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Olympia 2026: Rodel-Gold für Deutschland - Julia Taubitz dominiert im Eiskanal und krönt sich zur Olympiasiegerin
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Update 10/02/2026 um 23:02 GMT+1 Uhr
Nächstes Gold für Team Deutschland bei Olympia 2026: Rennrodlerin Julia Taubitz hat sich bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo zur Olympiasiegerin gekrönt und die dritte deutsche Goldmedaille geholt. Zwei Tage nach dem Coup von Max Langenhan im Männer-Wettbewerb setzte sich die 29-Jährige aus dem Erzgebirge nach vier Läufen im Cortina Sliding Centre im Einsitzer der Frauen durch.
Gold-Traum vollendet: Taubitz rast zum Rodel-Olympiasieg
Quelle: Eurosport
Silber gewann die Lettin Elina Bota, Bronze ging an Ashley Farquharson (USA) - beide lagen schon fast eine Sekunde hinter Taubitz zuück.
Taubitz' Teamkollegin Merle Fräbel, zur Wettkampfhalbzeit noch mit Siegchancen, fiel durch einen verpatzten dritten Lauf weit zurück und wurde Achte. Anna Berreiter belegte den sechsten Rang im Feld der 20 Rodlerinnen.
Julia Taubitz raste mit einem wilden Jubelschrei in den Zielbereich, Sekunden später flossen Tränen des Glücks: Deutschlands Vorzeigerodlerin hat sich in Cortina d'Ampezzo ihren Kindheitstraum erfüllt und erstmals Olympiagold gewonnen. Beim Banden-Drama um ihre Teamkollegin Merle Fräbel raste die 29 Jahre alte Weltmeisterin zwei Tage nach dem Coup von Max Langenhan zum zweiten Triumph für die deutschen Schlittensportler - insgesamt ist es bereits das dritte deutsche Gold in Norditalien.
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"Auf jeden Fall mit Aperol": Taubitz im Gold-Interview
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Dabei blieb ein vorher erwarteter Tausendstel-Krimi am Dienstag überraschend aus: Fräbel, mit nur 0,061 Sekunden Rückstand auf Taubitz in den Entscheidungstag gegangen, krachte beim Start des dritten Laufes in die Bande und musste ihre Medaillenträume begraben. Ein guter vierter Durchgang genügte nicht mehr, im Zielbereich zuckte sie frustriert mit den Schultern und vergoss ein paar Tränen. Am Ende nur Platz acht.
Im Eurosport-Interview schildert Merle Fräbel unter Tränen ihren Tag: "Der erste Lauf heute war natürlich ärgerlich. Ich weiß gar nicht, wie das passiert ist. Tatsächlich habe ich mir das Video jetzt nicht nochmal angeschaut. Ich habe einfach versucht, den Lauf jetzt nochmal runterzufahren.
Ich habe das gesamte Jahr über in der Mannschaft ziemlich zu ackern gehabt. Das war ziemlich hart für mich. Ich dachte, ich hole mir jetzt einfach so eine Erlösung, aber es hat leider nicht funktioniert."
Ich habe das gesamte Jahr über in der Mannschaft ziemlich zu ackern gehabt. Das war ziemlich hart für mich. Ich dachte, ich hole mir jetzt einfach so eine Erlösung, aber es hat leider nicht funktioniert."
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Böser Patzer könnte Fräbel Medaille kosten - Taubitz souverän
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Taubitz macht Sturz von Peking vergessen
Taubitz hingegen feierte, auch angefeuert von mehr als 50 Fans aus der Heimat, den größten Erfolg ihrer Karriere. Mit deutlichem Vorsprung setzte sich die achtmalige Weltmeisterin vom WSC Oberwiesenthal vor der Lettin Elina Bota und der US-Amerikanerin Ashley Farquharson durch und bescherte dem Team Deutschland in Norditalien die dritte Goldmedaille. Vier Jahre nach ihrem Olympiatrauma von Peking ist es für Taubitz das ersehnte Happy End.
2022 war die als Favoritin gestartete Athletin aus dem Erzgebirge im zweiten Lauf gestürzt und in der Folge nur Siebte geworden. "Ich habe lange gebraucht, um diesen Rückschlag zu verarbeiten", sagte Taubitz.
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"Sie hat nie aufgegeben": Taubitz-Trainer würdigt Olympiasiegerin
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Sie tritt nun die Nachfolge von Natalie Geisenberger an, die in Peking mit ihren Goldmedaillen fünf (Einzel) und sechs (Teamstaffel) zur erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin aufgestiegen war.
Taubitz, die bereits fünf Gesamtweltcupsiege in ihrer Vita stehen hat, setzte im Eiskanal einen historischen Erfolgslauf fort: Seit 1998 kam die Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen stets aus Deutschland. Schon am vierten Tag der Wettkämpfe in Norditalien erweist sich der Bob- und Schlittenverband BSD einmal mehr als Erfolgsgarant. In Peking hatten die Rodler, Skeletonis und Bob-Piloten 16 der 27 deutschen Medaillen gewonnen. Im Rodeln ging Gold dort in allen vier Wettbewerben an den BSD.
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"Auf jeden Fall mit Aperol": Taubitz im Gold-Interview
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Olympia-Gold als Kindheitstraum
Taubitz legte den Grundstein für den Erfolg schon am Montag. Während die internationale Konkurrenz reihenweise patzte, setzte sie sich mit Bahnrekord im zweiten Lauf an die Spitze. Nach dem Patzer von Fräbel konnte dann nur noch ein schwerer eigener Fehler den Olympiasieg verhindern, mehr als sieben Zehntelsekunden Vorsprung nahm Taubitz mit in den finalen Lauf - und blieb dort cool.
Eine olympische Medaille sei ihr "Traum von klein auf" gewesen, hatte Taubitz vor dem Rennen betont. Anna Berreiter aus Berchtesgaden, Olympiazweite von Peking, verpasste das Podium als Sechste deutlich.
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(SID)
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Zu Besuch bei Taubitz: "Das sauberste Zimmer im Olympischen Dorf!"
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