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Felix Loch nach Gesamtsieg Olympia-Favorit, Natalie Geisenberger "in der Form ihres Lebens"
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Publiziert 28/01/2018 um 14:35 GMT+1 Uhr
Durch seinen sechsten Sieg im Gesamtweltcup ist Felix Loch endgültig der große Olympia-Favorit. Natalie Geisenberger ist laut Bundestrainer Norbert Loch sogar "in der Form ihres Lebens". Die Rodel-Sportler trotzen vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang vor Selbstbewusstsein. Bei den Doppelsitzern haben Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken gute Chancen auf den ersten Olympia-Sieg.
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Dieses Mal ließ Felix Loch alles raus. Der Olympiasieger wirbelte die Faust durch die Luft und grinste über das ganze Gesicht. "Es könnte nicht besser laufen", sagte er euphorisch. Loch verpasste zwar hauchdünn seinen dritten Einzeltitel bei Europameisterschaften, holte sich aber mit einem tollen zweiten Lauf in Sigulda und seinem sechsten Sieg im Gesamtweltcup reichlich Selbstvertrauen für die Winterspiele in Pyeongchang.
"Sehr knapp" war Lochs Rückstand auf den Russen Semen Pawlitschenko, nur elf Tausendstelsekunden. "Wenn ich im ersten Lauf sauber runterfahre, dann reicht's. Aber ich bin mit den zwei Zeiten sehr, sehr zufrieden", sagte der 28-Jährige nach dem EM-Rennen im Rahmen des abschließenden Weltcupwochenendes. Und ergänzte mit Blick auf Olympia: "Es kann so weitergehen."
Loch Favorit für Olympia
Auch wenn Loch im vergangenen Jahr beim ersten Weltcup in Südkorea krankheitsbedingt passen musste, ist er der große Favorit auf sein drittes Einzelgold. In Sigulda holte er sich durch Platz drei im abschließenden Sprint die große Kristallkugel des Gesamtsiegers zurück, die beim Russen Roman Repilow nur zwischengeparkt war. Kein Fahrer weist eine so große Konstanz in den Ergebnissen auf wie Loch.
Das gilt auch für seine Teamkollegin Natalie Geisenberger. Noch bevor die Olympiasiegerin nach ihrem zweiten Platz am Samstag etwas sagen konnte, holte Bundestrainer Norbert Loch zur Lobeshymne aus. "Ich habe es ja schon vor Wochen gesagt: Natalie ist in der Form ihres Lebens."
Geisenberger "konstant unterwegs"
In Sigulda wurde sie nur von der wegen des russischen Dopingskandals umstrittenen Tatjana Iwanowa geschlagen, ihren sechsten Gesamtweltcupsieg in Folge hatte sie aber bereits vor einer Woche in Lillehammer eingetütet. "Ich bin relativ konstant unterwegs gewesen. Bei mir ist es die gesamte Saison ausnahmslos sehr, sehr gut gelaufen. Und der Gesamtweltcup ist keine Momentaufnahme", sagte Geisenberger, die eine der fünf deutschen Fahnenträger-Kandidaten für die Olympia-Eröffnungsfeier ist. "Relativ konstant" war natürlich glatt untertrieben.
Ein Fragezeichen steht hinter ihrer Dauerrivalin Tatjana Hüfner. Die Weltmeisterin fehlte zu Jahresbeginn wegen einer Nervenentzündung im rechten Bein, in Sigulda stürzte sie auf der äußerst selektiven Bahn bereits im ersten Lauf und humpelte anschließend aus der Bahn.
Hinter den Branchenführern klafft bei den deutschen Fahrern schon eine größere Lücke. Dajana Eitberger ist zwar immer wieder für tolle Ergebnisse gut, aber noch keine unbedingte Siegfahrerin. Die Olympia-Starter Johannes Ludwig und Andi Langenhan fuhren in Lettland nur auf die Plätze acht und 16.
Bei den Doppelsitzern können die Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken schon mit ihrem ersten Olympia-Gold liebäugeln. Das Duo aus Thüringen gewann fast selbstverständlich seinen dritten EM-Einzeltitel und zudem den dritten Sieg im Gesamtweltcup. Im Sprint gewannen Eggert/Benecken dann auch das zehnte von 13 Weltcuprennen. Die bayerischen Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt hatten mit Platz drei im EM-Rennen und Rang elf im Sprint einmal mehr das Nachsehen.
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