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Olympia 2016 - Der Triumphator geht: Michael Phelps und sein perfekter Abschied
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Publiziert 14/08/2016 um 11:21 GMT+2 Uhr
Mit Gold Nummer 23 verabschiedet sich Michael Phelps von Olympia. Nach seinem letzten-Rennen übermannen den Rekordmann die Gefühle. "Es war definitiv viel emotionaler als 2012", meinte Phelps, der vor vier Jahren in London schon einmal Good-bye gesagt hatte. Doch damals hatte es sich falsch angefühlt. "Das war jetzt die Kirsche auf dem Kuchen, die ich wollte", sagte der Rekordolympionike.
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Seine einzigartige Karriere ging mit Gold mit der US-Lagenstaffel zu Ende:
Seiner riesigen Medaillensammlung hatte er bei seinen fünften Olympischen Spielen noch einmal fünf goldene und eine silberne hinzugefügt. Vor allem aber hatte er der Welt gezeigt, dass er keine Maschine ist. "Ihr seht mich jetzt, wie ihr mich vorher nie gesehen habt", sagte der 31-Jährige, "ich habe gezeigt, wer ich wirklich bin."
Der Phelps von Rio war der, dem bei der Hymne Tränen in die Augen stiegen. Der, der erschöpft auf dem Startblock hockte. Der, der seinem Söhnchen Boomer auf der Ehrenrunde Küsse auf die Wangen drückte. Der, der stolz auf seinen zehn Jahre jüngeren Bezwinger war. Der, der wie ein normaler Mensch wirkte - zumindest außerhalb des Beckens. Im Wasser war er noch immer der Überirdische, der (fast) allen davonschwamm.
Auch im allerletzten Rennen: Nachdem der US-Startschwimmer Ryan Murphy einen Rücken-Weltrekord auf den ersten 100 Metern vorgelegt hatte, ging Phelps als Zweitplatzierter auf die dritten 100 Meter, zog am Briten James Guy vorbei und übergab als Führender an Schlussschwimmer Nathan Adrian. Anders als tags zuvor, als ihm Joseph Schooling, der erste Olympiasieger aus Singapur, Gold über 100 m Schmetterling weggeschnappt hatte, konnte diesmal niemand mithalten.
Der letzte Triumph
Noch einmal stand Phelps also ganz oben auf dem Podest, bekam eine Goldmedaille umgehängt und hörte die amerikanische Hymne - zum letzten Mal. Wo er seine Edelmetallsammlung aufbewahrt, wollte er nicht verraten. Dass sein Sohn aber bereits mit drei Monaten Interesse daran hat, ist ihm schon aufgefallen. "Als Boomer geschrien hat, habe ich die Medaille langsam hin und her bewegt, und seine Augen sind ihr gefolgt. Er hat sie also schon im Blick."
Um sein Baby will er sich künftig kümmern, Ende des Jahres seine Verlobte Nicole Johnson heiraten - und beobachten, wie sich sein Sport nach seinem Abschied entwickelt: "Es gibt eine Menge aufregende Schwimmer aus der ganzen Welt." Einen neuen Michael Phelps allerdings wird es nicht geben. Davon ist sein langjähriger Trainer Bob Bowman überzeugt: "Ich suche gar nicht danach."
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