 und 2007) gelegen. Taubitz wurde im Sprint Vierte, Hüfner nur Elfte. Bei den Doppelsitzern untermauerten die Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken ihre Favoritenstellung.
Das Thüringer Duo (Ilsenburg/Suhl) gewann vor den Österreichern Peter Penz/Georg Fischler und den bayerischen Olympiasiegern Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee). Im Sprint stürzten Eggert/Benecken, es gewannen Penz/Fischler vor Wendl/Arlt. Es war der erste nicht deutsche Weltcupsieg bei den Doppelsitzern seit Dezember 2015.
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