Rennrodel-Legende Felix Loch über Spiele in Cortina: "Froh, dass wir Olympia wieder da haben, wo es hingehört"
Publiziert 22/01/2026 um 19:14 GMT+1 Uhr
Mit 36 Jahren mischt Felix Loch noch immer ganz oben mit: In Winterberg raste er auf Platz zwei, zuvor hatte er zwei Weltcups in Folge gewonnen. Zu seinen fünften Olympischen Spielen fährt der Rekordweltmeister als einer der Favoriten. Im exklusiven Interview spricht er über seine Vorfreude auf Olympia und was den Reiz der Spiele in diesem Jahr ganz besonders ausmacht.
Rodel-Legende Loch exklusiv: "Das macht Olympia einfach aus"
Quelle: Eurosport
Mit seinem 103. Podiumsplatz hatte Felix Loch Anfang Januar Geschichte geschrieben, inzwischen gibt es keinen Rodler, der häufiger auf dem Stockerl stand.
Der 36-Jährige ist in Hochform - pünktlich zu den Olympischen Spielen. Für den Thüringer sind es die fünften Spiele, zu denen er mit einer besonderen Motivation reist: Zuletzt gewann er 2014 zwei Goldmedaillen, 2018 und 2022 ging er leer aus.
Überhaupt liefen die vergangenen Jahre eher ernüchternd für den 36-Jährigen. Erst in den vergangenen Wochen fand er zu neuem Glanz: In Winterberg, Lake Placid und im lettischen Sigulda raste er auf Platz eins.
Im exklusiven Interview mit Eurosport.de spricht Loch über seine besondere Vorfreude auf Olympia in Cortina d'Ampezzo, den olympischen Spirit - und warum man bei Olympia ganz besonders gut feiern kann.
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Wie gefällt Ihnen Ihr neues Olympia-Outfit?
Felix Loch: Ja, mega. Ich glaube, es sind wieder richtig coole Sachen dabei, wo ich mit Sicherheit das ein oder andere Teil in den Jahren danach noch anhaben werde. Ich habe nicht nur von dieser Einkleidung noch das ein oder andere Teil, sondern auch von vielen davor, das daheim im Schrank hängt. Olympia-Einkleidung ist immer etwas Besonderes. Ich freue mich, die Sachen abzuholen, anzuprobieren und in knapp vier Wochen richtig zu präsentieren.
Ich hatte zwei Spiele in Folge in Asien, ich bin mega froh, dass wir – für mich zumindest – Olympia wieder da haben, wo es hingehört: irgendwo in die Berge, wo wirklich Winter ist. Das haben wir definitiv in Cortina.
Die Olympischen Spiele sind zurück in Europa. Wie groß ist die Vorfreude?
Loch: Natürlich riesig. Ich hatte zwei Spiele in Folge in Asien, ich bin mega froh, dass wir – für mich zumindest – Olympia wieder da haben, wo es hingehört: irgendwo in die Berge, wo wirklich Winter ist. Das haben wir definitiv in Cortina. Das ist etwas ganz Besonderes, Freunde und Familie können endlich wieder dabei sein. Vor allem nach den Spielen 2022, nach den Corona-Spielen, bei denen es wirklich sehr schwierig war, freut es mich, dass wir jetzt wieder "normale" Spiele haben. Ich glaube, es werden sehr schöne Spiele und ich freue mich schon mega darauf.
Was macht für Sie den olympischen Spirit aus?
Loch: Von Anfang an mit so vielen Sportlern zusammenzukommen. Als ich das erste Mal dabei war, habe ich mich immer umgeschaut und nach oben geschaut, wenn man sieht, was da für Sportler im olympischen Dorf herumlaufen, die man sich vorher im Fernsehen angeschaut hat. Dann sitzt man plötzlich beim Essen mit ihnen oder geht auf deren Wettkämpfe. Das finde ich mega, dass man bei Olympia endlich mal andere Wettkämpfe anschauen kann. Das funktioniert bei uns ja sonst nicht, weil wir im Normalfall zurselben Zeit unterschiedlich unterwegs sind auf der Welt. Das Zusammenkommen mit anderen Athleten und unterschiedlichen Nationen ist etwas ganz Besonderes. Auf diesen Austausch freue ich mich am meisten.
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Felix Loch in Winterberg.
Fotocredit: Imago
Sie sind aktuell in Topform. Welche sportlichen Ziele haben Sie sich gesetzt?
Loch: Diese Saison ist maximal auf Olympia ausgerichtet. Mich freut es, dass es im Weltcup auch schon so gut läuft. Natürlich ist es wichtig, sich im Weltcup eine gewisse Sicherheit zu holen, da bin ich auf einem guten Weg. Ich freue mich auf die letzten Weltcup-Rennen vor Olympia mit zwei Heimrennen. Dann muss man sich so ein bisschen überraschen lassen. Es sind so um die sechs Schlitten, die dort vorn um die Medaillen fahren können. Aber das Ziel ist ganz klar eine Medaille, darauf ist alles ausgerichtet. Ich freue mich schon, es ist eine coole Bahn in Cortina.
Wenn wir erfolgreich waren, konnten wir sehr gut feiern. Das gehört dann aber auch mal mit dazu, weil vom ganzen Team der Druck abfällt.
Sie haben schon ein paar Olympische Spiele miterlebt. Gibt es eine Olympia-Anekdote, die wir noch nicht kennen?
Loch: Ich denke an nichts Spezielles. Wenn wir erfolgreich waren, konnten wir sehr gut feiern. Das gehört dann aber auch mal mit dazu, weil vom ganzen Team der Druck abfällt. Am Ende wird man auch nach Medaillen abgerechnet, aber wir konnten bisher auch ganz gut liefern. Ich hoffe, dass wir auch in Cortina wieder etwa zu feiern haben.
Gibt es einen Moment, der Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Loch: Ich glaube, es war 2014, als uns die Österreicher sehr herzlich in ihrem Haus empfangen haben. Wir haben dann einen sehr langen Abend gehabt zusammen mit dem Team, das war wirklich mega. Das macht Olympia aus, dass man auch mal mit anderen feiern gehen kann. Das war ein sehr langer und schöner Abend.
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