Felix Loch startet vor Olympia 2026 in seine 20. Weltcupsaison - Rekordweltmeister denkt noch nicht an Rücktritt

Felix Loch startet in seine 20. Weltcupsaison, trotz enormer Erfolge denkt der Rekordweltmeister noch nicht so schnell an ein Karriereende. Der dreimalige Olympiasieger richtet den Blick bereits auf die Winterspiele 2026 in Cortina d’Ampezzo. Dort will der 36-Jährige wieder ganz vorne angreifen. Gleichzeitig wächst bei Loch zu Hause schon die nächste Rodel-Generation heran.

Rennrodler Felix Loch hat seinen Blick fest auf Olympia gerichtet

Fotocredit: Getty Images

Felix Loch macht sich keine Sorgen. Seine Nachfolge im Eiskanal? Scheint längst geregelt. "Vor allem der Größere, Lorenz, der ist schon sehr ambitioniert. Er sagt halt auch wirklich, er möchte mal Rodler werden", erzählte der Rekordweltmeister schmunzelnd über seinen neunjährigen Sohn, der vielleicht mal in die großen Fußstapfen des Papas treten könnte.
Bis dahin bleibt aber Zeit - schließlich hat Loch selbst noch große Ambitionen, ein Karriereende ist nicht in Sicht.
"Der Plan ist es, von Jahr zu Jahr zu schauen. Stand jetzt gibt es keine großen Baustellen", sagte der Berchtesgadener vor dem Start in seine 20. Weltcupsaison am Wochenende in Winterberg.
Am Ende müsse er jedoch "erfolgreich sein", so Loch, der die Heim-WM 2028 am Königssee schon im Hinterkopf hat: "Solange ich merke, ich kann ganz vorne mitfahren, wird es mit Sicherheit noch das eine oder andere Jahr geben."

Olympia 2026 in Cortina ist Saisonhighlight

Vorne mitfahren will der 36-Jährige vor allem in dieser Saison - schließlich steht im Februar in Cortina d'Ampezzo ein echtes Highlight auf dem Programm.
Für Loch sind es die fünften Winterspiele, dreimal Olympiagold hat er schon gewonnen. Das bislang letzte liegt jedoch fast zwölf Jahre zurück.

Lochs Erfolgshunger "weiterhin sehr groß"

Sein Erfolgshunger sei "weiterhin sehr groß", betonte Loch, die Kulisse in Cortina, wo am vergangenen Wochenende ein Test-Wettkampf stattfand, zudem "atemberaubend".
Nur vier Autostunden von der Heimat entfernt ist die Lust von Loch auf ein olympisches Ausrufezeichen besonders groß. Es könnte seine letzte Chance sein.

Deutsche Hoffnungen Loch und Langenhan

"Das ist schon etwas, wo ich mich wirklich sehr drauf freue", sagte Loch über den Umstand, dass Familie und Freunde in Norditalien dabei sein können. 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking war das nicht der Fall.
In Asien war der Berufssoldat zweimal leer ausgegangen - in Cortina ruhen auf ihm und Weltmeister Max Langenhan die größten deutschen Hoffnungen im Einsitzer der Männer. Und die Voraussetzungen stimmen.

Olympia-Testfahrten erfolgreich

Er komme mit der neu gebauten Bahn am Fuße der Dolomiten "wirklich sehr gut zurecht", sagte Loch, die Testfahrten seien erfolgreich gewesen: "Es ist alles sehr, sehr stimmig von den Kurven. Es ist wirklich eine schöne Bahn."
Sein Fokus gilt nun aber erstmal dem Weltcup-Auftakt in Winterberg. Der Eiskanal im Sauerland springt für Innsbruck-Igls ein, nachdem es dort nach einem Umbau Probleme bei den Testfahrten gab.

Loch fokussiert sich auf Winterberg

"In Winterberg sehen wir dann auch tatsächlich, wie der Stand ist", glaubt der 14-malige Weltmeister Loch, der den Weltcup siebenmal gewinnen konnte - zuletzt jedoch 2020/21. Er freue sich darauf, "dass wir endlich wieder um die Wette fahren".
Dabei werden dann auch Lorenz und der jüngere Sohn Ludwig wieder die Daumen drücken, beide sind laut Loch auch im Fußballverein angemeldet.

Neue Rodel-Generation wächst heran

Mit einem herzerwärmenden Post bei "Instagram" hatte Loch zuletzt aber die Begeisterung seiner Söhne für den Rodelsport dokumentiert.
"Es ist schon einfach nett zu sehen, wenn sie einem nacheifern", sagte Loch, der selbst einst von seinem Vater Norbert inspiriert wurde: "Und am Ende wird man sehen, in welche Richtung es geht."
(SID)
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Geisenbergers Eindrücke vom Test-Event: "Sehr olympiawürdig"

Quelle: Eurosport


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