WM 2025: Oliver Zeidler schrammt an Gold-Medaille vorbei - Fast perfektes Comeback für deutschen Olympiasieger

Olympiasieger Oliver Zeidler hat bei der Ruder-WM in Shanghai seine nächste Goldmedaille knapp verpasst. Deutschlands Sportler des Jahres 2024 musste sich im Einer-Finale am Sonntag mit Silber begnügen. Der 29-Jährige verlor seinen Titel nach einer längeren Wettkampfpause an Stefanos Ntouskos, Olympiasieger von Tokio. 0,42 Sekunden lag Zeidler im Ziel hinter dem Griechen.

Oliver Zeidler gewann WM-Silber

Fotocredit: Getty Images

Oliver Zeidler trug den neuen Einer-Weltmeister Stefanos Ntouskos zusammen mit Bronzemedaillengewinner Jauhen Salaty auf den Schultern und erwies dem Griechen damit seine Reverenz.
Doch außer mit Silber verließ der entthronte Olympiasieger die Ruder-WM in Shanghai nach dem gelungenen Abschluss seines Teilzeit-Experiments vor allem auch mit dem festen Glauben an kommende Triumphe - einschließlich Olympiagold 2028 in Los Angeles.
"Diese Silbermedaille glänzt mit einem goldenen Rand", sagte Zeidler noch vor der Siegerehrung in Anspielung auf sein studiusmbedingt rigoros zusammengestrichenes Trainings- und Wettkampfpensum im nacholympischen Jahr: "Silber ist ein guter Start in die Olympiade. Das ist jetzt eine gute Motivation, denn ich habe nicht gewonnen."
Offenbar hatte das 2,03 m große Kraftpaket einen vierten WM-Triumph sogar regelrecht als Hemmschuh für seinen bevorstehenden Wiedereinstieg ins volle Pensum befürchtet: "Mit Gold hätte ich ja sagen können, acht Wochen Training reichen auch - so aber bin ich heiß auf die neue Saison."

Zeidler verzichtet auf Weltcupsaison

Tatsächlich jedoch darf sich Zeidler nach seinem ausklingenden Sabbatjahr seiner grundsätzlichen Leistungsstärke und wohl auch Überlegenheit in China noch sicherer geworden sein. Im Vorlauf und Halbfinale souverän, lag Deutschlands Sportler des Jahres 2024 im Endlauf gerade einmal nur 0,42 Sekunden hinter Tokio-Olympiasieger Ntouskos.
Nichts also, was der 29-Jährige mit vollem Saft nicht aufholen könnte. Für seinen anstehenden Master-Abschluss in Business Administration in Lausanne hatte Zeidler schließlich im Sommer auf die EM in Plowdiw sowie die ganze Weltcupsaison verzichtet.
Einzig bei der prestigeträchtigen Henley-Regatta hatte sich der Oberbayer vor Shanghai in die Riemen gelegt, war aber nach seiner dreijährigen Siegesserie in London im Halbfinale ausgeschieden.
"Ich war schon zufrieden, dass ich nach acht Wochen das A-Finale erreicht hatte", sagte Zeidler nun in China, "dass ich mit Edelmetall rausgehe, ist ein schöner Bonus".

Medaillenvorgabe erfüllt

Die insgesamt vierte WM-Medaille des ehemaligen Schwimmers bewahrte den Deutschen Ruder-Verband (DRV) in Shanghai nach dem Vorlauf-Debakel des Deutschland-Achters vor einem Schlag ins Wasser.
Zeidlers Podestplatz und die vorherige Bronzemedaille für den Frauen-Doppelvierer erfüllten die Zielvorgabe von DRV-Sportvorstand Robert Sens für die Spitze in den olympischen Bootsklassen. Mit fünf A-Final-Teilnahmen, darunter erstmals seit 2009 auch wieder der Frauen-Achter, blieben die deutschen Skuller jedoch in der Breite einen Endlauf-Platz unter der vorgegebenen Marke.
"Wir können zufrieden sein", bilanzierte Sens: "Wir befinden uns im ersten Jahr der Neuorientierung. Das neu ausgerichtete Training braucht Zeit, um seine Wirkung zu entfalten."
(SID)
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Weggefährte Ocik über Zeidlers Sonderstatus: "Normal, dass man aneckt"

Quelle: Eurosport


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